Platon in Bagdad - Freely, John

John Freely 

Platon in Bagdad

Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam

Übersetzung: Pfitzner, Ina
Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
25 ebmiles sammeln
EUR 24,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Platon in Bagdad

Ein Who is Who der Denker, Sterndeuter und Naturforscher: von den griechischen Anfängen über die Blütezeit der islamischen Gelehrsamkeit bis ins frühneuzeitliche Westeuropa.
Diese Geschichte des Wissenstransfers beginnt im 7. Jahrhundert v. Chr. in Ionien an der kleinasiatischen Küste. Naturphilosophen wie Thales von Milet erforschen hier Himmel und Erde. Auf Milet folgen Athen, Alexandria, Rom und Byzanz als Zentren der Wissenschaft. Doch zu Beginn des Mittelalters geht dieses Wissen in Europa verloren. Aufbewahrt wird es in der arabischen Welt: Über das abbasidische Bagdad, das fatimidische Kairo und das omayyadische Damaskus folgt Freely arabischsprachigen Gelehrten, Ärzten und Mathematikern nach Andalusien. Muslime, nestorianische Christen, Juden und Sabier bringen das verlorene Wissen im Zuge der Expansion des Islams zurück nach Europa und liefern dem Westen damit die Voraussetzung für das neue wissenschaftliche Weltbild, das in den neuen Zentren der Wissenschaft wie Paris und Oxford entsteht.
Eine faszinierende Reise durch die Zeit zwischen Ost und West
Was Europa der islamischen Welt verdankt
Eine Gegenerzählung zum "clash of civilisations" und der angeblichen Wissenschaftsfeindlichkeit des Islam.


Produktinformation

  • Verlag: Klett-Cotta
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 388 S. m. Vign, Abb. u. Ktn.
  • Seitenzahl: 388
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 125mm x 38mm
  • Gewicht: 616g
  • ISBN-13: 9783608947663
  • ISBN-10: 3608947663
  • Best.Nr.: 34485061

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Durchwachsen findet Stefan Weidner diese Geschichte der Naturwissenschaften von John Freely. Im Unterschied zu Freelys Istanbul-Reiseführer liest sich das vorliegendes Werk seines Erachtens "recht trocken". Auch hält er den Titel für etwas irreführend, da die arabische und islamische Wissenschaftsgeschichte keineswegs einen Schwerpunkt des Werks bilden. Wer sich also für die Wissenschaften im arabischen Mittelalter interessiert, dürfte nach Ansicht Weidners hier enttäuscht werden. Überzeugender scheint ihm die umsichtige Darstellung der Überlieferungsgeschichte des Wissens aus der Antike.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.04.2012

Als Aladins Lampe zu leuchten begann

In Bagdad explodierten einst keine Bomben, sondern das Wissen der Welt: John Freely zeigt in einem glänzenden Buch, wie die Gelehrsamkeit der Antike über den Orient nach Europa wanderte.

Der deutsche Titel "Platon in Bagdad" ist griffig gewählt, führt aber doch ein wenig in die Irre. Denn von Platon und der griechischen Philosophie ist zwar durchaus die Rede, viel mehr jedoch von der griechischen, ja antiken Wissenschaft, von Wissenskultur überhaupt, die über den "Orient" wieder zurück nach Europa fand. "Wie das Wissen der Antike nach Europa kam" ist denn auch der Untertitel dieses Werks, das im englischen Original poetischer "Aladdin's Lamp" hieß. Da mochte man vielleicht an orientalische Märchen denken; doch von solchen handelt das Buch ganz und gar nicht.

Der Autor John Freely, ein 1926 geborener Amerikaner, ist kein Unbekannter. Wer die Türkei oder angrenzende Regionen bereist, wird irgendwann einmal auf seinen Namen stoßen und eines seiner Bücher zur Hand nehmen. Dazu gehören nicht nur Reiseführer, sondern - im besten Sinne - populärwissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der Geschichte der …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.07.2012

