Exit - Miegel, Meinhard

Meinhard Miegel 

Exit

Wohlstand ohne Wachstum

Gebundenes Buch
 
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
23 ebmiles sammeln
EUR 22,95
Alle Preise inkl. MwSt.
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Exit

Das Wachstum der Wirtschaft ist zur Ersatzreligion unserer Gesellschaft geworden. Vielen gilt es als Voraussetzung für Wohlstand, persönliches Glück und ein funktionierendes Gemeinwesen. Doch was ist, wenn es kein Wachstum mehr gibt? Was kann, was sollte an seine Stelle treten, um uns ein erfülltes Leben zu ermöglichen? Auf diese drängenden Fragen gibt Meinhard Miegel, einer der renommiertesten Sozialwissenschaftler Deutschlands, profunde Antworten.

Dass die beispiellose Wachstumsepoche, die die westliche Welt seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat, zu Ende geht, sieht Miegel als Herausforderung und Chance zugleich. Denn längst mehrt dieses Wachstum nicht mehr unseren Wohlstand, sondern verzehrt ihn. Es überlastet die natürlichen Ressourcen, die Umwelt und nicht zuletzt die Menschen. Dringend geboten ist ein intelligenterer Umgang mit den Gütern der Erde, die Achtung von Umwelt und Natur, vor allem aber ein grundlegend verändertes Verständnis unserer Möglichkeiten und Bedürfnisse. Es geht um nichts Geringeres als ein zukunftsfähiges Lebenskonzept. iegel bietet eine bestechende Zeitdiagnose und einen überzeugenden Entwurf dessen, was zu tun ist. Ein wegweisendes Buch.

Produktinformation


  • Verlag: Propyläen
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 300 S.
  • Seitenzahl: 304
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 148mm x 30mm
  • Gewicht: 501g
  • ISBN-13: 9783549073650
  • ISBN-10: 3549073658
  • Best.Nr.: 28008247
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.03.2010

Wohlstand neu denken
Meinhard Miegel wettert gegen den Wachstumskonsens

Auf dem Markt der Literatur über ökologische Nachhaltigkeit tummeln sich allerlei windige Gestalten. Das ist bedauerlich, denn es gäbe viel darüber zu sagen, was auf eine Gesellschaft zukommt, die gleichzeitig mit der wachsenden Ressourcenknappheit, ihrer eigenen Alterung und der steigenden Staatsverschuldung konfrontiert wird. Seichtes Gefasel über einen Lebensstil der Gesundheit und Nachhaltigkeit (nach den englischen Initialen auch "Lohas" genannt) ist meist spekulativ und wenig erhellend. Selbsternannte Zukunftsforscher springen gern auf den fahrenden Zug auf, ohne dass sie Substantielles zu sagen hätten. Und eine verallgemeinerte Wachstumskritik - halbinformiert und naiv ins Blaue hinein formuliert - schadet dem Anliegen, zu einer zukunftsfähigen Entwicklung beizutragen, meist mehr als zu nutzen.

Meinhard Miegel ist glücklicherweise von ganz anderem Kaliber. Drei Jahrzehnte lang hat er das Institut für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn geleitet und wahrlich dicke Bretter gebohrt. Er hat den Deutschen beigebracht, dass weniger Kinder und älter werdende Menschen …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.03.2010

