Die erste Auflage der "Formenlehre der Norddeutschen
Backsteingotik" erschien im Jahre 1900. Auf 65 Foliotafeln,
versehen mit einer Einleitung des Autors, wurden sowohl die
märkischen Bauten als auch die der Küstenregion vorgestellt. Als
umfangreichstes Sammelwerk zu diesem Thema stieß das Buch auf ein
großes Interesse und konnte bereits 1907 in zweiter, erweiterter
Auflage erscheinen. Das Werk richtete sich nicht nur an Kunst- und
Architekturhistoriker, sondern war auch für Architekten eine
geschätzte Quelle. Dem kam vor allem die Anordnung des Stoffes
zugute, die nicht chronologisch, sondern nach Baugattungen und
-details gewählt war. So bot es nicht nur einen Überblick über die
historischen Bauwerke, sondern wurde zugleich die wichtigste
"Programmschrift" der Backsteinneogotik um 1900. Ein
ausführliches Nachwort legt die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte
des Buches dar. Darüber hinaus wird erstmals auch das Oeuvre von
Fritz Gottlob vorgestellt, der nicht nur publizistisc h tätig war,
sondern vor allem als Architekt und Lehrer wirkte und um die
Jahrhundertwende zahlreiche Kirchen in Berlin und Umgebung
errichtete.