Schwarzarbeit in Deutschland - Ein unkontrollierbares Kontinuum im tertiären Sektor
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Arbeit,
Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: 2,3, Ruhr-Universität
Bochum, Veranstaltung: Einführung in die AWI, 38 Quellen im
Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Viele Soziologen
dürften sich diese Frage gestellt haben: "In welcher
Gesellschaft leben wir eigentlich?". Zur Beantwortung dieser
Frage gibt es zahlreiche Antwortmöglichkeiten wie beispielsweise
Spassgesellschaft, Konsumgesellschaft, Risikogesellschaft (U.Beck),
Wissensgesellschaft, Informationsgesellschaft oder auch
Dienstleistungsgesellschaft (J.Fourastié ). "Die
wirtschaftliche Entwicklung wird einen tertiären Weltwandel immer
notwendiger machen." (Fourastié 1969: 211) So erklärte der
französische Ökonom Jean Fourastié die Entwicklung des tertiären
Sektors. Es heißt weiter, unsere Gesellschaft wandle sich immer
mehr zu einer Dienstleistungsgesellschaft, da in Deutschland die
Anzahl der sozialen Dienstleistungen stetig steigt. In diesem
Zusammenhang sagte Luhmann "Nächstenliebe ist OUT!"
(Luhmann 1973: 36). Soziale Dienste, die früher als
Nachbarschaftshilfe angeboten wurden, werden nun bezahlt. Auf Grund
des Booms der Dienstleistungsgesellschaft steigen auch die Zahlen
der Schwarzarbeiter, die eine "schnelle Mark" machen
wollen. Im Haushalt wird die Putzfrau nicht angemeldet oder die
Enkelin pflegt die Großmutter und erhält das Pflegegeld. Diese
Arbeit soll sich mit Schwarzarbeit in Dienstleistungen
beschäftigen, wie sie entsteht und verhindert werden kann. Daher
wird zunächst explizit auf die Gesellschaft und ihre Sektoren
eingegangen, um darauf folgend auf die Dienstleistungen einzugehen.
Ferner gibt es einen Einblick in den Bereich der Schwarzarbeit in
Deutschland. Hierbei wird auf die Entstehung und die Verhinderung
dieser eingegangen, sowie Beispiele gegeben. Schließlich werden im
Fazit Zukunftsaussichten sowie argumentatorische Erläuterungen zu
finden sein.