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Nach der Krise
Gibt es einen anderen Kapitalismus?
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Videoclip zu "Nach der Krise"
Produktinformation
- Verlag: Nagel & Kimche
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 111 S.
- Seitenzahl: 111
- Best.Nr. des Verlages: 547/00454
- Deutsch
- Abmessung: 211mm x 134mm x 20mm
- Gewicht: 227g
- ISBN-13: 9783312004546
- ISBN-10: 3312004543
- Best.Nr.: 26847109
Leseprobe zu "Nach der Krise"
Produktbeschreibung zu "Nach der Krise"
Kurzbeschreibung
Das System, das unser ganzes Leben prägt, hat versagt. Die Krise ist inzwischen allgegenwärtig: eine Krise der Finanz, der Wirtschaft, der Politik, vor allem des Vertrauens. Wie geht es nach ihr weiter? Der Ökonom und ehemalige Chefredakteur der ZEIT Roger de Weck skizziert einen neuen Kapitalismus, der das Kapital nicht gegen die Arbeit ausspielt, der die Umwelt nicht dem Wachstum opfert und der den Staat in die Pflicht nimmt. Ein spannendes, leicht lesbares Buch über die Wirtschaft, ihre Irrungen, ihre Chancen - ein hochaktueller Essay. 'Nach der Krise' bietet das, was im Kapitalismus derzeit am meisten gefragt und am wenigsten angeboten wird: Orientierung in Zeiten der großen Unordnung.
Beschreibung
15.02.2010
Revision des Kapitalismus?
Fünf Plädoyers für eine (öko)soziale Marktwirtschaft
Die zweite Weltwirtschaftskrise der Moderne ist in allen fünf zu
besprechenden Büchern ein zentrales Thema: Sie wird zum einen als
Versagen des Kapitalismus und zum anderen als die Folge der
Missachtung zentraler Ordnungsregeln der Marktwirtschaft
angesehen.
Für Heiner Geißler ist die Weltwirtschaftskrise die Konsequenz
eines sich weltweit ausbreitenden Kapitalismus, der der Gier nach
Profiten erlegen sei und die menschlichen Werte auf den Kopf
stelle. Die Globalisierung attackiert er, weil die internationalen
Finanzmärkte demokratische Entscheidungen ersetzt hätten. Sie
hätten sich der staatlichen Kontrolle entzogen und seien
schließlich zusammengebrochen. Nun müssten die Staaten sie
retten.
Seine Therapievorschläge laufen auf internationale Kontrollen der
Finanzmärkte und auf eine Abgabe auf weltweite Finanztransaktionen,
gemeinhin "Tobin-Steuer" genannt, hinaus. Damit bewegt er
sich im Hauptstrom der veröffentlichten Meinung. Zu prüfen wäre
freilich, ob die "Tobin-Steuer" Spekulationen unterbinden
soll - dann wäre sie eine Lenkungssteuer …
08.12.2009
Schluss mit den Quartalsberichten!
Roger de Weck entwirft einen anderen Kapitalismus
Eine Folge der Finanzkrise ist jetzt schon absehbar: Das ökonomische Denken wird sich repolitisieren. Die Zeiten, in denen mit Verweis auf die Eigengesetzlichkeit des globalen Marktgeschehens alle sozialen oder moralischen Ansprüche an Wirtschaftsleben und Finanzwesen abgeschmettert werden konnten, sind vorbei. Das von Ronald Reagan und Margaret Thatcher durchgesetzte Denken, das mit dem „Sieg” über den Kommunismus triumphale Züge annahm, war beherrscht von der Überzeugung, „die moralische Steuerung von Wirtschaft” (Luhmann) könne nur dysfunktionale Wirkungen zeigen, ja es ließ am Ende Bankchefs durchdrehen, die wie Rolf Breuer die Finanzmärkte gar als „fünfte Gewalt” der Demokratie verstehen wollten.