Die große Sause ist vorüber
Der neuen Bundesregierung ist Wachstum ziemlich wichtig. Das erste Großprojekt von Schwarz-Gelb war das Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Dieses Konjunkturpaket soll die Wirtschaft nach der tiefen Krise im vergangenen Jahr wieder ankurbeln. Doch gibt es Kritiker, die nach dem Platzen der Kreditblase und der weltweiten Rezession das vorherrschende Wirtschaftsmodell grundsätzlich in Frage stellen: Warum sollten reiche Gesellschaften im Westen weiter nach Wachstum streben? Auf jedes Auf folge schließlich ein schmerzliches Ab, und für die Umwelt sei es ohnehin besser, wenn weniger und nicht mehr produziert werde. Zu diesen Skeptikern gehört auch Meinhard Miegel.
Der ehemalige Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn hat sich schon früh mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Bereits in den siebziger Jahren wies er darauf hin, dass die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland unter Druck geraten werden, weil zu wenige Kinder geboren werden. In seinem neuen Buch „Exit. Wohlstand ohne Wachstum” greift Miegel nun die – wie er es nennt – „Ersatzreligion Wachstum” an. Dass Regierungen und Gesellschaften darauf …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Meinhard Miegels "Exit. Wohlstand ohne Wachstum" hat Rezensent Dieter Rulff nicht wirklich überzeugt. Ein wenig überrascht hat ihn die Heftigkeit, mit der der Autor, ehemaliger CDU-Vordenker und jahrelanger Leiter eines Instituts für Wirtschaft, die Ideologie des grenzenlosen Wachstums kritisiert. Der Kritik, auch wenn sie "im Ton so irritierend fundamental" anmutet, kann sich Rulff durchaus anschließen. Die Antworten aber, die Miegel gibt, haben ihn enttäuscht. Er hätte sich schon gewünscht, etwas genauer zu erfahren, wie zum Beispiel ein Unternehmen der Profitmaximierung entsagen kann, ohne den Untergang zu riskieren. Freilich sieht Rulff hier ein Manko, das Miegel mit etlichen linken Kritikern des Kapitalismus teilt.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Unsere Debatten über die Zukunft des Sozialstaats kranken zumeist daran, dass Sie nur an der Oberfläche kratzen. Meinhard Miegel versteht es in seinem neuen Buch meisterhaft und sprachlich brillant, zu der wirklich großen Frage vorzudringen: Wie sieht künftig der Wohlstand in einer Gesellschaft aus, die nicht mehr auf automatisches Wachstum setzen kann und will? Miegels Antworten sind radikal und äußerst bedenkenswert." (Thomas Schmid, Herausgeber WELT-Gruppe)

"Seine Analyse liefert einen wichtigen Denkanstoß, der eine vertiefte Auseinandersetzung verdient. Es ist ein kraftvolles Buch, das von der sorgfältigen Argumentation und dem souveränen Erzählstil des Autors lebt." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 2010)

"Ein lesenswertes Buch. Ein nachdenkliches allemal. Ein aufrüttelndes." (Deutschlandfunk, 2010)

"Miegel setzt sich bis in alle philosophischen Verästelungen mit dem heutigen Wachstumsbegriff als Grundbedingung der westlichen Marktwirtschaft auseinander ... Ein lesenswertes Buch, ein nachdenkliches allemal." (Das Parlament, 2010)

"Das Neue an Meinhard Miegels Buch ist, dass er zweierlei zusammenführt: die …

Weiter lesen

Das Wachstumspotenzial ist ausgereizt. Dennoch müssen wir nicht auf Wohlstand verzichten, behauptet Meinhard Miegel. Allerdings müssen wir dazu Wohlstand und Lebensqualität umdefinieren und von den Finanzen entkoppeln. Uns bleibt gar keine andere Wahl, so der Autor. Zunächst hinterfragt Miegel die Ideologie des grenzenlosen Wirtschaftswachstums und untersucht die materiellen und psychischen Schäden, die sie anrichtet. In der zweiten Hälfte des Buches zeigt Miegel, wie wir unsere wichtigsten sozialen und persönlichen Lebensbereiche, wie etwa Arbeit, Alter, Migration, Sozialstaat und Bildung, neu ausrichten müssen, um den drohenden Niedergang unserer Gesellschaft abzuwenden. Dabei verfährt Miegel keineswegs sensationsheischend, sondern besticht in seinen differenzierten Überlegungen durch Ruhe und Sachlichkeit. Allerdings bleiben seine Lösungsvorschläge oft ein wenig abstrakt; wie die konkrete Umsetzung, beispielsweise in Unternehmen, aussehen könnte, wird zu wenig klar. getAbstract schließt sich der Widmung des Autors an und empfiehlt dieses aufrüttelnde Buch allen, „die über Tag und Tellerrand hinausschauen“.
Powered by
Die Buchzusammenfassungen von getAbstract sind der schnellste Weg, um Ihr Wissen zu erweitern. Jeden Monat werden 50 Neuerscheinungen aus den Bereichen Wirtschaft, Management, IT und Politik zusammengefasst. Wählen Sie aus über 5.000 Titeln aus. In allen Formaten, PDF, iPhone, Blackberry oder Palm.

