Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik - Jasch, Hans-Christian

Hans-Christian Jasch 

Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik

Der Mythos von der sauberen Verwaltung

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Staatssekretär Wilhelm Stuckart und die Judenpolitik

Der Staatssekretär im Reichsministerium des Innern Wilhelm Stuckart (1902-1953) war einer der wichtigsten juristischen Interpreten und Legitimatoren des NS-Staates. Als Mit-Autor der Nürnberger Rassegesetze goss er dessen biologistische Grundlagen in Gesetze und begleitete später die Vorbereitungen zum Genozid. Im Frühjahr 1942 vertrat er auf der Endlösungskonferenz am Wannsee sein Ressort. Nach dem Krieg gehörte Stuckart zu den Schöpfern der Legende von der "sauberen Verwaltung", die sich den rassistischen Ansprüchen der NS-Machthaber widersetzt habe. Die biographische Auseinandersetzung mit Stuckart belegt nicht nur die prägende Funktion von führenden Juristen in der NS-Verwaltung, sie untersucht auch die Rolle der Innenverwaltung und ihre Mitwirkung am Genozid.


Produktinformation

  • Verlag: Oldenbourg
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 528 S. 235 mm
  • Studien zur Zeitgeschichte Bd.84
  • Deutsch
  • Abmessung: 240mm x 169mm x 38mm
  • Gewicht: 925g
  • ISBN-13: 9783486703139
  • ISBN-10: 3486703137
  • Best.Nr.: 33725535
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.04.2012

Der normale Beamte
Hans-Christian Jasch über einen
NS-Täter in gehobener Position
Diesem Buch – viel zu teuer, in einem wissenschaftlichen Verlag erschienen – droht das übliche Schicksal: dass es in einer Handvoll Bibliotheken verstaubt. Und dabei hätte es alle Aufmerksamkeit verdient. Der Autor Hans-Christian Jasch, selber ein Beamter, hat sich Leben und Wirken eines typischen deutschen Beamten vorgenommen, eines Rechtsanwalts und Richters, der im Innenministerium des „Dritten Reiches“ rasch zum Staatssekretär aufstieg und es von 1943 an, als es von Heinrich Himmler übernommen wurde, faktisch führte.
Dieser Wilhelm Stuckart, der an der Entstehung der „Nürnberger Gesetze“ beteiligt war und sie zusammen mit dem Oberregierungsrat Hans Globke kommentierte, dieser Stuckart, der früh in die NSDAP eingetreten war und in der SS den Rang eines Obergruppenführers erreichte, der an der Wannseekonferenz teilnahm und die Tötung angeblich minderwertigen Lebens so fanatisch unterstützte, dass er sogar sein eigenes Kind in die Mordmaschine gab, weil dieser Sohn den Standards des staatlichen Rassewahns nicht entsprach, dieser mustergültige Beamte …

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"Dieses Buch muss jeder lesen, der glaubt, es hätten nur wenige Nazis die Morde geplant." The European Circle, 01.03.12

"Dieses Buch muss jeder lesen, der glaubt, es hätten nur wenige Nazis die Morde geplant." The European Circle, 01.03.12
Hans-Christian Jasch, geboren 1973, Jurist, Regierungsdirektor im Bundesministerium des Innern, langjähriger freier Mitarbeiter in der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz in Berlin, arbeitete von 2007 bis 2011 als entsandter nationaler Experte bei der Europäischen Kommission in Brüssel.

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