Cityboy - Anderson, Geraint

Geraint Anderson 

Cityboy

Geld, Sex und Drogen im Herzen des Londoner Finanzdistrikts

Übersetzer: Kleinau, Tilmann
Gebundenes Buch
 
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
25 ebmiles sammeln
EUR 24,90
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Cityboy

Geraint Anderson ist ein Insider. Er kennt das Finanzsystem und er hat darüber geschrieben. Er arbeitete zwölf Jahre als Analyst in Europas Finanzmetropole London und wurde in seinem Fachgebiet mehrmals zum besten Analysten aller Banken der Stadt gewählt. Was keiner wusste: Während der letzten beiden Jahre seiner beruflichen Tätigkeit ging er einem brisanten Nebenjob nach. 22 Monate war seine Identität eines der bestgehütetsten Geheimnisse der Londoner City. Unter dem Pseudonym "City Boy" veröffentlichte er in der Gratiszeitung "The London Paper" schmutzige Details aus der Londoner Finanzwelt. 500.000 Leser verfolgten jeden Freitag seine Geschichten von ausufernden Hummer- und Champagner-Abenden auf Spesenrechnung, Drogenexzessen, Prostitution und illegalem Aktienhandel.
Mittlerweile ist er komplett ausgestiegen und hat ein Enthüllungsbuch geschrieben: "City Boy. Beer and Loathing in the Square Mile".

Produktinformation


  • Verlag: Börsenmedien
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 281 S.
  • Seitenzahl: 288
  • Der Aktionär Edition
  • Best.Nr. des Verlages: 37645
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 150mm x 27mm
  • Gewicht: 570g
  • ISBN-13: 9783938350881
  • ISBN-10: 3938350881
  • Best.Nr.: 25604897
'As a primer to back-stabbing, bullying, drug-taking, gambling, boozing, lap-dancing, this takes some beating ... a necessary and valuable book' -- Evening Standard 'Engaging, timely and important' -- Times 'His timing couldn't be better ... London's pernicious financial world reveals itself in all its ugliness' -- Daily Mail 'Excruciatingly candid' -- Sunday Times

»Anderson ist so etwas wie ein Kronzeuge der Bankenkultur.« Der Spiegel.
Eigentlich wollte Geraint Anderson Weltenbummler werden. Ein Vorstellungsgespräch in der Londoner City änderte alles schlagartig. Anderson wurde zu einem der besten Analysten der Stadt. 2006 erhielt er die Gelegenheit, anonym die Kolumne "Cityboy" zu schreiben, in der er über die Schattenseite der Geldindustrie schrieb. "Cityboy" wurde Kult.

Leseprobe zu "Cityboy" von Geraint Anderson

4 DAS GENIE (S. 99-100)

Michael Brent ein Genie zu nennen, hieße, seine Intelligenz zu beleidigen. Sobald ich das Glück hatte, ihn kennenzulernen, wusste ich, er war der Staranalyst, an dessen Rockschöße ich mich mit all meiner Kraft heften musste, wollte ich meine gottgegebene Mission erreichen. Um meine intellektuelle Beschränktheit wissend war mir klar, dass ich jemanden wie Michael Brent in meinem Team brauchte, um dem überheblichen Hugo Bentley zu zeigen, wo der Hammer hing. Michael war das Gehirn und ich war dazu da, seine Ideen umzusetzen. Es war im Februar 1999. Ich hatte gerade meinen zweiten Bonus erhalten, da rief mich ein Headhunter an.

Drei Wochen zuvor hatte David Flynn mich in einen kleinen Raum mitgenommen, mir einen Briefumschlag überreicht und mir eröffnet, mein Bonus für das Vorjahr betrage 50.000 Pfund und mein Gehalt werde auf 45.000 Pfund erhöht – plus einer Zulage von 6.000 Pfund für einen Geschäftswagen –, was in Anbetracht der Tatsache, dass ich gar kein Auto hatte, sehr großzügig war. Im Gegensatz zum Vorjahr wusste ich inzwischen, dass ich so tun musste, als sei ich beleidigt.