»Unsere Debatten über die Zukunft des Sozialstaats kranken zumeist daran, dass Sie nur an der Oberfläche kratzen. Meinhard Miegel versteht es in seinem neuen Buch meisterhaft und sprachlich brillant, zu der wirklich großen Frage vorzudringen: Wie sieht künftig der Wohlstand in einer Gesellschaft aus, die nicht mehr auf automatisches Wachstum setzen kann und will? Miegels Antworten sind radikal und äußerst bedenkenswert.« Thomas Schmid, Herausgeber WELT-Gruppe »Seine Analyse liefert einen wichtigen Denkanstoß, der eine vertiefte Auseinandersetzung verdient. Es ist ein kraftvolles Buch, das von der sorgfältigen Argumentation und dem souveränen Erzählstil des Autors lebt.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Philipp Krohn, 08.03.2010   »Ein lesenswertes Buch. Ein nachdenkliches allemal. Ein aufrüttelndes.« Deutschlandfunk / 8.03.2010 »Miegel setzt sich bis in alle philosophischen Verästelungen mit dem heutigen Wachstumsbegriff als Grundbedingung der westlichen Marktwirtschaft auseinander ... Ein lesenswertes Buch, ein nachdenkliches allemal.« Das Parlament / 15.03.2010 »Das Neue an Meinhard Miegels Buch ist, dass er zweierlei zusammenführt: die …

Weiter lesen
Meinhard Miegel wurde 1939 in Wien geboren und studierte nach dem Abitur, das er 1957 in Bad Langensalza ablegte, zunächst zwei Semester Musik an der Musikhochschule Weimar. Nach seiner Flucht in die Bundesrepublik begann er 1958 mit dem Studium der Soziologie und Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. 1959 ging er nach Washington D.C. und erwarb dort 1961 den Bachelor of Arts. Von 1961 bis 1966 studierte er in Frankfurt am Main und Freiburg Rechtswissenschaften, Philosophie und Volkswirtschaftslehre. 1966 legte er das 1. und 1969 das 2. juristische Staatsexamen ab. 1967 wurde er zum Dr. iur. utr. promoviert.§Er war von 1977 bis 2008 Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn (IWG), das er zusammen mit Kurt Biedenkopf gegründet hat. Seit 2007 ist er Vorstandsvorsitzender des Denkwerk Zukunft - Stiftung kulturelle Erneuerung in Bonn, Beiratsmitglied zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen und ständiger Berater von Politik und Wirtschaft. Darüber hinaus ist er seit 2008 Beiratsmitglied der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen.§1992 wurde Meinhard Miegel als außerplanmäßiger Professor an die Universität Leipzig berufen, wo er bis 1998 lehrte und das Zentrum für internationale Wirtschaftsbeziehungen leitete. Dieses Zentrum ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung, die die politisch-historischen Rahmenbedingungen und die soziokulturellen Einflüsse des wirtschaftlichen Wandels in Mittel- und Osteuropa erforscht.§Für seine Werke erhielt er bislang folgende Auszeichnungen:§Cicero-Preis (1995)§Schaderpreis (2000)§Corine (2002)§Hanns Martin Schleyer-Preis (2004)§Theodor-Heuss-Preis (2005)

Leseprobe zu "Exit" von Meinhard Miegel

PDF anzeigen

Blick ins Buch "Exit"

Inhaltsangabe

CD1 PROLOG Wachstum, Wachstum über alles Des Fischers Frau Im Rausch Ritt auf dem Tiger Spieler und Schaumschläger WACHSTUMSWAHN Warum Wachstum? Materielle Bedürfnisse Arbeitsplätze Soziale Sicherungssysteme und öffentliche Haushalte Arm und Reich
CD2 Expansionsdrang Die Stunde der Wirtschaft Status Wachstum als Ideologie Menetekel ENDE UND ANFANG Zahlenspiele Unendliches im Endlichen Vom Gebrauch zum Verbrauch Geschundene Erde Heile Welt?
CD3 Lichterkette und Stichflamme Vom Jenseits ins Diesseits Zuversicht und Blindheit Verstandeskräfte Mit leeren Händen BILANZEN Existenzfragen Luft Wasser Land
CD4 Nahrungsmittel Rohstoffe Energie Bevölkerung Migration Zerbrechliche Gesellschaft
CD5 Unmündige Gesellschaft Gedopte Gesellschaft Hilflose Gesellschaft Überforderte Gesellschaft Bilanz des Scheiterns WIE WIR BESSER LEBEN KÖNNEN Wachstum und Wohlstand Richtungswechsel Erneuerung Wahre Bedürfnisse
CD6 Umverteilung Ethische Fragen Aufwertung der Arbeit Barrieren abbauen Neue Formen der Gleichheit Umbau des Sozialstaats
CD7 Entfaltung des Gemeinsinns Verantwortung der Gesellschaft Kultur und Vielfalt Neue Altersgrenzen Leben und Arbeiten Soziale Bildung Bewusstseinswandel
CD8 Verkauft für ein Linsengericht? EPILOG BONUS Exklusives Interview mit Meinhard Miegel

