Die blutjunge Effi Briest heiratet den um fast zwanzig Jahre
älteren Landrat Innstetten. Mit der Ehe verkehrt sich ihre
sprühende Lebenslust in bittere Einsamkeit. Alleiniger Begleiter
ihres tristen Daseins ist ein Spuk, der Geist eines Chinesen im
Hause Innstettens. Isoliert und verängstigt stürzt sich Effi in
eine Affäre. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.
Nach einer behüteten Kindheit heiratet die 17jährige Effi, dem
Willen ihrer Eltern entsprechend, den fast 20 Jahre älteren Baron
von Innstetten, ein Jugendfreund ihrer Mutter, dem sie nach Kessin,
einem kleinen Ort an der Ostsee folgt. In dem etwas unheimlich
anmutenden Haus des Barons vereinsamt die junge, phantasievolle und
lebhafte Effi, der es schwerfällt, in ihrer neuen Heimat Anschluß
zu finden. Auch die Geburt ihrer Tochter kann sie nicht über ihre
innere Vereinsamung hinwegtäuschen. Viel von ihrem Mann
alleingelassen, geht Effi, der die Lüge eigentlich zuwider ist,
fast gegen ihren Willen eine Liebesbeziehung zu dem neuen
Bezirkskommandanten Crampas ein, der sie zuvor lange vergeblich
umworben hatte. Diese eher leidenschaftslose Beziehung ist zu Effis
Erleichterung beendet, als ihr Mann nach Berlin versetzt wird. Die
Zeit in Berlin gestaltet sich harmonisch - bis Innstetten durch
Zufall Briefe findet, die Crampas während der Kessiner Zeit an Effi
geschrieben hatte.
Theodor Fontane (1819-98) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30 Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und Erzählungen zu schreiben. Seine Romane und Novellen, die vielfach verfilmt wurden, zählen zu den meistgelesenen Klassikern des 19. Jahrhunderts.
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