Die Moralisierung der Märkte - Stehr, Nico

Die Moralisierung der Märkte

Eine Gesellschaftstheorie

Nico Stehr 

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Die Moralisierung der Märkte

In den entwickelten Gesellschaften haben sich die durchschnittlichen Realeinkommen in den vergangenen 50 Jahren vervierfacht oder sogar verfünffacht. Die heutigen Waren und Dienstleistungen gleichen kaum mehr denen, die vor 50 oder 100 Jahren existierten. Nicht nur der Umfang, sondern auch das "Wo und Wie" des Konsumierens und Produzierens haben sich radikal verändert. Dennoch stammen viele unserer wichtigsten Vorstellungen von den Eigenschaften des Marktes und unserem angeblich typischen Marktverhalten aus einer Welt, die keinen verbreiteten Wohlstand und kein allgemeines Bildungswesen, sondern nur ausgesprochene Armut, umfassende Machtlosigkeit, verbreiteten Hunger und Analphabetismus kannte. Diesen Widerspruch versucht die vorliegende Studie zu analysieren.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 379 S.
  • Seitenzahl: 379
  • Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Nr.1831
  • Deutsch
  • Abmessung: 177mm x 108mm x 19mm
  • Gewicht: 229g
  • ISBN-13: 9783518294314
  • ISBN-10: 3518294318
  • Best.Nr.: 20949646
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.05.2007

Der gute Konsum
Wird die Marktwirtschaft etwa von selber moralisch?
Auf den ersten Blick legt der Titel „Die Moralisierung der Märkte” die Erwartung nahe, hier werde ein weiteres Lehrstück zum Thema „Wirtschaftsethik” vorgelegt. Weit gefehlt. Nico Stehr ist ein genauer Beobachter und Deuter von Veränderungen, die seit einiger Zeit besonders in konsumnahen Märkten auffällig geworden sind. Dem Leser wird – mit nachvollziehbaren Gründen – vorgeführt, dass und wie moralische Motive sowohl auf Seiten der Produzenten als auch der Konsumenten mehr und mehr in das Marktgeschehen eindringen. Hier scheint etwas vor sich zu gehen, was kein Lehrbuch der Wirtschaftsethik und keine Predigt gegen den Irrsinn des Konsumrauschs zustande brächten – eine Entwicklung, die einer offenen, demokratischen Bürgergesellschaft durchaus angemessen ist.
Zwei historische Umstände sind es, so Stehr, die eine solche Entwicklung angeschoben und strukturiert haben: der gewachsene Wohlstand weiter Kreise der Bürgerschaft in den entwickelten Gesellschaften und der Zuwachs an Wissen, welches den Einzelnen immer besser in die Lage versetzt, seine Entscheidungen und …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensent Peter Bendixen schätzt besonders die wissenschaftliche Zurückhaltung des Autors, keine "vorschnellen" Folgerungen aus seiner Analyse zu ziehen. Zunächst einmal würde Nico Stehr die bekannte These von der Moralisierung der Märkte theoretisch einordnen in die weit zurück reichenden Positionen sowohl des "ökonomischen Determinismus" als auch von deren gesellschaftskritischen Widersachern. Beide Standpunkte, referiert der Rezensent, gingen an der empirischen Realität des Konsumentenverhaltens jedoch vorbei, das sich dank Zunahme an Wohlstand und Wissen verändert habe. Jeder empirische Marktforscher wisse hingegen, dass sich eine Art von "Gemeinschaftshandeln" herausgebildet habe, dass von einer "wissensbasierten Lebensführung" heutiger Konsumenten bestimmt sei. Nico Stehr verweise hier auf den zunehmenden Markt mit ökologischen Produkten. Der Rezensent vermisst allerdings die Frage, welche auch kulturellen Veränderungen für die neuen Lebensmuster relevant seien, reines Wissen würde ja nicht allein zu verändertem Verhalten führen. Insgesamt aber trumpfe der Autor mit vielen "bemerkenswerten" Überlegungen auf, die nicht nur für den Fachsoziologen von Interesse seien.

© Perlentaucher Medien GmbH
Nico Stehr ist Inhaber des Karl Mannheim Lehrstuhls für Kulturwissenschaften an der Zeppelin University, sowie Fellow des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen. Im akademischen Jahr 2002/2003 war er Paul-Lazarsfeld-Professor der Human- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.

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