Dabei konnte ich es gar nicht glauben, dass diese Halunken mir so viel Geld dafür geben wollten, dass ich feine Pinkel ausführte und betrunken machte und mir irgendwelchen Unsinn über eine ziemlich unbedeutende Sparte aus den Fingern saugte. Ich verließ den Raum, indem ich die Tür laut zuwarf und die beleidigte Leberwurst spielte, so als hätte David mich gerade gefragt, ob ich ihm mal meine Freundin ausleihe. Ich ging und stellte mir vor, wie David jetzt innerlich grinste, denn er erkannte bestimmt an meinem Verhalten, dass sein Schüler die Spielregeln gelernt hatte. Später rief ich meinen Vater an, um ihm zu erzählen, was diese Clowns mir zahlen wollten. Er weinte fast vor Freude – seine linksliberalen Bedenken gegen meine Börsenkarriere verloren gegen den Stolz des Arbeiters auf die Erfolge seines Sohnes. Ich hatte begonnen, ans große Geld zu kommen – jetzt wollte ich ein Ticket erster Klasse haben.

Das Telefon klingelte. „Hallo, hier ist James Cassock – Personalberater. Können wir uns ungestört unterhalten?“ Fast alle Headhunter der City beginnen ihre Telefonate so. Sie wissen, dass jeder einzelne Anruf in einer Investmentbank aufgezeichnet wird und dass alle diese Mitschnitte mindestens fünf Jahre lang gespeichert werden. Das wird hauptsächlich gemacht, um Insiderhandel vorzubeugen, aber auch für den Fall, dass Kunden bestreiten, eine telefonische Order gegeben zu haben und einen Nachweis verlangen.

Die sogenannten Personalberater wussten natürlich auch, dass wir im Allgemeinen unsere Gespräche mit ihnen vor unseren Kollegen geheim halten wollten. Sofern man es nicht gerade kurz vor der Bonus-Auszahlungszeit darauf anlegte, ein gefragter Mann zu sein, waren Diskussionen über einen Arbeitsplatzwechsel nicht gern gesehen, denn sie galten als illoyal dem Team gegenüber, und das sogar in der Investmentbranche. James Cassock wusste, dass meine Kollegen um mich herum bald Verdacht schöpfen würden, wenn ich anfing, leise über Garantieboni und so weiter zu sprechen – daher seine Frage.


Blick ins Buch "Cityboy"

Andere Kunden interessierten sich auch für

2 Marktplatz-Angebote für "Cityboy" ab EUR 9,90

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 9,90 1,95 Banküberweisung, PayPal, moneybookers, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Buchservice Lars Lutzer 99,4% ansehen
14,00 0,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), offene Rechnung Antiquariat Dr. Manfred Teubner  % ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema

Artikelseite zu "Cityboy" Drucken

Geraint Anderson 

Cityboy

Cityboy - Anderson, Geraint

Geld, Sex und Drogen im Herzen des Londoner Finanzdistrikts

Übersetzer: Kleinau, Tilmann

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
  • EUR 24,90
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 25 Webmiles sammeln
  • kaufen
  • Sofort lieferbar

Andere Ausgaben:
Produktinformation
  • Verlag: Börsenmedien
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 281 S.
  • Seitenzahl: 288
  • Der Aktionär Edition
  • Best.Nr. des Verlages: 37645
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 150mm x 27mm
  • Gewicht: 570g
  • ISBN-13: 9783938350881
  • ISBN-10: 3938350881
  • Best.Nr.: 25604897

Leseprobe

Produktbeschreibung zu "Cityboy"

