Himmelsreise - Kelek, Necla

Necla Kelek 

Himmelsreise

Mein Streit mit den Wächtern des Islam

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Produktbeschreibung zu Himmelsreise

Den Glauben aus dem System der Angst befreien. Necla Kelek wendet sich gegen die Verharmlosung des Islam und weist nach, dass er - trotz regionaler Unterschiede - immer Lebenskonzept, Ideologie und Politik zugleich ist. Ihr Credo: Wir müssen den Glauben von seinem patriarchalischen Missbrauch befreien und ihn spirituell rehabilitieren. Und endlich die Probleme anpacken, die unübersehbar mit Muslimen verknüpft sind - die verweigerte Gleichberechtigung der Frauen und die mangelnde Bildung der Kinder.

Über vier Millionen Muslime leben in Deutschland. Viele von ihnen sind gut integriert; Religion ist Teil ihrer kulturellen Identität. Sie wollen in dieser Gesellschaft ankommen, ohne von ihrem Glauben zu lassen. Aber es ist eine schweigende Mehrheit. Lauter sind jene, die demonstrativ Zeichen der Abgrenzung gegen die "Ungläubigen" setzen und behaupten, dabei den Gesetzen ihrer Religion zu folgen. Mit diesen islamischen Traditionalisten, die Glauben zu Politik machen und sich zugleich als Opfer der hiesigen Gesellschaft stilisieren, setzt sich Necla Kelek auseinander.

Ihnen stellt sie in einer "kleinen Koranschule" eine aufgeklärte Lesart des Heiligen Buches entgegen, die über Entstehung und Hintergründe des Islam informiert: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Sie erkundet Vorzeige- wie Hinterhof-Moscheen, spricht mit Imamen und Vorbeterinnen und nimmt den Streit mit Predigern wie Tariq Ramadan und Fethullah Gülen auf. In der Rubrik "Islam-Deutsch/Deutsch-Islam" diskutiert sie, wie unterschiedlich grundlegende Begriffe wie Anstand, Respekt und Freiheit verstanden werden. Sie durchstreift die Geschichte des Islam in Deutschland und entdeckt Überraschendes wie den weißen Elefanten Karls des Großen und Goethes Kritik an dem letzten Propheten, der das Himmlische seinen irdischen Absichten geopfert habe.

Produktinformation


  • Abmessung: 220mm x 145mm x 28mm
  • Gewicht: 438g
  • ISBN-13: 9783462041972
  • ISBN-10: 3462041975
  • Best.Nr.: 27883529

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Für Regina Mönch zeigt sich Necla Kelek mit ihrem jüngsten Buch "Himmelsreise" einmal mehr als streitbare und kompetente Kritikerin des Islam in Deutschland. Die Soziologin widmet die drei großen Abschnitte ihres Buches dem Islam als Glaubensrichtung, als "politischer Religion und Ideologie" sowie als Regelwerk des Alltagsverhaltens, erklärt die Rezensentin, die insbesondere das letzte Kapitel ausgesprochen erhellend hinsichtlich der "Parallelwelt" der Muslime in Deutschland findet. Auch Keleks Ausführungen zur Scharia und ihre Überlegungen, wie ein Islam ohne sie aussehen könnte, erscheinen der eingenommenen Rezensentin klug und wegweisend. Die Autorin setzt sich für einen aufgeklärten Islam ein, der weit über die übliche Forderung nach Anerkennung des Grundgesetzes hinausgeht, so Mönch sehr einverstanden. Auch Kelek nimmt nicht für sich in Anspruch, "Letztgültiges" zum Islam in Deutschland vorzutragen, aber sie wagt sich in Konfliktzonen, stellt Mönch anerkennend fest. Dabei werde ihr von ihren Kritikern häufig "Einseitigkeit" vorgeworfen, weiß die Rezensentin, die dagegen dieses Buch als fesselnd, durchaus "provokativ" und kenntnisreich preist. "Sachkundige Unruhestifter" wie Necla Kelek, so Mönch anerkennend, sind rar, die Auseinandersetzung mit ihnen aber "kann befreiend sein".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.04.2010

Aufklärung heißt das Programm

Sachkundig, streitbar und leidenschaftlich: Necla Kelek plädiert für einen Islam in Deutschland, der sich ohne Vorbehalte zum säkularen Rechtsstaat bekennt.

Den Islam" gibt es nicht - das ist fast eine stehende Redewendung, wenn sich der Streit um diese Religion und vor allem um ihre Kritiker wieder einmal entzündet. Gemeint ist damit meist der Verweis auf die Vielfalt islamischer Glaubensrichtungen, und wer die also nicht sofort aufzählt, hat sich selbst entlarvt. Als Ungläubiger, als Zweifler, als Störenfried mit Bildungslücken. Necla Kelek besteht trotzdem darauf, dass es "den Islam" gibt, in Deutschland, mit all seinen Strömungen - als soziale Realität, als kulturelle Institution, die Verhalten definiere, einfordere und reproduziere: "Er ist das, was im Namen der Religion gelebt wird."