Inzwischen entdecken Sozialhistoriker wie Hans-Ulrich Wehler sogar die historische Schule der Nationalökonomie wieder, also jenen Gustav von Schmoller, der die Volkswirtschaft aus konkreten kulturellen und moralischen Voraussetzungen konstruieren wollte. Wer hätte das gedacht! Dass die grundlegende Theorie der Marktwirtschaft von Adam Smith aus einem …
08.12.2009
Zustimmend hat Rezensent Gustav Seibt diese
"Streitschrift" für einen anderen Kapitalismus des
Wirtschaftsjournalisten Roger de Weck gelesen. Er unterstreicht die
Unterscheidung zwischen staatlicher Regulation und staatlicher
Intervention in der Volkswirtschaft, die der Autor trifft. Deutlich
wird für ihn, wie sehr sich zuletzt die Verhältnisse zuungunsten
der Staaten verschoben hatten. Gerade mit seinen sozialmoralischen
Überlegungen wird de Weck nach Ansicht Seibts bei vielen Lesern
"offene Türen einrennen". Demgegenüber "konkreter
und technischer" scheinen ihm die Vorschläge des Autors zur
Regulierung der Übermacht des Finanzsektors und großer Konzerne. In
diesem Zusammenhang hebt er auch Maßnahmen zur Entschleunigung und
die kritische Auseinandersetzung mit einem enthemmten Ökonomismus
hervor. Seibts Fazit: "Die Politik, die Demokratie müssen das
Heft wieder in die Hand bekommen."
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
"Roger der Wecks Argumente treffen den Kapitalismus
schmerzhaft. Wer Anstöße zum Umbau des Kapitalismus sucht, ohne
gleich zum Planwirtschaftler zu mutieren, hier findet er sie."
(Die Zeit, 2009)
"Die sozialmoralischen Erwägungen seien vor allem
Finanzmenschen und Bankangestellten zur Berichtigung ihrer
extremistischen Ansichten und zur Verbesserung der Kommunikation
mit den Steuerzahlern, die sie jetzt retten mussten, ans Herz
gelegt." (Süddeutsche Zeitung, 2009)
"In seinem gewohnt eleganten Stil entwirft Roger de Weck die
Skizze für einen besseren Kapitalismus, für ein Wirtschaftssystem,
das den Menschen dient. Mit seinem Buch lanciert er die notwendige
Diskussion darüber, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen."
(Sonntagszeitung, 2009)
"De Wecks Streitschrift fusst auf solidem theoretischem
Hintergrund, ist leicht lesbar, ohne sich populistischer Phrasen zu
bedienen, und sie erscheint zum richtigen Zeitpunkt: Da widerlegt
einer in methodisch und stilistisch hervorragender Weise die oft
gehörte Klage, wonach die satte Schweiz zu einer Debatte über Wege
aus der Krise nicht imstande sei." (Neue Zürcher Zeitung,
2010)
"Roger de Weck ist …
Rezensionen und Kritik
Der Kapitalismus ist tot, es lebe der Kapitalismus! Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise gibt Anlass zur Systemkritik, doch einen Systemwechsel fordert kaum einer – auch nicht Roger de Weck. Allerdings stellt der ehemalige Chefredakteur der Zeit und des Tages-Anzeigers die Schwächen des Kapitalismus ins Zentrum. So treffsicher seine Analyse ist, so kleinteilig fällt das Ergebnis aus. Das skizzierte ökosoziale Reformprojekt besteht aus lauter zarten Pflanzen, in deren Ansammlung nicht jeder Leser einen heranwachsenden Wald erkennen wird. De Weck, der das Hektische am Kapitalismus anprangert, eilt selbst von rechts nach links und von groß zu klein. Das ist unterhaltsam, aber der Streifzug lässt jene ratlos zurück, die auf manche Fragen eine handfeste Antwort haben wollen – darunter so gewichtige wie jene nach der Zukunft der Zentralbanken oder der Aktiengesellschaften. Trotzdem ist das Buch sehr lesenswert, und getAbstract empfiehlt es allen, die mit dem feingeistigen Roger de Weck über Optionen nach der Krise nachdenken wollen.
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