Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension
Nette Geschichten erzählt und nette Gedanken zu einem eigentlich ernsten Thema macht sich der Autor in seinem Buch über den ewigen Zwiespalt zwischen Tiere essen und Tiere streicheln. Ein bisschen zu nett, findet Rezensent Burkhard Müller. Denn so nachvollziehbar ihm der an vielen Beispielen exemplifizierte Widerspruch des appetitgesteuerten Menschen auch erscheint, so wenig Haltung entdeckt er beim Autor. Der heitere Ton scheint ihm unangemessen. Und das Fazit, unser verqueres Verhältnis zum Tier sei und bleibe nun mal unvermeidlich, das hat Müller auch schon woanders und griffiger gelesen.
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"Seine jetzt auf Deutsch erschienene populäre Einführung zeichnet sich durch die völlige Abwesenheit jeden missionarischen Eifers aus." Eckhard Fuhr, Literarische Welt, 17.03.12 "Seriöse Wissenschaft, unglaublich humorvoll präsentiert". Annabelle, Ausgabe 6/2012 " ein abwechslungsreiches Buch voller Überraschungen, düsterer Abgründe und kaum zu fassender Widersprüche." Susanne Billig, Deutschlandradio, 13.04.12 "Hal Herzog ist ein Meister der wissenschaftlichen Unterhaltung - sein Buch über das widersprüchliche Verhältnis von Mensch und Tier gehört zum Besten, was in den letzten Jahren zum Thema erschienen ist. Ein überaus lesenswertes Buch!" Ilona Jerger, Natur+Kosmos, 20.04.12 "Mit viel Humor und mit Anekdoten aus seiner Feldforschung ergründet Herzog die schwierige Beziehung von Mensch und Tier, oft nachdenklich, nie missionierend." Zeit Wissen, April/Mai 2012 "Seine jetzt auf Deutsch erschienene populäre Einführung zeichnet sich durch die völlige Abwesenheit jeden missionarischen Eifers aus." Eckhard Fuhr, Literarische Welt, 17.03.12 "Seriöse Wissenschaft, unglaublich humorvoll präsentiert". Annabelle, Ausgabe 6/2012 " ein abwechslungsreiches Buch voller Überraschungen, düsterer Abgründe und kaum zu fassender Widersprüche." Susanne Billig, Deutschlandradio, 13.04.12
 | Besprechung von 23.05.2012 |
Die Lust am Fleisch
„Wir streicheln und wir essen sie“: Hal Herzog über das
Mensch-Tier-Paradox
Menschen sind widersprüchliche Wesen; und gerade in den
Widersprüchen steckt meistens ihre größte Lebendigkeit. Was aber
ihr Verhältnis zu den Tieren betrifft, erreichen sie den Grad des
Schizophrenen. Es mag einer der größte Tierfreund sein und all sein
Geld und seine Energie in einen „Gnadenhof“ für abgehalfterte
Pferde, Hunde, Affen gesteckt, haben – und doch der Ansicht sein,
ein Insekt, das ihn belästigt, habe den Tod verdient.
„,Ich habe folgende Regel‘, sagt er. ‚Wenn ich draußen bin und von
einer Bremse gestochen werde, darf ich sie totschlagen, wie man es
auch mit Moskitos macht. Aber wenn die Bremse zu mir ins Haus
fliegt, muss ich sie retten und nach draußen bringen.‘ Und dann
ergänzt er lächelnd: ‚Wo sie mich natürlich sticht, wenn ich das
nächste Mal rauskomme.‘ ‚Nanu? Das ist doch völlig verkehrt‘, sage
ich. Eigentlich wäre es in Ordnung, eine Bremse zu töten, die ins
Haus geflogen ist, weil sie ins eigene Revier eingedrungen ist.
Draußen allerdings sollte man die Bremse nicht töten, denn das ist
ihr Revier. …
 | Besprechung von 29.06.2012 |
MausgrauDie Beziehung zwischen Mensch und Tier ist voller Widersprüche. Wie könnte es sonst sein, dass die Tochter bei der Beerdigung der Familienmaus weint, bei ihrer grauen Verwandten, die über den Küchenboden flitzt, aber eine Mausefalle fordert? Mit solchen Paradoxien befasst sich der Anthrozoologe und Psychologieprofessor Hal Herzog in seinem Buch. Ob es um seine Hauskatze Tilly geht, die ihm ein schlechtes Gewissen bereitet, wenn sie eine Maus gefangen hat, oder seine Treffen mit Kampfhahnzüchtern, die vorgeben, ihre Tiere zu lieben, sie aber achtlos in eine Tonne werfen, wenn sie tot sind - das alles präsentiert Herzog mit leichter Hand. Schwachstellen sind die vielen Statistiken, die Herzog manchmal seitenlang ausbreitet und die manchmal schwer nachzuvollziehen sind. Zugutehalten muss man Herzog, dass es dezidiert nicht sein Ziel ist, die Ansichten seiner Leser zu ändern, er möchte lediglich zum Nachdenken anregen, wie er in seiner Einleitung schreibt. Dazu kann man sich auch Anstöße in dem umfangreichen Anmerkungsapparat holen. An Denkanstößen ist das Buch reich; wer bündige und letztgültige Antworten sucht, wird dagegen enttäuscht sein. …
"Seine jetzt auf Deutsch erschienene populäre Einführung zeichnet sich durch die völlige Abwesenheit jeden missionarischen Eifers aus." Eckhard Fuhr, Literarische Welt, 17.03.12 "Seriöse Wissenschaft, unglaublich humorvoll präsentiert". Annabelle, Ausgabe 6/2012 " ein abwechslungsreiches Buch voller Überraschungen, düsterer Abgründe und kaum zu fassender Widersprüche." Susanne Billig, Deutschlandradio, 13.04.12 "Hal Herzog ist ein Meister der wissenschaftlichen Unterhaltung - sein Buch über das widersprüchliche Verhältnis von Mensch und Tier gehört zum Besten, was in den letzten Jahren zum Thema erschienen ist. Ein überaus lesenswertes Buch!" Ilona Jerger, Natur+Kosmos, 20.04.12 "Mit viel Humor und mit Anekdoten aus seiner Feldforschung ergründet Herzog die schwierige Beziehung von Mensch und Tier, oft nachdenklich, nie missionierend." Zeit Wissen, April/Mai 2012"Seine jetzt auf Deutsch erschienene populäre Einführung zeichnet sich durch die völlige Abwesenheit jeden missionarischen Eifers aus." Eckhard Fuhr, Literarische Welt, 17.03.12 "Seriöse Wissenschaft, unglaublich humorvoll präsentiert". Annabelle, Ausgabe 6/2012 " ein abwechslungsreiches Buch voller Überraschungen, düsterer Abgründe und kaum zu fassender Widersprüche." Susanne Billig, Deutschlandradio, 13.04.12
Hal Herzog ist Mitbegründer der Anthrozoologie und führender Experte für Mensch-Tier-Beziehungen. Er ist Professor für Psychologie an der Western Carolina University und lebt in den Great Smoky Mountains.