In ihrem neuen Buch untersucht die Soziologin in drei großen Kapiteln islamische Wirkungsmacht: als Glaube, als politische Religion und Ideologie sowie als Lebenspflicht für vierundzwanzig Tagesstunden. Weil der Islam bis heute mit seiner strengen Regulierung des Alltagsverhaltens eine strikte Unterwerfung verlangt und …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 19.04.2010

Hier der gute Westen – dort die bösen Muslime
Die Islamkritikerinnen Necla Kelek und Ayaan Hirsi Ali machen es sich ein bisschen zu einfach
Religiöse Riten sind für Ungläubige oft schwer zu begreifen. Das enthebt niemanden der Pflicht, Toleranz zu üben. Man kann sich wundern über bestimmte Gebote einer Religion, man kann sich auch abgestoßen fühlen. Aber nicht jede religiöse Vorschrift ist gleich ein Angriff auf die allgemeinen Menschenrechte. Warum nur weigern sich Islamkritikerinnen wie Necla Kelek und Ayaan Hirsi Ali beharrlich, solche einfachen Unterscheidungen zu beherzigen?
Beide werden nicht müde, einen Kampf der Kulturen zu beklagen, zu dem sie selbst mit vollen Backen blasen. Sie attackieren den Islam für seine Ignoranz und ignorieren dabei selbst die große Vielfalt an Strömungen und Auslegungen dieser Religion. Sie machen sich unangreifbar gegen Kritik, weil sie ihren Status als Opfer einer frauenfeindlichen Religion in immer neuen biographischen Erzählungen befestigen und Widerspruch sich nun immer erst des Verdachts erwehren muss, man nehme das Schicksal dieser Autorinnen nicht ernst.
Also zunächst die unvermeidliche …

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Necla Kelek wurde in Istanbul geboren und lebt in Berlin. Sie hat Volkswirtschaftslehre und Soziologie studiert und wurde in Greifswald zum Dr. phil. promoviert. Ihre Bücher "Die fremde Braut", "Die verlorenen Söhne" und "Bittersüße Heimat" sind Best- und Longseller und haben in den letzten Jahren die Diskussion um Integration und den Islam in Deutschland nachhaltig geprägt. Necla Kelek wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Geschwister-Scholl-Preis 2005 und zuletzt mit dem Hildegard-von-Bingen-Preis 2009. Sie ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz.

Blick ins Buch "Himmelsreise"

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Leseprobe zu "Himmelsreise"

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Beschreibung

Den Glauben aus dem System der Angst befreien. Necla Kelek wendet sich gegen die Verharmlosung des Islam und weist nach, dass er - trotz regionaler Unterschiede - immer Lebenskonzept, Ideologie und Politik zugleich ist. Ihr Credo: Wir müssen den Glauben von seinem patriarchalischen Missbrauch befreien und ihn spirituell rehabilitieren. Und endlich die Probleme anpacken, die unübersehbar mit Muslimen verknüpft sind - die verweigerte Gleichberechtigung der Frauen und die mangelnde Bildung der Kinder.

Über vier Millionen Muslime leben in Deutschland. Viele von ihnen sind gut integriert; Religion ist Teil ihrer kulturellen Identität. Sie wollen in dieser Gesellschaft ankommen, ohne von ihrem Glauben zu lassen. Aber es ist eine schweigende Mehrheit. Lauter sind jene, die demonstrativ Zeichen der Abgrenzung gegen die "Ungläubigen" setzen und behaupten, dabei den Gesetzen ihrer Religion zu folgen. Mit diesen islamischen Traditionalisten, die Glauben zu Politik machen und sich zugleich als Opfer der hiesigen Gesellschaft stilisieren, setzt sich Necla Kelek auseinander.

Ihnen stellt sie in einer "kleinen Koranschule" eine aufgeklärte Lesart des Heiligen Buches entgegen, die über Entstehung und Hintergründe des Islam informiert: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Sie erkundet Vorzeige- wie Hinterhof-Moscheen, spricht mit Imamen und Vorbeterinnen und nimmt den Streit mit Predigern wie Tariq Ramadan und Fethullah Gülen auf. In der Rubrik "Islam-Deutsch/Deutsch-Islam" diskutiert sie, wie unterschiedlich grundlegende Begriffe wie Anstand, Respekt und Freiheit verstanden werden. Sie durchstreift die Geschichte des Islam in Deutschland und entdeckt Überraschendes wie den weißen Elefanten Karls des Großen und Goethes Kritik an dem letzten Propheten, der das Himmlische seinen irdischen Absichten geopfert habe.

