Die Schönheit, die Erhabenheit und die Gemeinschaft der Philosophen - Rorty, Richard
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Für Richard Rorty zeichnen sich Philosophen dadurch aus, daß sie auf die eine oder andere Weise von der Spannung zwischen dem Relativen und dem Absoluten, oder besser: zwischen dem Schönen und dem Erhabenen fasziniert sind. Der Streit zwischen den "Parteien" ist nicht zu schlichten, sondern er is der Motor unserer Zivilisation. Während Rorty im ersten Text ein leidenschaftliches Plädoyer für den philosophischen Diskurs hält, macht sein zweiter Beitrag Die Intellektuellen und die Armen auf repräsentative Weise den politischen Denker Rorty sichtba…mehr

Produktbeschreibung

Für Richard Rorty zeichnen sich Philosophen dadurch aus, daß sie auf die eine oder andere Weise von der Spannung zwischen dem Relativen und dem Absoluten, oder besser: zwischen dem Schönen und dem Erhabenen fasziniert sind. Der Streit zwischen den "Parteien" ist nicht zu schlichten, sondern er ist der Motor unserer Zivilisation. Während Rorty im ersten Text ein leidenschaftliches Plädoyer für den philosophischen Diskurs hält, macht sein zweiter Beitrag Die Intellektuellen und die Armen auf repräsentative Weise den politischen Denker Rorty sichtbar
  • Produktdetails
  • Edition Suhrkamp Nr.2149
  • Verlag: Suhrkamp
  • Best.Nr. des Verlages: 12149
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 86
  • 2000
  • Ausstattung/Bilder: 86 S. 176 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 178mm x 111mm x 10mm
  • Gewicht: 92g
  • ISBN-13: 9783518121498
  • ISBN-10: 3518121499
  • Best.Nr.: 08205112

Autorenporträt

Richard Rorty, geb. am 4. Oktober in New York City 1931, wächst dort in einem undogmatisch-linken Milieu auf;
1946 Studium an der Universität von Chicago. Zu seinen Lehrern gehören u.a. Rudolph Carnap, Charles Hartshorne und Richard McKeon. 1949 erwirbt er den BA und drei Jahre später den M.A. mit einer Arbeit über 'Whitehead's Use of the Concept of Potentiality'. 1952-56 arbeitet er in Yale. Thema der Dissertation bei Paul Weiss: 'The Concept of Potentiality', 1957-58 Dienst in der U.S.Army. 1958-61 Assistant Professor am Wellesley College. 1961-82 Universität Princeton, ab 1981 als 'Stuart Professor of Philosophy'. 1967 gibt er 'The Linguistic Turn'. 1973-74 Guggenheim Stipendium. 1981-86 MacArthur Stipendium. 1982 als akademische Konsequenz seiner Kritik an der sprachanalytischen Philosophie verläßt er Princeton und wird 1982-98 'Kenan Professor of the Humanities' an der Universität von Virginia. 1986 Northcliffe Lectures am University College, London. 1987 Clark Lectures am Trinity College, Cambridge. 1997 Massey Lectures in Harvard, Ehrendoktor der Universität von Paris. Seit 1998 lehrt Rorty Vergleichende Literatur an der Stanford University. Vorlesungen am Trinity College, Dublin. Im Sommer 2007 stirbt Richard Rorty in Palo Alto.

Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

"Thorsten Jantschek geht dem Gedankengerüst dreier Neuerscheinungen des amerikanischen liberalen Rhetors und Philosophen Richard Rorty auf den Grund. Es handelt sich um:
1. "Philosophie & die Zukunft", erschienen bei Fischer, in dem Rorty sich an ein breiteres Publikum wende und in seinen Reden "lustvoll" die "Entprofessionalisierung" (Rorty) der Philosophie vorexerziere sowie
2. "Wahrheit und Fortschritt", erschienen bei Suhrkamp, einer 500-seitigen Sammlung "subtiler akademischer Diskurse" und Kontroversen mit Hilary Putnam, John Searle, Charles Taylor und anderen.
3. Das Bändchen mit dem langen Titel "Die Schönheit, die Erhabenheit und die Gemeinschaft der Philosophen" ist mit 87 Seiten auch das kürzeste. Mehr ist dazu vom Rezensenten nicht zu erfahren.
Da sich Rortys Argumentation gleichermaßen durch alle drei Bücher zieht - es geht hier schließlich um Rhetorik -, geht der Rezensent nur am Rande auf die konkreten Titel ein. Grundsätzlich erteile Rorty der platonischen Wahrheitssuche ebenso wie dem Empirismus eine Absage, schreibt Jantschek. Seine philosophische Kunst bestehe darin, die großen Fragen nach der Wahrheit zu verscheuchen "wie lästige kleine Fruchtfliegen", von denen aber anzunehmen sei, dass sie gleich wiederkehrten. Rorty wisse nämlich, dass Fragen nach einer allgemeinen Wahrheit dem Wesen des Menschen entsprächen. Deshalb versuche er, nach ihrem Nutzen zu fragen und ei neues Vokabular für die wirklichen politischen, sozialen und ästhetischen Bedürfnisse des Menschen zu finden. Auch wenn der Rezensent Rorty moralphilosophische Widersprüche nachweist, etwa hinsichtlich der Tolerierung eines theoretischen Fundamentalismus, kann er sich doch seine Bewunderung nicht versagen. Rorty räume mit einem alten Vorurteil auf, denn seine "Rhetorik zielt darauf ab, die Welt zu verändern, indem man sie neu interpretiert", schreibt Jantschek. Auch wenn Jantschek Rorty schließlich einen "smarten Schmuseliberalen" nennt, stellt er sich vor, dass Karl Marx durch dessen "Wandel durch Neuinterpretation-Dialektik" (Rorty) immerhin verwirrt wäre, während Sokrates daran sicherlich einen "Heidenspaß" gefunden hätte.

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