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Frau, gläubig, links
Was mir wichtig ist
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Pattloch
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 237 S.
- Seitenzahl: 237
- Deutsch
- Abmessung: 215mm x 140mm
- Gewicht: 310g
- ISBN-13: 9783629022394
- ISBN-10: 3629022391
- Best.Nr.: 26389600
Produktbeschreibung zu "Frau, gläubig, links"
Beschreibung
Wohin steuert die SPD nach der Bundestagswahl? Welche Perspektiven kann sozialdemokratische Politik den Menschen anbieten? Andrea Nahles blickt kritisch auf die Politik der Neuen Mitte zurück und entwirft das Bild einer Guten Gesellschaft , in der soziale Verantwortung selbstverständlich und demokratische Teilhabe unverzichtbar ist. Sie tut dies auf ihre Art und gewährt Einblicke in den Alltag einer Politikerin, die sich in vielfacher Weise für andere Menschen engagiert und nichts so sehr liebt wie ihre Familie und ihr Dorf in der Eifel. Denn dort ist sie den Menschen nah
11.01.2010
Maria hilft
SPD-Generalsekretärin
Seit vergangenem November ist Andrea Nahles Generalsekretärin der
SPD; mit 69,6 Prozent der Stimmen bekam sie auf dem Bundesparteitag
das schlechteste Ergebnis der engeren Parteiführung. Das wird ihr
kaum etwas ausgemacht haben, weil ihre Generation "nicht so
machtversessen" sei wie die Achtundsechziger in den eigenen
Reihen. Mit ihnen geht sie jetzt ins Gericht. Unter Gerhard
Schröder sei die SPD auf neoliberale Positionen eingeschwenkt.
Außerdem habe eine der größten Schwächen seiner Regierung bis 2005
in der "mangelhaften Kommunikation" bestanden. Aber auch
in der großen Koalition bis zum Wahldesaster vom Herbst 2009 habe
die SPD vergessen, die Interessen der "kleinen Leute" zu
vertreten. Dabei bleibe die Schaffung einer gerechten Gesellschaft
eine "dauernde Aufgabe". Ihr Motto lautet: "Weniger
Spin, mehr Sinn." Im offenen Dialog sieht sie die Zukunft:
"Die vielen Menschen, die ihre kostbare Freizeit in die Arbeit
für die SPD vor Ort investieren, müssen von uns, die wir an der
Spitze der Partei stehen, wieder ernst genommen werden."
Interessanter als solche allgemeinen Botschaften sind Einblicke, …
11.12.2009
Nahles definiert sich neu
SPD-Politikerin präsentiert sich in ihrem Buch als Gläubige
Sie lacht kurz dieses Nahles-Lachen, tief und trotzdem laut, abgehackt, und sagt: „Okay.” Soll heißen: Jetzt ist es gut mit den Fotos, es reicht. Andrea Nahles, immer noch recht neue Generalsekretärin der SPD, hat ein Buch geschrieben – über sich. So jedenfalls steht es auf dem Titel: „Frau, gläubig, links. Was mir wichtig ist”.
Jetzt steht sie im schwarzen Nadelstreifenanzug auf karminrotem Teppichboden und hält strahlend ihr Œuvre in die Kameras. Geschrieben hat die mittlerweile mächtigste Frau der Sozialdemokraten über ihre „Motive”, über das, was sie antreibt. In ihrem Buch geht es aber nicht nur – Nahles wäre sonst nicht, was sie ist – um ihre ureigenen Prinzipien, sondern auch um Parteiprogrammatik. Was bedeutet die größte aller Miseren, die schmachvoll verlorene Bundestagswahl, für die SPD? Wer zeichnet hauptverantwortlich für das verheerende Ergebnis von 23 Prozent? „Septembersturm” heißt das bei Nahles fast lyrisch. Gar nicht blumig allerdings fällt ihre Antwort auf diese Schuldfrage aus: Es war die Politik von Ex-Kanzler …
10.12.2009
Lesenswert und gescheitert zugleich findet Peter Dausend das Buch
der neuen SDP-Generalsekretärin. Ein grundsätzliches Problem des
Buches sieht er in dem Umstand, dass Andrea Nahles es allein schon
sprachlich nicht gelingt, aus dem "selbstreferenziellen
Politiksystem" auszubrechen, weshalb sich diese, in
"Berufspolitikersprech" verfasste Publikation aus seiner
Sicht grundsätzlich kontraproduktiv zum wachsenden Wunsch "der
Menschen" nach Authentizität verhält. "Die Form
verhindert" so Dausend also, "was der Inhalt
versucht". Nächster Punkt auf seiner Mängelliste ist die
Tatsache, dass es ihm äußerst schwer fällt, Andrea Nahles ihre
diversen "Selbstbeschreibungen" abzunehmen. Zwar begegnet
ihm in den Passagen über Nahles' katholische Prägung im
heimatlichen Umfeld der Eifel eine völlig unbekannte Andrea Nahles,
aber auch eine, die auf ihn wie erfunden wirkt. Lesenswert machen
das Buch für ihn allerdings einige hellsichtige und provokante
Äußerungen der SDP-Politikerin zur historischen Einordnung von elf
Regierungsjahren ihrer Partei. Hier erscheint dem Kritiker die
Autorin dann auch so authentisch, wie sie auch im Ganzen gerne
wirken wolle.
© Perlentaucher Medien GmbH
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