Hamburg 1920. Einbrüche und Raubüberfälle sind an der Tagesordnung.
Die Polizei sieht sich einer gut organisierten Bande von
Kriminellen gegenüber, die auch vor dem Einsatz brutaler Gewalt
nicht zurückschreckt. Doch Gewalt gibt es auch anderswo. Das junge
Nachkriegsdeutschland steckt in einer schweren Wirtschaftskrise.
Kapp-Putsch, Hungerunruhen, Ausnahmezustand in Hamburg. Und die
Polizei hat ihre eigenen Probleme. Bei einer Inflationsrate von
mehr als 100 Prozent reichen die Gehälter der Beamten kaum aus, um
ihre Familien zu ernähren. Kriminalassistent Wilhelm Berger
mutmaßt, dass die Verbrecher Unterstützung aus den Reihen der
Polizei erhalten. "Wir wissen, wer hinter den Straftaten
dieser Bande steckt", räumt Bergers Vorgesetzter unumwunden
ein. "Aber wir können ihm nichts nachweisen." Der Mann
heißt Julius Adolf Petersen, genannt der "Lord von
Barmbeck". Sich selbst sieht er eher als Ausbrecher denn als
Einbrecher, als jemand, der lediglich erlittenes Unrecht
ausgleicht. Doch die Tatsachen sprechen dagegen. Der Roman des
preisgekrönten Autors Jürgen Ehlers beschreibt die Jagd auf den
legendären "Lord von Barmbeck" - bis zum bitteren Ende.
Jürgen Ehlers wurde 1948 in Hamburg geboren, lebt heute mit seiner Familie auf dem Land und arbeitet hauptberuflich im Geologischen Landesamt Hamburg. Seit 1992 schreibt er Kurzkrimis, die in verschiedenen Verlagen im In- und Ausland veröffentlicht wurden, und ist Herausgeber von Krimianthologien. Er ist Mitglied im "Syndikat" und in der "Crime Writer's Association".
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