Mythos Überfremdung - Saunders, Doug

Mythos Überfremdung

Eine Abrechnung. "Unsere von Sarrazin geprägten Vorstellungen über muslimische Einwanderung sind falsch."

Doug Saunders 

Aus d. Engl. v. Werner Roller
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Mythos Überfremdung

Die Hölle, das sind die anderen.

Von Finnland bis Italien verändert derzeit ein Hirngespinst die politische Landschaft Europas: der Mythos der Überfremdung. Dem Weltbild paranoider Extremisten wie Anders Breivik oder der Mitglieder der Zwickauer Terrorzelle, dem Thesen-Anschlag eines Thilo Sarrazin und den Programmen skandinavischer "Heimat"-Parteien ist dabei eines gemein - ihre fremdenfeindliche Rhetorik bedient sich vermeintlich stichhaltiger wissenschaftlicher Argumente. Mit den zu Fakten verbrämten Vorurteilen räumt Doug Saunders in seinem neuen Buch Punkt für Punkt auf.

Saunders' Abrechnung verfolgt die Herkunft sämtlicher Halb- und Unwahrheiten, die eine Überfremdung des Westens durch muslimische Migranten belegen sollen, zurück und entlarvt sie als das, was sie sind. Dabei wird erschreckend deutlich, dass Positionen, die noch vor ein paar Jahren als Parolen vom rechten Rand gegolten hätten, heute im Mainstream kultureller, politischer und sozialer Sichtweisen angekommen sind.


Produktinformation

  • Verlag: Blessing
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 253 S. 200 mm
  • Seitenzahl: 256
  • Deutsch
  • Abmessung: 214mm x 136mm x 25mm
  • Gewicht: 372g
  • ISBN-13: 9783896674869
  • ISBN-10: 3896674862
  • Best.Nr.: 35521937
"Er [Doug Saunders] versteht, dass sich viele Menschen besorgt die Frage stellen, was die Muslime, die ihnen im Alltag begegnen, über den Terrorismus, die Frauenverachtung und den Judenhass der Extremisten denken. Sein Buch Mythos Überfremdung ist eine umfassende, differenzierte und überzeugende Antwort auf diese wichtige Frage."

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Instruktiv findet Andreas Fanizadeh diese Abrechnung mit dem "Mythos Überfremdung" von Doug Saunders. Im Mittelpunkt sieht er eine grundlegende Kritik der Horrorszenarien rechter Politiker, die durch die angeblich exorbitante Fruchtbarkeit muslimischer Migranten das Abendland bedroht sehen. Zwar scheint ihm die Untersuchung von bevölkerungspolitischen Statistiken insofern nicht ganz unproblematisch als Saunders in seiner Widerlegung des Überfremdungsmythos ebenfalls Abstammungskriterien zugrunde legt. Nichtsdestoweniger hält er die Auswertungen des Autors für höchst aufschlussreich. So wird für ihn etwa deutlich, dass von einer islamischen Unterhöhlung Europas durch eine Geburtschwemme nicht die Rede sein kann, da sich schon in der zweiten Generation die Geburtenraten von Migranten und Alteingesessenen angleichen. Kritisch merkt der Rezensent noch an, dass die Interpretationen des Autors in einigen Punkten auf einer heute überholten, linken Antiimperialismustheorie basieren.

© Perlentaucher Medien GmbH

Instruktiv findet Andreas Fanizadeh diese Abrechnung mit dem "Mythos Überfremdung" von Doug Saunders. Im Mittelpunkt sieht er eine grundlegende Kritik der Horrorszenarien rechter Politiker, die durch die angeblich exorbitante Fruchtbarkeit muslimischer Migranten das Abendland bedroht sehen. Zwar scheint ihm die Untersuchung von bevölkerungspolitischen Statistiken insofern nicht ganz unproblematisch als Saunders in seiner Widerlegung des Überfremdungsmythos ebenfalls Abstammungskriterien zugrunde legt. Nichtsdestoweniger hält er die Auswertungen des Autors für höchst aufschlussreich. So wird für ihn etwa deutlich, dass von einer islamischen Unterhöhlung Europas durch eine Geburtschwemme nicht die Rede sein kann, da sich schon in der zweiten Generation die Geburtenraten von Migranten und Alteingesessenen angleichen. Kritisch merkt der Rezensent noch an, dass die Interpretationen des Autors in einigen Punkten auf einer heute überholten, linken Antiimperialismustheorie basieren.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Sein [Doug Saunders'] neues Buch ist visionär und in der Lage, verhärtete Sichtweisen, den Mythos Überfremdung, komplett zu hinterfragen.""Doug Saunders liefert mit seinem Buch eine wichtige und differenzierte Arbeit.""Nüchtern, sauber dokumentiert und klar geschrieben ... Ein Muss für jeden, den Fakten mehr interessieren als Vorurteile.""Ein Muss für jeden, der sich eine Meinung bilden will."
Doug Saunders, Jahrgang 1967, ist kanadisch-britischer Autor und Journalist. Für seine Reportagen und Kolumnen wurde er bislang vier Mal mit dem National Newspaper Award ausgezeichnet, dem kanadischen Pendant des Pulitzers. Saunders leitet derzeit das Europabüro der zweitgrößten kanadischen Tageszeitung Globe and Mail in London.

Leseprobe zu "Mythos Überfremdung" von Doug Saunders

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