Wir streicheln und wir essen sie - Herzog, Hal

Hal Herzog 

Wir streicheln und wir essen sie

Unser paradoxes Verhältnis zu Tieren

Aus d. Amerikan. v. Heike Schlatterer u. Helmut Dierlamm
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Wir streicheln und wir essen sie

Unser Verhältnis zu Tieren ist paradox. Wir halten Hunde als Gefährten, züchten Rinder, weil sie uns schmecken, und führen an Affen Laborversuche durch. Doch warum schleppen Mopsbesitzer ihre Lieblinge zum Hunde-Yoga - und machen sich anschließend bedenkenlos über ein Kalbsschnitzel her? Der Anthrozoologe Hal Herzog zeigt, wieso wir welche Tiere mögen, warum wir unbedingt an den Nutzen von Delfintherapie glauben wollen - und sich Hund und Herrchen häufig so ähnlich sehen. Ein Parforceritt durch das ethische Minenfeld der Mensch-Tier-Beziehungen. Nach der Lektüre dieses Buchs denken Sie nicht nur anders über Tiere, sondern auch über sich selbst. "Ein hinreißendes Buch." Julia Koch, Der Spiegel "Eine faszinierende und ausgesprochen unterhaltsame Entdeckungsreise in eine elementare Dimension unseres Lebens." Steven Pinker


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 315 S.
  • Seitenzahl: 315
  • Best.Nr. des Verlages: 552, 552/42922
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 149mm x 33mm
  • Gewicht: 538g
  • ISBN-13: 9783446429222
  • ISBN-10: 3446429220
  • Best.Nr.: 34521677

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Nette Geschichten erzählt und nette Gedanken zu einem eigentlich ernsten Thema macht sich der Autor in seinem Buch über den ewigen Zwiespalt zwischen Tiere essen und Tiere streicheln. Ein bisschen zu nett, findet Rezensent Burkhard Müller. Denn so nachvollziehbar ihm der an vielen Beispielen exemplifizierte Widerspruch des appetitgesteuerten Menschen auch erscheint, so wenig Haltung entdeckt er beim Autor. Der heitere Ton scheint ihm unangemessen. Und das Fazit, unser verqueres Verhältnis zum Tier sei und bleibe nun mal unvermeidlich, das hat Müller auch schon woanders und griffiger gelesen.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Seine jetzt auf Deutsch erschienene populäre Einführung zeichnet sich durch die völlige Abwesenheit jeden missionarischen Eifers aus." Eckhard Fuhr, Literarische Welt, 17.03.12 "Seriöse Wissenschaft, unglaublich humorvoll präsentiert". Annabelle, Ausgabe 6/2012 " ein abwechslungsreiches Buch voller Überraschungen, düsterer Abgründe und kaum zu fassender Widersprüche." Susanne Billig, Deutschlandradio, 13.04.12 "Hal Herzog ist ein Meister der wissenschaftlichen Unterhaltung - sein Buch über das widersprüchliche Verhältnis von Mensch und Tier gehört zum Besten, was in den letzten Jahren zum Thema erschienen ist. Ein überaus lesenswertes Buch!" Ilona Jerger, Natur+Kosmos, 20.04.12 "Mit viel Humor und mit Anekdoten aus seiner Feldforschung ergründet Herzog die schwierige Beziehung von Mensch und Tier, oft nachdenklich, nie missionierend." Zeit Wissen, April/Mai 2012 "Seine jetzt auf Deutsch erschienene populäre Einführung zeichnet sich durch die völlige Abwesenheit jeden missionarischen Eifers aus." Eckhard Fuhr, Literarische Welt, 17.03.12 "Seriöse Wissenschaft, unglaublich humorvoll präsentiert". Annabelle, Ausgabe 6/2012 " ein abwechslungsreiches Buch voller Überraschungen, düsterer Abgründe und kaum zu fassender Widersprüche." Susanne Billig, Deutschlandradio, 13.04.12