Andere Kunden interessierten sich auch für

5 Marktplatz-Angebote für "Exit" ab EUR 10,50

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
stark abgenutzt 10,50 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. 99,7% ansehen
wie neu 12,00 1,40 Banküberweisung wolliHD 100,0% ansehen
gebraucht; gut 16,00 1,80 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Buch-Au 100,0% ansehen
wie neu 18,50 2,00 PayPal, Banküberweisung nettselam 100,0% ansehen
wie neu 19,45 3,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, moneybookers, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Steinberger Hof 100,0% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema

Andere Kunden kauften auch

Artikelseite zu "Exit" Drucken

Exit - Miegel, Meinhard

Wohlstand ohne Wachstum

  • Einband: Gebunden
  • Gebundenes Buch 
 
  • EUR 22,95
  • Alle Preise inkl. MwSt.
  • 23 Webmiles sammeln
  • kaufen
  • Sofort lieferbar

Andere Ausgaben:
Produktinformation
  • Verlag: Propyläen
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 300 S.
  • Seitenzahl: 304
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 148mm x 30mm
  • Gewicht: 501g
  • ISBN-13: 9783549073650
  • ISBN-10: 3549073658
  • Best.Nr.: 28008247

Leseprobe

Produktbeschreibung zu "Exit"

Kurzbeschreibung

Das Wachstum der Wirtschaft ist zur Ersatzreligion unserer Gesellschaft geworden. Vielen gilt es als Voraussetzung für Wohlstand, persönliches Glück und ein funktionierendes Gemeinwesen. Doch was ist, wenn es kein Wachstum mehr gibt? Was kann, was sollte an seine Stelle treten, um uns ein erfülltes Leben zu ermöglichen? Auf diese drängenden Fragen gibt Meinhard Miegel, einer der renommiertesten Sozialwissenschaftler Deutschlands, profunde Antworten.

Beschreibung

Dass die beispiellose Wachstumsepoche, die die westliche Welt seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat, zu Ende geht, sieht Miegel als Herausforderung und Chance zugleich. Denn längst mehrt dieses Wachstum nicht mehr unseren Wohlstand, sondern verzehrt ihn. Es überlastet die natürlichen Ressourcen, die Umwelt und nicht zuletzt die Menschen. Dringend geboten ist ein intelligenterer Umgang mit den Gütern der Erde, die Achtung von Umwelt und Natur, vor allem aber ein grundlegend verändertes Verständnis unserer Möglichkeiten und Bedürfnisse. Es geht um nichts Geringeres als ein zukunftsfähiges Lebenskonzept. iegel bietet eine bestechende Zeitdiagnose und einen überzeugenden Entwurf dessen, was zu tun ist. Ein wegweisendes Buch.

Inhaltsangabe

CD1 PROLOG Wachstum, Wachstum über alles Des Fischers Frau Im Rausch Ritt auf dem Tiger Spieler und Schaumschläger WACHSTUMSWAHN Warum Wachstum? Materielle Bedürfnisse Arbeitsplätze Soziale Sicherungssysteme und öffentliche Haushalte Arm und Reich
CD2 Expansionsdrang Die Stunde der Wirtschaft Status Wachstum als Ideologie Menetekel ENDE UND ANFANG Zahlenspiele Unendliches im Endlichen Vom Gebrauch zum Verbrauch Geschundene Erde Heile Welt?
CD3 Lichterkette und Stichflamme Vom Jenseits ins Diesseits Zuversicht und Blindheit Verstandeskräfte Mit leeren Händen BILANZEN Existenzfragen Luft Wasser Land
CD4 Nahrungsmittel Rohstoffe Energie Bevölkerung Migration Zerbrechliche Gesellschaft
CD5 Unmündige Gesellschaft Gedopte Gesellschaft Hilflose Gesellschaft Überforderte Gesellschaft Bilanz des Scheiterns WIE WIR BESSER LEBEN KÖNNEN Wachstum und Wohlstand Richtungswechsel Erneuerung Wahre Bedürfnisse
CD6 Umverteilung Ethische Fragen Aufwertung der Arbeit Barrieren abbauen Neue Formen der Gleichheit Umbau des Sozialstaats
CD7 Entfaltung des Gemeinsinns Verantwortung der Gesellschaft Kultur und Vielfalt Neue Altersgrenzen Leben und Arbeiten Soziale Bildung Bewusstseinswandel
CD8 Verkauft für ein Linsengericht? EPILOG BONUS Exklusives Interview mit Meinhard Miegel

