Das weibliche Gehirn - Brizendine, Louann

Louann Brizendine 

Das weibliche Gehirn

Warum Frauen anders sind als Männer

Übersetzer: Vogel, Sebastian
Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Das weibliche Gehirn

Warum gebrauchen Frauen 20.000 Wörter am Tag, Männer hingegen nur 7.000? Warum erinnern sich Frauen an Konflikte, von denen Männer meinen, es habe sie nie gegeben? Die Neuropsychiaterin Louann Brizendine präsentiert neueste Erkenntnisse der Gehirnforschung und erklärt, warum Frauen die Welt so gründlich anders sehen als Männer. Das umfassende Buch über die Besonderheiten des weiblichen Gehirns.

"Louann Brizendine kann sehr anschaulich komplexe physiologische Zusammenhänge erklären." -- Psychologie heute

"Brizendines Thesen lösten unter Hirnforschern, Hormonspezialisten, Psychiatern und Soziologen kontroverse Diskussionen aus und sprengten den Small Talk auf jeder Party." -- Handelsblatt

"Louann Brizendine, Professorin an der University of California, schärft mit ihrem Bestseller 'Das weibliche Gehirn' den Blick für die Stärken der Frau." -- Hamburger Abendblatt

Produktinformation


  • Verlag: Goldmann
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 350 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 352
  • Goldmann Taschenbücher Bd.15516
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 126mm x 25mm
  • Gewicht: 294g
  • ISBN-13: 9783442155163
  • ISBN-10: 3442155169
  • Best.Nr.: 23822745
"Louann Brizendine kann sehr anschaulich komplexe physiologische Zusammenhänge erklären." Psychologie heute

"Louann Brizendine, Professorin an der University of California, schärft mit ihrem Bestseller 'Das weibliche Gehirn' den Blick für die Stärken der Frau."

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Judith Luig ist etwas ungeduldig mit dieser Autorin und ihrer Exkursion ins weibliche Gehirn. Allerdings macht es Louann Brizendine der Rezensentin offenbar auch nicht ganz leicht. Luig muss mit ansehen, wie Brizendine "eifrig" Geschlechterklischees festschreibt und jenseits aktueller Fragen der Hirnforschung vage Vermutungen über neurobiologische Prozesse anstellt und zur Grundlage eines "weiblichen Bildungsromans in anbiederndem Ratgeberstil" macht. Dass die Welt der Frau sich einzig um Männer dreht, wie hier nahegelegt werde, will die Rezensentin ebenso wenig glauben wie sie der Autorin eine ernsthafte Beschäftigung mit dem neurowissenschaftlichen Turn der Geisteswissenschaften abnimmt. Das Buch erscheint ihr bestenfalls als Naturwissenschaft - und zwar der reaktionären Sorte.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.02.2007

Was vom Mythos des weiblichen Gehirns übrigbleibt, sind ein paar Anekdötchen
Hier finden Männer und Frauen reichlich Munition, um übereinander die alten Witze zu reißen: Louann Brizendine bringt die Geschlechterfrage auf die Hormontablette

Als seriöser Bericht über den Stand der Forschung lässt sich Brizendines Schrift kaum lesen. Die Zunft ist weiter als sie.

In Amerika schon ein Bestseller, gaukelt dieses Buch seinen Leserinnen vor, ihr Schicksal hänge am Östrogen.

Populäre Eva-Prinzipien scheinen derzeit wie Pilze aus dem Boden zu sprießen. Mit Eva Herman ist die amerikanische Neuropsychiaterin Louann Brizendine zwar nicht zu vergleichen, denn sie versteht sich als Feministin, und der Abbildung auf dem Buchumschlag zufolge ist sie brünett, nicht blond. Dennoch will auch Brizendine durch politisch unkorrekte Provokation Diskussionen aufmischen. Und mit grobschlächtigen Thesen wie auch der Verwendung von Beispielen aus dem eigenen Leben hat sie kein Problem.

Ihr in der kommenden Woche bei uns erscheinendes Buch "Das weibliche Gehirn. Warum Frauen anders sind als Männer" versteht sich als angewandte Wissenschaft: …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.02.2007

Frauen sind anders im Kopf
Gefährden Unterschiede die Gleichberechtigung? Die amerikanische Neurobiologin Louann Brizendine erklärt die Besonderheiten des weiblichen Gehirns
Die neuen Methoden der Gehirnforschung haben sich auch auf die Untersuchungen der grundlegenden neurologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen ausgewirkt. Während man früher solche Unterschiede nur an Leichen oder Menschen mit Gehirnschäden untersuchen konnte, haben es heute die sogenannten bildgebenden Verfahren ermöglicht, ohne chirurgische Eingriffe Aktivierungen von Gehirnteilen zu beobachten, während die Versuchspersonen bestimmte Aufgaben lösen, Schmerz oder Freude oder Depressionen oder Ängste empfinden. Dabei haben sich im Gehirn von Männern und Frauen eine erstaunliche Vielzahl struktureller, chemischer, genetischer, hormoneller und funktioneller Unterschiede nachweisen lassen.
Diese Unterschiede und die daraus resultierenden unterschiedlichen Verhaltensweisen sind der Gegenstand des Buches „Das weibliche Gehirn” von Louann Brizendine. Die Autorin kann auf eine Ausbildung als Neurobiologin und eine zwanzigjährige klinische Praxis zurückblicken, während derer …

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Louann Brizendine studierte Neurobiologie an der University of California in Berkeley, der Yale und Harvard University und dem University College in London. Heute lehrt sie Neuropsychiatrie an der University of California in San Francisco. Sie ist Gründerin der Women's and Teen Girls' Mood and Hormone Clinic. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in San Francisco.

