Endstation Auschwitz - Klarsfeld, Beate; Klarsfeld, Serge

Beate Klarsfeld Serge Klarsfeld 

Endstation Auschwitz

Die Deportation deutscher und österreichischer jüdischer Kinder aus Frankreich. Ein Erinnerungsbuch

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Produktbeschreibung zu Endstation Auschwitz

Während der deutschen Besatzung Frankreichs wurden zu bewahren. von dort rund 76.000 Juden in die Vernichtungslager de-portiert, darunter über 11.000 Kinder, die nach dem Transport sofort ermordet wurden. Etwa 800 dieser Kin-der stammten aus Deutschland und Österreich. Von dort waren sie mit ihren Eltern vor den Nationalsozialisten nach Frankreich geflohen. Mit großem Engagement haben Beate und Serge Klarsfeld alle verfügbaren Informationen über diese Kinder zusammengetragen, um an ihr Schicksal zu erinnern und sie vor dem Ver-gessen zu bewahren. Es finden sich Briefe der Kinder an ihre Eltern und Freunde, teilweise in Handschrift, und andere Dokumente wie Kopien von Reisepässen, Deportationslisten oder Zeitungsartikel. Viele Lebensläufe lassen sich so gut dokumentieren. Neben Lebensdaten, Herkunftsort der Kinder und Nummer ihres Transports blicken uns auf etwa 200 Fotos ihre Gesichter an. Mit diesem Buch soll an das Leben der ermordeten Kinder erinnert werden. Es hebt sie aus der anonymen Masse der Opfer heraus und macht sie wieder als Individuen sichtbar.Ein Vorwort von Serge Klarsfeld leitet das Buch ein. Es folgen die rekonstruierbaren Lebensläufe von 163 Kindern mit Fotos und anderen Dokumenten sowie eine vollständige Liste der ermittelten Kinder.

Produktinformation


  • Verlag: Böhlau
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 187 S. m. zahlr. Abb.
  • Seitenzahl: 187
  • Deutsch
  • Abmessung: 243mm x 164mm x 18mm
  • Gewicht: 555g
  • ISBN-13: 9783412201562
  • ISBN-10: 3412201561
  • Best.Nr.: 23368096
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.11.2008

Verschleppte Kinder
Eine Dokumentation der Morde an jungen französischen Juden
Eine Ohrfeige machte sie berühmt: Auf dem CDU-Parteitag 1968 in Berlin schlug sie Kanzler Kurt Georg Kiesinger und rief „Nazi, Nazi!” Das war ein symbolischer Akt: Die Kinder der Nazis schlagen ihre Väter. Sie wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, 1969 wurde die Strafe in vier Monate auf Bewährung umgewandelt. Heinrich Böll schickte ihr 50 rote Rosen nach Paris. Durch ihre Nachforschungen – und ihre Hartnäckigkeit – gelang es ihr, dass einige Nazi-Verbrecher doch noch zur juristischen Verantwortung gezogen werden konnten.
Der Impetus, über NS-Verbrecher und die Träger des Systems aufzuklären, ist ihr geblieben. Die sich antifaschistisch gebärdende 68er-Generation, so sagte sie einmal, habe sich nie die Mühe gemacht, sorgfältig zu recherchieren. Ihr selbst und ihrem Mann Serge, einem Opferanwalt, der als Kind nur durch Zufall vor Auschwitz bewahrt wurde, ist die „Dokumentensammelei” nicht zu mühselig. Die beiden sind „Nazijäger”, ein Wort, das so negativ klingt und doch so tief moralisch konnotiert ist.
Die Klarsfelds haben den Verein „Söhne …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Beeindruckt berichtet Ludger Heid von dieser Dokumentensammlung, enthält sich aber einer weiteren Bewertung. Ausführlich erzählt er von dem Projekt der Klarsfelds, die mehr als 30 jahre lang Zeugnisse Tausender jüdischer Kinder gesammelt, die von den Nazis aus Frankreich verschleppt und getötet wurden. Heid erinnert auch an das unseligen Verhalten der Bahn unter Hartmut Mehdorn, die sich trotz internationaler Proteste lange geweigert hatte, die Dokumentation der Klarsfelds auszustellen. Und schlißelich bemerkt Heid, dass in Deutschland niemand eine vergleichbare Arbeit geleistet hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.12.2008

Höllenfahrt
Vichy und Auschwitz

Wenigstens in der Erinnerung sollen sie leben, nachdem sie früh und bis dato oft unerkannt in den Gaskammern ermordet worden waren. Beate und Serge Klarsfeld, seit Jahrzehnten als Jäger von NS-Massenmördern und als Kämpfer gegen das Vergessen des Holocaust tätig, erinnern an jüdische Kinder, die zwischen 1942 und 1944 aus Frankreich in die Vernichtungslager im Osten deportiert wurden und dort bis auf wenige Ausnahmen umkamen. Die Autoren wählten an die zweihundert deutsche und österreichische Kinder aus, die zum Teil mit ihren Eltern, zum Teil unter der Obhut von Hilfsorganisationen in Frankreich Zuflucht gefunden hatten. Ab Sommer 1940 gelang es den deutschen Siegern, die französische Polizei als Helfer sowohl im von der Wehrmacht besetzten Nordfrankreich als auch im zunächst noch freien Südfrankreich zu gewinnen. Kein Ruhmesblatt für unser Nachbarland, das - auf einen von Marschall Pétain vom Badeort Vichy aus gelenkten Satellitenstaat von Hitlers Gnaden reduziert - die deutschen Direktiven zur Judenverfolgung oft von sich aus übertraf.

Den antisemitischen Eifer bezahlten an die 76 000 Juden mit …

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Beate Klarsfeld, geboren 1939 in Berlin, lebt in Paris und betreibt dort die "Serge und Beate Klarsfeld Foundation". Sie ist Journalistin und kämpft für die Aufklärung und Verfolgung von NS-Verbrechen.

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