Leseprobe zu "Exit" von Meinhard Miegel

PDF anzeigenZur Anzeige wird der Adobe Reader® benötigt.

Detailinfo

08.03.2010

Wohlstand neu denken
Meinhard Miegel wettert gegen den Wachstumskonsens

Auf dem Markt der Literatur über ökologische Nachhaltigkeit tummeln sich allerlei windige Gestalten. Das ist bedauerlich, denn es gäbe viel darüber zu sagen, was auf eine Gesellschaft zukommt, die gleichzeitig mit der wachsenden Ressourcenknappheit, ihrer eigenen Alterung und der steigenden Staatsverschuldung konfrontiert wird. Seichtes Gefasel über einen Lebensstil der Gesundheit und Nachhaltigkeit (nach den englischen Initialen auch "Lohas" genannt) ist meist spekulativ und wenig erhellend. Selbsternannte Zukunftsforscher springen gern auf den fahrenden Zug auf, ohne dass sie Substantielles zu sagen hätten. Und eine verallgemeinerte Wachstumskritik - halbinformiert und naiv ins Blaue hinein formuliert - schadet dem Anliegen, zu einer zukunftsfähigen Entwicklung beizutragen, meist mehr als zu nutzen.

Meinhard Miegel ist glücklicherweise von ganz anderem Kaliber. Drei Jahrzehnte lang hat er das Institut für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn geleitet und wahrlich dicke Bretter gebohrt. Er hat den Deutschen beigebracht, dass weniger Kinder und älter werdende Menschen …

mehr

20.03.2010

Die große Sause ist vorüber
Der neuen Bundesregierung ist Wachstum ziemlich wichtig. Das erste Großprojekt von Schwarz-Gelb war das Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Dieses Konjunkturpaket soll die Wirtschaft nach der tiefen Krise im vergangenen Jahr wieder ankurbeln. Doch gibt es Kritiker, die nach dem Platzen der Kreditblase und der weltweiten Rezession das vorherrschende Wirtschaftsmodell grundsätzlich in Frage stellen: Warum sollten reiche Gesellschaften im Westen weiter nach Wachstum streben? Auf jedes Auf folge schließlich ein schmerzliches Ab, und für die Umwelt sei es ohnehin besser, wenn weniger und nicht mehr produziert werde. Zu diesen Skeptikern gehört auch Meinhard Miegel.
Der ehemalige Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn hat sich schon früh mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Bereits in den siebziger Jahren wies er darauf hin, dass die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland unter Druck geraten werden, weil zu wenige Kinder geboren werden. In seinem neuen Buch „Exit. Wohlstand ohne Wachstum” greift Miegel nun die – wie er es nennt – „Ersatzreligion Wachstum” an. Dass Regierungen und Gesellschaften …

mehr

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

20.03.2010

Meinhard Miegels "Exit. Wohlstand ohne Wachstum" hat Rezensent Dieter Rulff nicht wirklich überzeugt. Ein wenig überrascht hat ihn die Heftigkeit, mit der der Autor, ehemaliger CDU-Vordenker und jahrelanger Leiter eines Instituts für Wirtschaft, die Ideologie des grenzenlosen Wachstums kritisiert. Der Kritik, auch wenn sie "im Ton so irritierend fundamental" anmutet, kann sich Rulff durchaus anschließen. Die Antworten aber, die Miegel gibt, haben ihn enttäuscht. Er hätte sich schon gewünscht, etwas genauer zu erfahren, wie zum Beispiel ein Unternehmen der Profitmaximierung entsagen kann, ohne den Untergang zu riskieren. Freilich sieht Rulff hier ein Manko, das Miegel mit etlichen linken Kritikern des Kapitalismus teilt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

