Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft - Roubini, Nouriel; Mihm, Stephen

Nouriel Roubini Stephen Mihm 

Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft

Crisis Economics

Übersetzer: Pyka, Petra
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Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft

Der neue Superstar der Ökonomie

Nouriel Roubini ist der neue Superstar der Ökonomie. Kein anderer Ökonom hat so frühzeitig und präzise vor der Wirtschaftskrise gewarnt wie er. Zunächst von Fachkollegen ungläubig bestaunt, haben sich seine Prognosen als äußerst treff - sicher erwiesen. In seinem Buch liefert er eine große und fundierte Analyse der Krise und beantwortet die wichtigsten Fragen, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aktuell bewegen, wie: Wer ist schuld an der Krise, die Märkte oder der Staat? Was ist die Zukunft des Kapitalismus? Wie können wir das globale Wirtschaftssystem reformieren, um zukünftige Krisen zu verhindern? Roubini erklärt die globalen wirtschaftlichen Zusammenhänge ganz neu. Er schaut für uns in die Zukunft und sagt, wie die Weltwirtschaft aus der Krise herauskommen kann und draußen bleiben wird.


Produktinformation

  • Verlag: Campus Verlag
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 470 S.
  • Seitenzahl: 470
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 152mm x 35mm
  • Gewicht: 764g
  • ISBN-13: 9783593391021
  • ISBN-10: 3593391023
  • Best.Nr.: 28073689

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Mit Lob bedenkt Indira Gurbaxani dieses Buch über Weltwirtschaftskrisen, das der Nationalökonom und Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini und der Wirtschaftsjournalist Stephen Mihm vorgelegt haben. Präzise wie kein anderer Ökonom hat Roubini ihres Erachtens die Krise vorhergesagt. Vorliegendes Werk zeigt für sie, dass die Krise noch nicht vorbei ist. Sie attestiert den Autoren, die Geschichten früherer Wirtschaftskrisen darzulegen, Muster abzuleiten, die Krise der Gegenwart höchst kenntnisreich zu analysieren und auch Einschätzungen für die Zukunft abzugeben. Des Weiteren befassen sich die Autoren mit einer ganzen Reihe von weiteren Fragen: wer trägt die Schuld an der Krise? Wie können künftige Krisen verhindert werden? Welche Nachwirkungen hat die Krise? Gurbaxani schätzt an der Darstellung der Autoren insbesondere ihre Verständlichkeit. Ihr Fazit: ein Buch, das hilft, ökonomische Krisen wirklich zu verstehen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.01.2011

Nur keine Katastrophe
Nouriel Roubini gibt Ratschläge zur Vermeidung neuer Krisen

Wieder hat er zugeschlagen: "Dr. Doom" (Dr. Untergang), wie Nouriel Roubini unter Wirtschaftsexperten gerne genannt wird. Das vorliegende Buch, das er zusammen mit dem Wirtschaftsjournalisten Stephen Mihm geschrieben hat, führt dem Leser vor Augen, dass es mit der jüngsten Krise noch nicht vorbei ist. Im Gegenteil. Die Weltwirtschaft steht vielleicht am Rande des Zusammenbruchs, und um die Stabilität des Euro machen sich die Autoren erhebliche Sorgen.

Kein Ökonom hat die Krise mit solcher Präzision vorhergesagt wie der ehemalige Wirtschaftsberater der Administration Clinton und Wirtschaftsprofessor der Stern School of Business, New York. Auf dem Höhepunkt des Booms im September 2006 hielt Roubini einen Vortrag vor dem Internationalen Währungsfonds (IWF), in dem er von einem noch nie dagewesenen Schock für die amerikanische Wirtschaft sprach. Dabei hob er insbesondere auf einen Einbruch im Immobilienmarkt, einen Ölpreisschock und eine daraus resultierende Verschlechterung des Konsumklimas ab. Er sprach von einer kommenden tiefgreifenden Rezession. Die …

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Eines vorweg: Der deutsche Titel ist Quatsch. Vom Ende der Weltwirtschaft handelt dieses Buch nicht. Der Originaltitel, der in der deutschen Ausgabe als Untertitel fungiert, ist da schon präziser: Tatsächlich geht es Roubini und Mihm um eine neue Krisenökonomie. Man hat Roubini den unheilschwangeren Spitznamen „Dr. Doom“ gegeben, weil er als einer der ganz wenigen die große Finanzkrise des Jahres 2007 bereits kommen sah, als alle Welt noch positiv in die Zukunft blickte. Die Kernthese des Krisendoktors: Erschütterungen vom Kaliber der Weltwirtschaftskrise sind keine „schwarzen Schwäne“ – also extrem unwahrscheinliche Ereignisse –, sondern im Gegenteil vollkommen normale, sich ständig wiederholende Korrekturprozesse. Entsprechend geht der Blick im Buch öfter zurück als nach vorn. Die Autoren zeigen, wie sich die aktuelle Krise mit historischen Talfahrten der Wirtschaft vergleichen lässt und wie das Programm solcher Krisen abläuft. Roubinis und Mihms Analyse ist in verständlichem und griffigem Stil verfasst. getAbstract empfiehlt das Buch als eine der besten Aufarbeitungen der jüngsten Krise allen, die wissen wollen, was schieflief und welche Reformen des Finanzsystems dringend nötig sind.
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17.01.2011, Frankfurter Allgemeine Zeitung Nur keine Katastrophe "Was dem Leser geboten wird, ist eine fundierte Analyse der Krise und Antworten auf jene Fragen, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aktuell bewegen ... Das Buch hilft in jedem Fall, Krisen zu verstehen, und macht zugleich Hoffnung, dass es bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Reformen nicht wieder zu solchen Katastrophen kommt."

