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Veduten und Landschaften
1996-2000. Dtsch.-Engl. Mit e. Text v. Rupert Pfab.
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Schirmer/Mosel
- 2000
- 2000.
- Ausstattung/Bilder: 131 S. m. 60 Farbtaf.
- Seitenzahl: 132
- Deutsch
- Abmessung: 349mm x 297mm x 22mm
- Gewicht: 1540g
- ISBN-13: 9783888149368
- ISBN-10: 3888149363
- Best.Nr.: 09035507
Produktbeschreibung zu "Veduten und Landschaften"
Beschreibung
Essers Landschaften und Städteansichten atmen die Stille und den romantischen Geist des frühen 19. Jahrhunderts. Seine Aufnahmen von Meeresküsten, Marschlandschaften, Flußläufen und fernen Horizonten könnten auch aus dem vergangenen Jahrhundert stammen - wäre da nicht das Phänomen der Farbphotographie. Wie Ton in Ton gehaltene Aquarelle oder ausgeblichene historische Postkarten - die er seit seiner Kindheit sammelt - wirken Essers Bilder; sie ziehen den Betrachter unwillkürlich in eine unbestimmbar weit zurückliegende Vergangenheit, obwohl sie hier und heute aufgenommen und ohne jeden Zweifel gegenwärtig sind. Diese lyrische Qualität geht neben den gewählten Motiven, die jeden zivilisatorischen oder gar touristischen Aspekt aussparen, auf lange Belichtungszeiten und eine spezielle Entwicklungstechnik zurück und ist - natürlich - bewußt eingesetzt. Denn für Esser ist Photographie die traditionelle Form der Huldigung an die Schönheit, ein Mittel zur emotionalen Verortung von Erinnerungen.
Recalling early 19th century romanticism, Elger Esser's collection of his famous photographic landscapes in France, Italy and Scotland 'Vedutas and Landscapes', make a book of special visual poetry. Meanwhile a sought-after classic, it is now available again.
11.08.2001
Aus der Zeit gefallen: Fotografien von Elger
Esser
Auf den ersten Blick könnte man die Fotografien Elger Essers für
Altmeistergemälde halten, für zarte Aquarelle von Turnerscher
Farbigkeit - bis man merkt, daß es ihnen dafür an Leben fehlt. Auf
Essers monochrom wirkenden Landschaftsaufnahmen stören keine
Elektromasten, keine Satellitenschüsseln, keine Hochhäuser und vor
allem keine Menschen. Die Häuser, die er zeigt, sind verfallen, die
Bauwerke marode. Kein Luftzug kräuselt die trüben Gewässer. Über
allem der immer gleiche, gleichgültige Himmel, an dem keine Wolke
auszumachen ist. Blickt Esser auf ein italienisches Dorf, so meint
man, eine ghost town im Mittagsdunst liegen zu sehen. Die Stille
ist greifbar; Fenster und Türen sind gähnende Löcher, kein Mensch
sitzt vor dem Haus, kein Hund läuft durch die Gassen. Nur ein
Baugerüst und ein Kran in der Ferne verweisen auf eine vertraute
Zeit.
Obwohl die Details stimmen, nichts weggelassen oder retuschiert
wird, befinden sich Essers Landschaften in einem merkwürdigen
Übergangsstadium. Seine Motive sind aus der Zeit gefallen,
verwirrend entrückt und doch real. Himmel und Wasser scheinen …
11.08.2001
Merkwürdige Welten zeigt Elger Esser in seinen Fotografien, meint
der mit fvl. zeichnende Rezensent: auf den ersten Blick könne man
an "Altmeistergemälde" denken, dann aber merke man, dass
etwas fehlt: Leben. Man sieht kaum Menschen, nur den "immer
gleichen, gleichgültigen Himmel". Kaum, findet der Rezensent,
merkt man den Fotografien an, dass Esser der jüngste Meisterschüler
der Becher-Klasse ist, Ähnlichkeiten erkennt er eher zu
"frühester Fotografie". Ihren "Sog" entwickeln
die Bilder nur langsam und unaufdringlich, so das Fazit der
Besprechung, und zwar dank ihrer hervorstechenden Eigenschaft: der
"Ruhe", die sie "verströmen".
© Perlentaucher Medien GmbH
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