Beschreibung

Geraint Anderson ist ein Insider. Er kennt das Finanzsystem und er hat darüber geschrieben. Er arbeitete zwölf Jahre als Analyst in Europas Finanzmetropole London und wurde in seinem Fachgebiet mehrmals zum besten Analysten aller Banken der Stadt gewählt. Was keiner wusste: Während der letzten beiden Jahre seiner beruflichen Tätigkeit ging er einem brisanten Nebenjob nach. 22 Monate war seine Identität eines der bestgehütetsten Geheimnisse der Londoner City. Unter dem Pseudonym "City Boy" veröffentlichte er in der Gratiszeitung "The London Paper" schmutzige Details aus der Londoner Finanzwelt. 500.000 Leser verfolgten jeden Freitag seine Geschichten von ausufernden Hummer- und Champagner-Abenden auf Spesenrechnung, Drogenexzessen, Prostitution und illegalem Aktienhandel.
Mittlerweile ist er komplett ausgestiegen und hat ein Enthüllungsbuch geschrieben: "City Boy. Beer and Loathing in the Square Mile".

Leseprobe zu "Cityboy" von Geraint Anderson

4 DAS GENIE (S. 99-100)

Michael Brent ein Genie zu nennen, hieße, seine Intelligenz zu beleidigen. Sobald ich das Glück hatte, ihn kennenzulernen, wusste ich, er war der Staranalyst, an dessen Rockschöße ich mich mit all meiner Kraft heften musste, wollte ich meine gottgegebene Mission erreichen. Um meine intellektuelle Beschränktheit wissend war mir klar, dass ich jemanden wie Michael Brent in meinem Team brauchte, um dem überheblichen Hugo Bentley zu zeigen, wo der Hammer hing. Michael war das Gehirn und ich war dazu da, seine Ideen umzusetzen. Es war im Februar 1999. Ich hatte gerade meinen zweiten Bonus erhalten, da rief mich ein Headhunter an.

Drei Wochen zuvor hatte David Flynn mich in einen kleinen Raum mitgenommen, mir einen Briefumschlag überreicht und mir eröffnet, mein Bonus für das Vorjahr betrage 50.000 Pfund und mein Gehalt werde auf 45.000 Pfund erhöht – plus einer Zulage von 6.000 Pfund für einen Geschäftswagen –, was in Anbetracht der Tatsache, dass ich gar kein Auto hatte, sehr großzügig war. Im Gegensatz zum Vorjahr wusste ich inzwischen, dass ich so tun musste, als sei ich beleidigt.

Dabei konnte ich …

mehr

Detailinfo

Rezensionen und Kritik

'As a primer to back-stabbing, bullying, drug-taking, gambling, boozing, lap-dancing, this takes some beating ... a necessary and valuable book' -- Evening Standard 'Engaging, timely and important' -- Times 'His timing couldn't be better ... London's pernicious financial world reveals itself in all its ugliness' -- Daily Mail 'Excruciatingly candid' -- Sunday Times

Rezensionen und Kritik

»Anderson ist so etwas wie ein Kronzeuge der Bankenkultur.« Der Spiegel.

Autorenporträt zu "Geraint Anderson"

Eigentlich wollte Geraint Anderson Weltenbummler werden. Ein Vorstellungsgespräch in der Londoner City änderte alles schlagartig. Anderson wurde zu einem der besten Analysten der Stadt. 2006 erhielt er die Gelegenheit, anonym die Kolumne "Cityboy" zu schreiben, in der er über die Schattenseite der Geldindustrie schrieb. "Cityboy" wurde Kult.

2 Marktplatz-Angebote für "Cityboy" ab EUR 9,90
Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 9,90 1,95 Banküberweisung, PayPal, moneybookers, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Buchservice Lars Lutzer 99,4% ansehen
14,00 0,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), offene Rechnung Antiquariat Dr. Manfred Teubner  % ansehen

nach oben

WirtschaftswissenschaftenBankwesen, BörseAnalyseElectronic BankingFinanzmarktFutures, Optionen & DerivateInvestment BankingRetail Banking