10.05.2010, Der Spiegel Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft "Nouriel Roubini gilt als der Prophet der Finanzkrise."
Nouriel Roubini, Jahrgang 1959, ist Wirtschaftsprofessor an der Stern School of Business der New York University. Unter Bill Clinton war er Wirtschaftsberater des Weißen Hauses und des amerikanischen Finanzministeriums. Seine einzigartig frühe und exakte Prognose der Weltwirtschaftskrise brachte ihm den Spitznamen "Dr. Doom" ("Dr. Untergang") ein. Er ist einer der bekanntesten und gefragtesten Wirtschaftsexperten der Welt.

Leseprobe zu "Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft"

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Leseprobe zu "Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft"

Kapitel 6 Die letzte Rettung (S. 185-187)

Als die Vereinigten Staaten im Jahr 2007 von der schlimmsten Finanzkrise seit Generationen heimgesucht wurden, war Ben Bernanke gerade zum Chef der amerikanischen Notenbank ernannt worden – ein bemerkenswerter Zufall, denn Bernanke war einer der führenden Experten für die Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre. Er wusste über die komplexe Dynamik hinter diesem weltverändernden Ereignis so viel wie kaum ein anderer Wirtschaftswissenschaftler der Gegenwart. Während seiner akademischen Laufbahn hatte er wegweisende Artikel über die Ursachen und Auswirkungen der schlimmsten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Vereinigten Staaten verfasst.

Bernanke bezog sich dabei auf die Pionierarbeit der Monetaristen Milton Friedman und Anna Jacobson Schwartz. Wie wir in Kapitel 2 gesehen haben, hatten die beiden Vordenker mit früheren Auslegungen der Weltwirtschaftskrise gebrochen und behauptet, die Geldpolitik – mit freundlicher Empfehlung der Notenbank – sei für das Debakel verantwortlich gewesen. Nach ihrer Interpretation hatte es die Notenbank durch Untätigkeit und Unfähigkeit nicht nur versäumt, die Katastrophe zu verhindern, sondern sogar zu ihrer Entstehung beigetragen. Diese These griff Bernanke auf und entwickelte sie weiter. Er legte dar, wie der Kollaps des Finanzsystems Sand ins Getriebe der Wirtschaft geworfen und die Nation in eine schwere Krise gestürzt habe.

Bernankes kritische Beurteilung der historischen Rolle, die die Notenbank während der großen Krise gespielt hatte, und seine Verehrung für Friedman wurden im Jahr 2002 auf der Feier zum neunzigsten Geburtstag des betagten Wirtschaftswissenschaftlers deutlich. Damals gehörte Bernanke bereits dem Notenbankrat an. In seiner Ansprache wandte er sich mit folgender Bemerkung an die beiden Veteranen der Wirtschaftswissenschaft: »Sie hatten Recht, wir waren schuld [an der Weltwirtschaftskrise]. Wir bedauern das sehr. Aber Ihnen ist es zu verdanken, dass es nicht wieder dazu kommen wird.«

Dieser Mann war also für die Geldpolitik zuständig, als die Krise begann. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass er die Ereignisse durch die Brille der knapp 80 Jahre zurückliegenden Geschehnisse betrachtete und entsprechend handelte. Er brach Regeln und erprobte neue Instrumente. Die Geschichte durfte sich nicht wiederholen. Wie Bernanke im Sommer 2009 zu einem Journalisten sagte: »Ich wollte nicht der Notenbankchef werden, in dessen Amtszeit die zweite Weltwirtschaftskrise fällt.«

Zu diesem Zweck revolutionierte Bernanke die Geldpolitik mit einer atemberaubenden Reihe von Eingriffen in das Finanzsystem, die bis heute nur wenige durchschauen. Manche dieser Schritte hatte Bernanke bereits in petto, andere erfand er im Lauf der Monate, als die Gefahr einer Deflation und einer umfassenden Wirtschaftskrise zunahm. Er zog alle Register, von der konventionellen Währungspolitik wie der Nullzinspolitik bis hin zu beispiellosen Maßnahmen, die in vielerlei Hinsicht eine massive Ausweitung der wirtschaftspolitischen Befugnisse der Notenbank darstellten.

Diese Interventionen trugen vermutlich zur Abwendung einer neuen Weltwirtschaftskrise bei, warfen aber eine ganze Reihe beunruhigender Probleme auf. Neben der Frage, wie sich diese Schritte wieder zurücknehmen ließen, wenn sie erst einmal getan waren, barg Bernankes Politik die Gefahr, das leichtfertige Risikoverhalten der Manager im großen Stil zu fördern. In ihrem Eifer, das Finanzsystem zu stützen, rettete die Notenbank nicht nur nicht liquide, sondern auch zahlungsunfähige Finanzinstitute. Dies hatte eine Präzedenzwirkung, die schwer rückgängig zu machen sein wird und langfristig die Disziplin des Marktes aushöhlen könnte. Dies wiederum könnte den Boden für größere Blasen und verheerendere Krisen bereiten. Nicht minder problematisch ist, dass manche der währungspolitischen Strategien Bernankes einen Eingriff in die traditionellen finanzpolitischen Rechte der Regierung, vor allem in der Ausgabenpolitik, darstellen.

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