Die schöne junge Cécile, ehemalige Geliebte eines Fürsten und in
liebloser Ehe gefangen, erwidert die Gefühle eines Verehrers – doch
ihr Vorleben holt sie ein. Meisterhaft flicht Fontane seine Kritik
an den heuchlerischen gesellschaftlichen Normen zum Ende des 19.
Jahrhunderts in seinen berühmten Roman ein.
Der erste Roman aus Fontanes "Ehetrilogie" skizziert in
meisterlichen Gesprächen sowie in subtil entsponnener Handlung die
Brüchigkeit der von Adel und Militär geprägten Normen der Berliner
Gesellschaft am Ende des 19. Jahrhunderts.
»Wie auch in "Effi Briest" und "L'Adultera" skizziert Fontane in Dialog und Handlung die Fragwürdigkeit gesellschaftlicher Normen, unter denen besonders die Frauen zu leiden haben. Eine rückblickend von Liebe, Achtung und Güte gezeichnete Liaison wird gegen eine liebesleere Konvenienzehe eingetauscht, und verkrustete Ehrbegriffe zerstören in erbarmungsloser Konsequenz zwei Leben.« city-trends.de
Theodor Fontane (1819-98) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30 Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und Erzählungen zu schreiben. Seine Romane und Novellen, die vielfach verfilmt wurden, zählen zu den meistgelesenen Klassikern des 19. Jahrhunderts.