Krumme Wege
Europa und Islam: John Freelys Wissenschaftsgeschichte
Keine Reise nach Istanbul ohne den Reiseführer von Hilary Summer-Boyd und John Freely! Man kann die 600 Seiten des Führers zum schieren Vergnügen zu Haus auf der Couch lesen, so groß ist das erzählerische Talent der Autoren, so wundersam die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Aber wie unausschöpflich das Istanbul-Buch wirklich ist, das merkt man erst an Ort und Stelle: Man braucht Wochen, um nur das Wichtigste abzulaufen.
  Umso gespannter lesen wir jetzt ein neues Werk des 1926 geborenen John Freely, der an der Bosporus-Universität in Istanbul Physik und Wissenschaftsgeschichte gelehrt hat. Eben dies ist auch das Thema seines aktuellen Buchs, das sich über weite Strecken ausnimmt wie das Manuskript einer Vorlesung, die einen Bogen spannt von den antiken Anfängen der Naturforschung im kleinasiatischen Milet an der heutigen türkischen Westküste über die zweite Blüte der Wissenschaften im mittelalterlichen Islam bis zu ihrer Vollendung im neuzeitlichen Europa.
  Für die genannten Epochen empfiehlt sich das Werk nicht zuletzt als Handbuch und Nachschlagewerk. …

Weiter lesen

"Einem Autor wie Freely gelingt es hingegen, fast spielerisch mit dem enorm komplexen Thema umzugehen und den Leser zudem stilistisch so zu fesseln, dass er auch manche Verständnisschwierigkeiten bei den wissenschaftlichen Theorien mutig angeht. Wissenschaftsgeschichte wird, mit all ihren Nebenzweigen, zu einer überaus spannenden Kulturgeschichte." Wolfgang Günter Lerch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2012 "Von John Freely kann man nicht nur viel über Wissenschaft lernen. Er macht einem auch klar, wie verstrickt und hybrid die Kulturen sind, und wie viel das Abendland der islamischen Welt verdankt, dass nicht mehr Wissen verloren gegangen ist." André Behr, Neue Zürcher Zeitung, 30.09.2012 "John Freely zeigt uns mit Leidenschaft, dass Kulturen nur durch den kulturellen Austausch mit anderen aufblühen. Isolation bedeutet immer schon den sicheren Tod." Najem Wali, TAZ, 24.04.2012 "Freelys Buch schildert diese wundersame Wiederentdeckung alten Wissens und ihre Wiederbelebung und Weiterentwicklung so unterhaltsam und informativ, dass auch der Laie, der sich noch nie mit diesem Phänomen auseinandergesetzt hat, mit Spannung und Neugierde Freelys literarischen Reisen durch die Welt orientalischer Wissenschaften und ihrer Wiedergeburt im Okzident folgt." Margarete von Schwarzkopf, NDR, 26.06.2012 "Dem Leben zugewandte Historiographie." Eberhard Straub, Deutschlandradio Lesart, 16.9.2012 "John Freely hat eine Wissenschaftsgeschichte geschrieben, die einen Überblick gibt, der seinesgleichen sucht. Das Werk behandelt die Frage: Welche Rolle spielte die islamische Welt bei der Übermittlung der antiken Naturwissenschaften nach Europa? ... Das Buch wurde von einem Naturwissenschaftler geschrieben, der seinen Stoff zu erklären weiß. In wenigen Sätzen erläutert Freely präzise komplizierte astronomische Lehren, ohne den Laien zu überfordern." Emanuel Seitz, Antike Welt, Dezember 2012 "Freely ... macht einem klar, wie verstrickt und hybrid Kulturen sind, und insbesondere, wie sehr wir es der islamischen Welt verdanken, dass über die Jahrtausende nicht noch mehr antikes Wissen verlorenging." André Behr, Falter, 12.12.2012 "Seite für Seite spürt man dem Buch die Leidenschaft Freelys für sein Thema ab und darf sich als Leser durchaus daran freuen, dass Freely komplexe Zusammenhänge und Erkenntnisse der Wissenschaft in verständlicher Sprache mitzuteilen versteht." Michael Lehmann-Pape, rezensions-seite.de, 21.8.2012