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.05.2012

Die Lust am Fleisch
„Wir streicheln und wir essen sie“: Hal Herzog über das Mensch-Tier-Paradox
Menschen sind widersprüchliche Wesen; und gerade in den Widersprüchen steckt meistens ihre größte Lebendigkeit. Was aber ihr Verhältnis zu den Tieren betrifft, erreichen sie den Grad des Schizophrenen. Es mag einer der größte Tierfreund sein und all sein Geld und seine Energie in einen „Gnadenhof“ für abgehalfterte Pferde, Hunde, Affen gesteckt, haben – und doch der Ansicht sein, ein Insekt, das ihn belästigt, habe den Tod verdient.
„,Ich habe folgende Regel‘, sagt er. ‚Wenn ich draußen bin und von einer Bremse gestochen werde, darf ich sie totschlagen, wie man es auch mit Moskitos macht. Aber wenn die Bremse zu mir ins Haus fliegt, muss ich sie retten und nach draußen bringen.‘ Und dann ergänzt er lächelnd: ‚Wo sie mich natürlich sticht, wenn ich das nächste Mal rauskomme.‘ ‚Nanu? Das ist doch völlig verkehrt‘, sage ich. Eigentlich wäre es in Ordnung, eine Bremse zu töten, die ins Haus geflogen ist, weil sie ins eigene Revier eingedrungen ist. Draußen allerdings sollte man die Bremse nicht töten, denn das ist ihr Revier. …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.06.2012

Mausgrau

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist voller Widersprüche. Wie könnte es sonst sein, dass die Tochter bei der Beerdigung der Familienmaus weint, bei ihrer grauen Verwandten, die über den Küchenboden flitzt, aber eine Mausefalle fordert? Mit solchen Paradoxien befasst sich der Anthrozoologe und Psychologieprofessor Hal Herzog in seinem Buch. Ob es um seine Hauskatze Tilly geht, die ihm ein schlechtes Gewissen bereitet, wenn sie eine Maus gefangen hat, oder seine Treffen mit Kampfhahnzüchtern, die vorgeben, ihre Tiere zu lieben, sie aber achtlos in eine Tonne werfen, wenn sie tot sind - das alles präsentiert Herzog mit leichter Hand. Schwachstellen sind die vielen Statistiken, die Herzog manchmal seitenlang ausbreitet und die manchmal schwer nachzuvollziehen sind. Zugutehalten muss man Herzog, dass es dezidiert nicht sein Ziel ist, die Ansichten seiner Leser zu ändern, er möchte lediglich zum Nachdenken anregen, wie er in seiner Einleitung schreibt. Dazu kann man sich auch Anstöße in dem umfangreichen Anmerkungsapparat holen. An Denkanstößen ist das Buch reich; wer bündige und letztgültige Antworten sucht, wird dagegen enttäuscht sein. …

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"Seine jetzt auf Deutsch erschienene populäre Einführung zeichnet sich durch die völlige Abwesenheit jeden missionarischen Eifers aus." Eckhard Fuhr, Literarische Welt, 17.03.12 "Seriöse Wissenschaft, unglaublich humorvoll präsentiert". Annabelle, Ausgabe 6/2012 " ein abwechslungsreiches Buch voller Überraschungen, düsterer Abgründe und kaum zu fassender Widersprüche." Susanne Billig, Deutschlandradio, 13.04.12 "Hal Herzog ist ein Meister der wissenschaftlichen Unterhaltung - sein Buch über das widersprüchliche Verhältnis von Mensch und Tier gehört zum Besten, was in den letzten Jahren zum Thema erschienen ist. Ein überaus lesenswertes Buch!" Ilona Jerger, Natur+Kosmos, 20.04.12 "Mit viel Humor und mit Anekdoten aus seiner Feldforschung ergründet Herzog die schwierige Beziehung von Mensch und Tier, oft nachdenklich, nie missionierend." Zeit Wissen, April/Mai 2012"Seine jetzt auf Deutsch erschienene populäre Einführung zeichnet sich durch die völlige Abwesenheit jeden missionarischen Eifers aus." Eckhard Fuhr, Literarische Welt, 17.03.12 "Seriöse Wissenschaft, unglaublich humorvoll präsentiert". Annabelle, Ausgabe 6/2012 " ein abwechslungsreiches Buch voller Überraschungen, düsterer Abgründe und kaum zu fassender Widersprüche." Susanne Billig, Deutschlandradio, 13.04.12
Hal Herzog ist Mitbegründer der Anthrozoologie und führender Experte für Mensch-Tier-Beziehungen. Er ist Professor für Psychologie an der Western Carolina University und lebt in den Great Smoky Mountains.

Leseprobe zu "Wir streicheln und wir essen sie"

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