Leseprobe zu "Das weibliche Gehirn" von Louann Brizendine

Was uns zu Frauen macht

Die genetische Information von Männern und Frauen ist zu über 99 Prozent identisch. In den 30 000 Genen des menschlichen Genoms bestehen zwischen den Geschlechtern nur geringfügige Abweichungen von weniger als einem Prozent. Aber dieser geringe Unterschied wirkt sich auf jede einzelne Zelle unseres Körpers aus, von den Nerven, die Lust und Schmerz übertragen, bis zu den Neuronen, die Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle übertragen.

Bei genauerem Hinsehen ist das Gehirn bei Männern und Frauen nicht genau gleich. Das männliche Gehirn ist selbst dann um rund neun Prozent größer, wenn man es im Verhältnis zur Körpergröße betrachtet. Im 19. Jahrhundert zogen Wissenschaftler daraus den Schluss, Frauen müssten geringere geistige Fähigkeiten besitzen als Männer. Aber beide Geschlechter haben die gleiche Anzahl von Gehirnzellen; diese liegen bei Frauen nur dichter zusammen und drängen sich in den kleineren Schädel wie in ein Korsett.

Fast während des gesamten 20. Jahrhunderts ging die Wissenschaft davon aus, dass Frauen neurologisch gesehen und in praktisch allen anderen Aspekten mit Ausnahme der Fortpflanzungsfunktion kleine Männer seien. Diese Annahme bildete die Grundlage dafür, dass sich falsche Vorstellungen über die weibliehe Psychologie und Physiologie hartnäckig hielten. Sieht man sich die Unterschiede im Gehirn jedoch etwas genauer an, kann man an ihnen ablesen, was Frauen zu Frauen und Männer zu Männern macht.

Bis in die neunziger Jahre hinein schenkte man einer typisch weiblichen Physiologie, Neuroanatomie oder Psychologie kaum wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Dieses Versäumnis erlebte ich Ende der siebziger Jahre in Berkeley als Studienanfängerin in Neurobiologie ebenso aus erster Hand wie später während meines Medizinstudiums in Yale, während meiner Promotion in Wissenschafts- und Medizingeschichte sowie während meiner psychiatrischen Ausbildung am Massachusetts Mental Health Center der Harvard Medical School. Während meines Studiums an allen diesen Hochschulen erfuhr ich so gut wie nichts über biologische oder neurologische Besonderheiten bei Frauen außerhalb der Schwangerschaft. Als einmal ein Professor in Yale über Verhaltensstudien an Tieren referierte, hob ich die Hand und erkundigte mich, welche Ergebnisse die Untersuchungen an Weibchen erbracht hätten. Der Professor tat die Frage ab und erklärte: "In solchen Untersuchungen setzen wir niemals Weibchen ein - deren Menstruationszyklus bringt nur die Befunde durcheinander." Die wenigen vorhandenen Forschungsergebnisse ließen hingegen darauf schließen, dass es im Gehirn geringfügige Unterschiede gibt, die aber weitreichende Folgen haben. Als Assistenzärztin in der Psychiatrie war ich gefesselt von der Erkenntnis, dass Depressionen bei Frauen doppelt so häufig auftreten wie bei Männern. Für diese Diskrepanz konnte niemand einen einleuchtenden Grund nennen. Ich hatte in der Blütezeit der Frauenbewegung das College besucht, und meine persönliche Erklärung ging ins Politische und Psychologische. Ich vertrat einen typischen Standpunkt der siebziger Jahre: Die patriarchalische abendländische Kultur musste schuld sein. Sie musste die Frauen so unterdrückt haben, dass sie weniger leistungsfähig waren als Männer. Aber diese Erklärung allein erschien nicht plausibel: In neuen Untersuchungen entdeckte man, dass auf der ganzen Welt das gleiche Zahlenverhältnis bei Depressionen galt. Allmählich kam mir der Gedanke, dass etwas Größeres, eine grundlegende biologische Ursache dahinterstecken könnte.