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01.04.2010

Aufklärung heißt das Programm

Sachkundig, streitbar und leidenschaftlich: Necla Kelek plädiert für einen Islam in Deutschland, der sich ohne Vorbehalte zum säkularen Rechtsstaat bekennt.

Den Islam" gibt es nicht - das ist fast eine stehende Redewendung, wenn sich der Streit um diese Religion und vor allem um ihre Kritiker wieder einmal entzündet. Gemeint ist damit meist der Verweis auf die Vielfalt islamischer Glaubensrichtungen, und wer die also nicht sofort aufzählt, hat sich selbst entlarvt. Als Ungläubiger, als Zweifler, als Störenfried mit Bildungslücken. Necla Kelek besteht trotzdem darauf, dass es "den Islam" gibt, in Deutschland, mit all seinen Strömungen - als soziale Realität, als kulturelle Institution, die Verhalten definiere, einfordere und reproduziere: "Er ist das, was im Namen der Religion gelebt wird."

In ihrem neuen Buch untersucht die Soziologin in drei großen Kapiteln islamische Wirkungsmacht: als Glaube, als politische Religion und Ideologie sowie als Lebenspflicht für vierundzwanzig Tagesstunden. Weil der Islam bis heute mit seiner strengen Regulierung des Alltagsverhaltens eine strikte Unterwerfung verlangt und …

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19.04.2010

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Die Islamkritikerinnen Necla Kelek und Ayaan Hirsi Ali machen es sich ein bisschen zu einfach
Religiöse Riten sind für Ungläubige oft schwer zu begreifen. Das enthebt niemanden der Pflicht, Toleranz zu üben. Man kann sich wundern über bestimmte Gebote einer Religion, man kann sich auch abgestoßen fühlen. Aber nicht jede religiöse Vorschrift ist gleich ein Angriff auf die allgemeinen Menschenrechte. Warum nur weigern sich Islamkritikerinnen wie Necla Kelek und Ayaan Hirsi Ali beharrlich, solche einfachen Unterscheidungen zu beherzigen?
Beide werden nicht müde, einen Kampf der Kulturen zu beklagen, zu dem sie selbst mit vollen Backen blasen. Sie attackieren den Islam für seine Ignoranz und ignorieren dabei selbst die große Vielfalt an Strömungen und Auslegungen dieser Religion. Sie machen sich unangreifbar gegen Kritik, weil sie ihren Status als Opfer einer frauenfeindlichen Religion in immer neuen biographischen Erzählungen befestigen und Widerspruch sich nun immer erst des Verdachts erwehren muss, man nehme das Schicksal dieser Autorinnen nicht ernst.
Also zunächst die unvermeidliche …

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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

01.04.2010

Für Regina Mönch zeigt sich Necla Kelek mit ihrem jüngsten Buch "Himmelsreise" einmal mehr als streitbare und kompetente Kritikerin des Islam in Deutschland. Die Soziologin widmet die drei großen Abschnitte ihres Buches dem Islam als Glaubensrichtung, als "politischer Religion und Ideologie" sowie als Regelwerk des Alltagsverhaltens, erklärt die Rezensentin, die insbesondere das letzte Kapitel ausgesprochen erhellend hinsichtlich der "Parallelwelt" der Muslime in Deutschland findet. Auch Keleks Ausführungen zur Scharia und ihre Überlegungen, wie ein Islam ohne sie aussehen könnte, erscheinen der eingenommenen Rezensentin klug und wegweisend. Die Autorin setzt sich für einen aufgeklärten Islam ein, der weit über die übliche Forderung nach Anerkennung des Grundgesetzes hinausgeht, so Mönch sehr einverstanden. Auch Kelek nimmt nicht für sich in Anspruch, "Letztgültiges" zum Islam in Deutschland vorzutragen, aber sie wagt sich in Konfliktzonen, stellt Mönch anerkennend fest. Dabei werde ihr von ihren Kritikern häufig "Einseitigkeit" vorgeworfen, weiß die Rezensentin, die dagegen dieses Buch als fesselnd, durchaus "provokativ" und kenntnisreich preist. "Sachkundige Unruhestifter" wie Necla Kelek, so Mönch anerkennend, sind rar, die Auseinandersetzung mit ihnen aber "kann befreiend sein".

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Necla Kelek"

Necla Kelek wurde in Istanbul geboren und lebt in Berlin. Sie hat Volkswirtschaftslehre und Soziologie studiert und wurde in Greifswald zum Dr. phil. promoviert. Ihre Bücher "Die fremde Braut", "Die verlorenen Söhne" und "Bittersüße Heimat" sind Best- und Longseller und haben in den letzten Jahren die Diskussion um Integration und den Islam in Deutschland nachhaltig geprägt. Necla Kelek wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Geschwister-Scholl-Preis 2005 und zuletzt mit dem Hildegard-von-Bingen-Preis 2009. Sie ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz.

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