Menschenhandel - Skinner, E. B.

Menschenhandel

Sklaverei im 21. Jahrhundert

E. B. Skinner 

Aus d. Amerikan. v. Jürgen Neubauer
Broschiertes Buch
 
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Menschenhandel

In Indien oder im Sudan, auf Haiti, im Nahen Osten oder mitten in Europa - Sklaverei ist ein globales Phänomen. Und es ist aktueller denn je. Obwohl offiziell abgeschafft, begegnet Benjamin Skinner überall auf der Welt einem blühenden Menschenhandel. Er infiltriert Schleusernetzwerke, trifft sich mit Kinderhändlern, beschreibt das Schicksal von einzelnen Opfern und lässt diese zu Wort kommen. Herausgekommen ist ein ebenso mutiger wie erschütternder Bericht, der die globalen Verstrickungen im Menschenhandel aufdeckt. Gleichzeitig ist seine kraftvolle Anklage möglicherweise der erste Schritt, um dieser Schande der menschlichen Geschichte ein Ende zu bereiten.

Nie gab es mehr Sklaven als heute: 27 Millionen Menschen Steinbruchsklaven, Kinder in der Textilindustrie und Zwangsprostituierte - obwohl offiziell abgeschafft, blüht der Menschenhandel überall auf der Welt. Auch im 21. Jahrhundert hat
dieses Thema nichts an Aktualität und Brisanz verloren. E. Benjamin Skinner hat Schleusernetzwerke infiltriert, Kinderhändler getroffen und mit Opfern gesprochen. Herausgekommen ist ein ebenso mutiger wie erschütternder Bericht, der die
Schicksale einzelner Opfer beschreibt und die globalen Verstrickungen im Menschenhandel aufdeckt.


Produktinformation

  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 416 S. 186 mm
  • Seitenzahl: 416
  • Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.60643
  • Deutsch
  • Abmessung: 186mm x 125mm
  • Gewicht: 349g
  • ISBN-13: 9783404606436
  • ISBN-10: 3404606434
  • Best.Nr.: 27899752
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.11.2008

Sklaverei ist noch längst keine Vergangenheit
Der Journalist E. Benjamin Skinner folgt den Spuren des Menschenhandels über vier Kontinente

Im vergangenen Jahr feierte Großbritannien mit großem Aplomb die zweihundertjährige Wiederkehr der Abolition, des Verbots des Sklavenhandels durch die beiden Häuser des Londoner Parlaments. Sklavenhandel und Sklaverei sind in vielen Teilen der Welt jedoch keineswegs Phänomene einer weit zurückliegenden Vergangenheit, sondern für viele Menschen schreckliche Gegenwart. Nur selten jedoch macht das Schicksal von Sklaven im 21. Jahrhundert Schlagzeilen. Unlängst verurteilte ein Gericht der Wirtschafts- und Währungsunion westafrikanischer Staaten (Ecowas) den Staat Niger, einer Frau umgerechnet 15 000 Euro Schadenersatz zu zahlen, da er es unterlassen habe, sie vor Sklaverei zu schützen. Adidjatou Mani Koraou war als Zwölfjährige von einem Targi verkauft und fortan von ihrem Besitzer als Arbeitskraft und Sexualobjekt missbraucht worden. Ein Fall von vielen: Aktivisten der Antisklaverei-Organisationen hoffen nun, dass dieses Urteil Fanalwirkung entfaltet und viele Sklaven in Westafrika das Ecowas-Gericht anrufen …

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Andreas Eckert räumt ein, dass es E. Benjamin Skinner bei seiner Recherche zum modernen Sklavenhandel durch vier Kontinente nicht darum geht, eine wissenschaftlich unangreifbare Studie zum Thema vorzulegen. Vielmehr sei es dem amerikanischen Journalisten ein "Anliegen", die Augen für den weltweit immer noch florierenden Menschenhandel zu öffnen und sich für dessen Abschaffung einzusetzen, so der Rezensent anerkennend. Deshalb konstatiert er zwar, dass die erschütternden Fallgeschichten, die bei Skinner zu lesen sind, mitunter "arg reißerisch" daher kommen, er nimmt es ihm aber nicht allzu übel, wie es scheint, wohl weil er seine Forderungen brandaktuell findet. Befremdlich allerdings erscheint dem Rezensenten die Einschätzung, Georg W. Bush habe sich wirkungsvoll für die Abschaffung der Sklaverei eingesetzt; nach Eckerts Dafürhalten ist es bei tatenlosen Ankündigungen geblieben. Auch die Überzeugung des Autors, die Sklaverei "binnen einer Generation" abschaffen zu können, indem man verstärkt auf "faire Marktwirtschaft" setzt, hält der Rezensent für illusorisch: viel zu lukrativ sei das Geschäft mit Versklavten bis heute, so sein ernüchtertes Resümee.

© Perlentaucher Medien GmbH

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Andreas Eckert räumt ein, dass es E. Benjamin Skinner bei seiner Recherche zum modernen Sklavenhandel durch vier Kontinente nicht darum geht, eine wissenschaftlich unangreifbare Studie zum Thema vorzulegen. Vielmehr sei es dem amerikanischen Journalisten ein "Anliegen", die Augen für den weltweit immer noch florierenden Menschenhandel zu öffnen und sich für dessen Abschaffung einzusetzen, so der Rezensent anerkennend. Deshalb konstatiert er zwar, dass die erschütternden Fallgeschichten, die bei Skinner zu lesen sind, mitunter "arg reißerisch" daher kommen, er nimmt es ihm aber nicht allzu übel, wie es scheint, wohl weil er seine Forderungen brandaktuell findet. Befremdlich allerdings erscheint dem Rezensenten die Einschätzung, Georg W. Bush habe sich wirkungsvoll für die Abschaffung der Sklaverei eingesetzt; nach Eckerts Dafürhalten ist es bei tatenlosen Ankündigungen geblieben. Auch die Überzeugung des Autors, die Sklaverei "binnen einer Generation" abschaffen zu können, indem man verstärkt auf "faire Marktwirtschaft" setzt, hält der Rezensent für illusorisch: viel zu lukrativ sei das Geschäft mit Versklavten bis heute, so sein ernüchtertes Resümee.

© Perlentaucher Medien GmbH
Jürgen Neubauer, Jahrgang 1967, war Buchhändler in London, Dozent in Pennsylvania und Sachbuchlektor in Frankfurt, ehe er 2004 nach Mexiko auswanderte. Nach einigen Jahren in der Hauptstadt und in einem Bergdorf lebt er heute in der Universitätsstadt Xalapa und übersetzt für deutsche Buchverlage.

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