Eines Tages fiel mir auf, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in der Häufigkeit von Depressionen erst dann auftreten, wenn Mädchen zwölf oder dreizehn sind - also in dem Alter, in dem die Regelblutung einsetzt. Offensichtlich hatten die chemischen Veränderungen in der Pubertät im Gehirn irgendwelche Wirkungen, die bei Frauen häufiger Depressionen auslösten. Damals erforschten nur wenige Wissenschaftler derartige Zusammenhänge; die meisten Psychiater waren wie ich in der traditionellen Theorie der Psychoanalyse ausgebildet, und die beschäftigte sich zwar mit Kindheitserlebnissen, zog aber nie in Betracht, dass spezifisch weibliche chemische Eigenschaften des Gehirns eine Rolle spielen könnten. Als ich bei der psychiatrischen Untersuchung von Frauen auch den Hormonstatus heranzog, entdeckte ich, welche weitreichenden neurologischen Wirkungen die Hormone in den verschiedenen Lebensphasen entfalten: Sie prägen die Triebe einer Frau, ihre Wertvorstellungen und ihre gesamte Wahrnehmung der Realität.

Dass die Geschlechtshormone unterschiedliche Realitäten bei Frau und Mann schaffen, offenbarte sich mir zum ersten Mal bei der Behandlung von Frauen, die an einem starken prämenstruellen "Gehirnsyndrom" leiden, wie ich es nenne. Im Gehirn einer jeden Frau spielen sich während der Menstruation jeden Tag kleine Veränderungen ab. Manche Teile des Gehirns wandeln sich dabei jeden Monat um 25 Prozent. Das ist manchmal mit Unannehmlichkeiten verbunden, aber die meisten Frauen bekommen die Veränderungen in den Griff. Einige meiner Patientinnen jedoch fühlten sich an manchen Tagen so sehr als Spielball ihrer Hormone, dass sie weder arbeiten noch mit irgendjemandem sprechen konnten, weil sie sonst entweder in Tränen ausgebrochen wären oder einen Wutanfall bekommen hätten. Im überwiegenden Zeitraum des Monats waren sie engagiert, intelligent, leistungsfähig und optimistisch, aber an manchen Tagen sorgte allein die Veränderung der Hormonströme zum Gehirn dafür, dass ihnen die Zukunft düster erschien und dass sie sowohl sich selbst als auch ihr Leben hassten. Solche Gedanken fühlten sich real und handfest an, und entsprechend verhielten sich die Frauen, als sei das die immerwährende Realität - während sie in Wirklichkeit ausschließlich eine Folge hormoneller Verschiebungen im Gehirn waren. Sobald sich der Hormonspiegel wieder auf dem sonst üblichen Niveau eingependelt hatte, waren die Frauen wieder ganz sie selbst. In derart extremer Form tritt das PMS nur bei einem geringen Prozentsatz aller Frauen auf, aber mir wurde deutlich, wie sich die Realität im Gehirn einer Frau im Handumdrehen verändern kann.

Wenn sich die Realitätswahrnehmung einer Frau von Woche zu Woche so radikal verändern konnte, musste das Gleiche auch für die tief greifenden hormonellen Veränderungen gelten, die sich während des Lebens einer Frau abspielen. Ich suchte nach einer Gelegenheit, um solche Fragen in größerem Umfang zu untersuchen, und 1994 gründete ich schließlich am Department of Psychology der University of California in San Francisco die Women's Mood and Hormone Clinic. Es war eine der ersten Kliniken im ganzen Land, die sich ausschließlich mit den verschiedenen Zuständen des weiblichen Gehirns beschäftigten und erforschten, wie Neurochemie und Hormone die Stimmung bei Frauen beeinflussen.Wie sich durch unsere Untersuchungen herausstellte, haben Hormone so tief greifende Auswirkungen auf das weibliche Gehirn, dass man mit Fug und Recht behaupten kann, die Realität einer Frau werde durch sie erst erschaffen. Sie können ihre Wertvorstellungen und Wünsche prägen und sagen ihr Tag für Tag, was wichtig ist. Von Geburt an machen sie sich in allen Lebensstadien bemerkbar. Jedes Stadium der hormonellen Entwicklung - die Kindheit, die Jahre des Heranwachsens, die Zeit der Männerbekanntschaften, die Phase als Mutter und die Wechseljahre - wird zum Nährboden für andere Nervenverknüpfungen, und die sorgen für neue Gedanken, Gefühle und Interessen. Wegen der Schwankungen, die schon im Alter von drei Monaten beginnen und sich bis in die Zeit nach den Wechseljahren fortsetzen, ist die neurologische Realität einer Frau nicht so konstant wie die eines Mannes. Bei ihm gleicht sie einem Berg, der im Laufe der Jahrtausende von Gletschern, der Witterung und den tektonischen Bewegungen der Erde unmerklich abgetragen wird. Ihre gleicht eher dem Wetter: Sie ändert sich ständig und lässt sich nur schwer vorhersagen.

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Kundenbewertungen zu "Das weibliche Gehirn" von "Louann Brizendine"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Wermuth Jacqueline aus Gera am 26.03.2008 ***** sehr gut
Ich fand es Mal ganz interessant wie das weibliche Gehirn tickt!?

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

3 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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