»Einem Autor wie Freely gelingt es hingegen, fast spielerisch mit dem enorm komplexen Thema umzugehen und den Leser zudem stilistisch so zu fesseln, dass er auch manche Verständnisschwierigkeiten bei den wissenschaftlichen Theorien mutig angeht. Wissenschaftsgeschichte wird, mit all ihren Nebenzweigen, zu einer überaus spannenden Kulturgeschichte.« Wolfgang Günter Lerch, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2012 »Von John Freely kann man nicht nur viel über Wissenschaft lernen. Er macht einem auch klar, wie verstrickt und hybrid die Kulturen sind, und wie viel das Abendland der islamischen Welt verdankt, dass nicht mehr Wissen verloren gegangen ist.« André Behr, Neue Zürcher Zeitung, 30.09.2012 »John Freely zeigt uns mit Leidenschaft, dass Kulturen nur durch den kulturellen Austausch mit anderen aufblühen. Isolation bedeutet immer schon den sicheren Tod.« Najem Wali, TAZ, 24.04.2012 »Freelys Buch schildert diese wundersame Wiederentdeckung alten Wissens und ihre Wiederbelebung und Weiterentwicklung so unterhaltsam und informativ, dass auch der Laie, der sich noch nie mit diesem Phänomen auseinandergesetzt hat, mit Spannung und Neugierde Freelys literarischen Reisen durch die Welt orientalischer Wissenschaften und ihrer Wiedergeburt im Okzident folgt.« Margarete von Schwarzkopf, NDR, 26.06.2012 »Dem Leben zugewandte Historiographie.« Eberhard Straub, Deutschlandradio Lesart, 16.9.2012 »John Freely hat eine Wissenschaftsgeschichte geschrieben, die einen Überblick gibt, der seinesgleichen sucht. Das Werk behandelt die Frage: Welche Rolle spielte die islamische Welt bei der Übermittlung der antiken Naturwissenschaften nach Europa? ... Das Buch wurde von einem Naturwissenschaftler geschrieben, der seinen Stoff zu erklären weiß. In wenigen Sätzen erläutert Freely präzise komplizierte astronomische Lehren, ohne den Laien zu überfordern.« Emanuel Seitz, Antike Welt, Dezember 2012 »Freely ... macht einem klar, wie verstrickt und hybrid Kulturen sind, und insbesondere, wie sehr wir es der islamischen Welt verdanken, dass über die Jahrtausende nicht noch mehr antikes Wissen verlorenging.« André Behr, Falter, 12.12.2012 »Seite für Seite spürt man dem Buch die Leidenschaft Freelys für sein Thema ab und darf sich als Leser durchaus daran freuen, dass Freely komplexe Zusammenhänge und Erkenntnisse der Wissenschaft in verständlicher Sprache mitzuteilen versteht.« Michael Lehmann-Pape, rezensions-seite.de, 21.8.2012
John Freely, geboren 1926 in Brooklyn, lebt in Istanbul, wo er an der Bosphorus University Physik und Wissenschaftsgeschichte unterrichtet hat. Er hat zahlreiche Reisebücher und historische Sachbücher über Venedig, Athen, Griechenland, die Türkei und das Osmanische Reich veröffentlicht.

Leseprobe zu "Platon in Bagdad" von John Freely

PDF anzeigen

Inhaltsangabe

- Einleitung 7

1. Ionien: Die ersten Naturphilosophen 11

2. Das klassische Athen: Die Schule von Hellas 35

3. Das hellenistische Alexandria: Museion und Bibliothek 53

4. Von Athen nach Rom, Konstantinopel und Gondischapur 83

5. Bagdads Haus der Weisheit: Vom Griechischen ins Arabische 99

6. Die islamische Renaissance 113

7. Kairo und Damaskus 129

8. Al-Andalus, das maurische Spanien 143

9. Von Toledo bis Palermo: Arabisch ins Lateinische 161

10. Paris und Oxford I: Aristoteles wird neu gelesen 183

11. Paris und Oxford II: Die Entstehung der europäischen Wissenschaften 199

12. Von Byzanz nach Italien: Griechisch ins Lateinische 219

13. Die Revolution der Himmelssphären 237

14. Heliozentrisches versus geozentrisches Weltbild 253

15. Die wissenschaftliche Revolution 279

16. Von Samarkand bis Istanbul: Die lange Abenddämmerung der islamischen Wissenschaften 299

17. Verlorenes Wissen - wiedergefundenes Wissen 313

18. Harran: Die Straße nach Bagdad 329

- Dank 338

- Zitatnachweis 339

- Bildnachweis 354

- Verzeichnis der Quellen und Literatur 355

- Register 374

3 Marktplatz-Angebote für "Platon in Bagdad" ab EUR 18,20

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 18,20 3,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, Skrill/Moneybookers, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Steinberger Hof 99,6% ansehen
gebraucht; wie neu 23,70 0,00 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung jo1u 98,4% ansehen
25,00 2,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Kreditkarte, Lastschrift, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Bergische Bücherstube 99,1% ansehen