"Unsere Debatten über die Zukunft des Sozialstaats kranken zumeist daran, dass Sie nur an der Oberfläche kratzen. Meinhard Miegel versteht es in seinem neuen Buch meisterhaft und sprachlich brillant, zu der wirklich großen Frage vorzudringen: Wie sieht künftig der Wohlstand in einer Gesellschaft aus, die nicht mehr auf automatisches Wachstum setzen kann und will? Miegels Antworten sind radikal und äußerst bedenkenswert." (Thomas Schmid, Herausgeber WELT-Gruppe)

"Seine Analyse liefert einen wichtigen Denkanstoß, der eine vertiefte Auseinandersetzung verdient. Es ist ein kraftvolles Buch, das von der sorgfältigen Argumentation und dem souveränen Erzählstil des Autors lebt." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 2010)

"Ein lesenswertes Buch. Ein nachdenkliches allemal. Ein aufrüttelndes." (Deutschlandfunk, 2010)

"Miegel setzt sich bis in alle philosophischen Verästelungen mit dem heutigen Wachstumsbegriff als Grundbedingung der westlichen Marktwirtschaft auseinander ... Ein lesenswertes Buch, ein nachdenkliches allemal." (Das Parlament, 2010)

"Das Neue an Meinhard Miegels Buch ist, dass er zweierlei zusammenführt: die …

mehr

Rezensionen und Kritik

Das Wachstumspotenzial ist ausgereizt. Dennoch müssen wir nicht auf Wohlstand verzichten, behauptet Meinhard Miegel. Allerdings müssen wir dazu Wohlstand und Lebensqualität umdefinieren und von den Finanzen entkoppeln. Uns bleibt gar keine andere Wahl, so der Autor. Zunächst hinterfragt Miegel die Ideologie des grenzenlosen Wirtschaftswachstums und untersucht die materiellen und psychischen Schäden, die sie anrichtet. In der zweiten Hälfte des Buches zeigt Miegel, wie wir unsere wichtigsten sozialen und persönlichen Lebensbereiche, wie etwa Arbeit, Alter, Migration, Sozialstaat und Bildung, neu ausrichten müssen, um den drohenden Niedergang unserer Gesellschaft abzuwenden. Dabei verfährt Miegel keineswegs sensationsheischend, sondern besticht in seinen differenzierten Überlegungen durch Ruhe und Sachlichkeit. Allerdings bleiben seine Lösungsvorschläge oft ein wenig abstrakt; wie die konkrete Umsetzung, beispielsweise in Unternehmen, aussehen könnte, wird zu wenig klar. getAbstract schließt sich der Widmung des Autors an und empfiehlt dieses aufrüttelnde Buch allen, „die über Tag und Tellerrand hinausschauen“.


Powered by
Die Buchzusammenfassungen von getAbstract sind der schnellste Weg, um Ihr Wissen zu erweitern. Jeden Monat werden 50 Neuerscheinungen aus den Bereichen Wirtschaft, Management, IT und Politik zusammengefasst. Wählen Sie aus über 5.000 Titeln aus. In allen Formaten, PDF, iPhone, Blackberry oder Palm.
Rezensionen und Kritik

»Unsere Debatten über die Zukunft des Sozialstaats kranken zumeist daran, dass Sie nur an der Oberfläche kratzen. Meinhard Miegel versteht es in seinem neuen Buch meisterhaft und sprachlich brillant, zu der wirklich großen Frage vorzudringen: Wie sieht künftig der Wohlstand in einer Gesellschaft aus, die nicht mehr auf automatisches Wachstum setzen kann und will? Miegels Antworten sind radikal und äußerst bedenkenswert.« Thomas Schmid, Herausgeber WELT-Gruppe »Seine Analyse liefert einen wichtigen Denkanstoß, der eine vertiefte Auseinandersetzung verdient. Es ist ein kraftvolles Buch, das von der sorgfältigen Argumentation und dem souveränen Erzählstil des Autors lebt.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Philipp Krohn, 08.03.2010   »Ein lesenswertes Buch. Ein nachdenkliches allemal. Ein aufrüttelndes.« Deutschlandfunk / 8.03.2010 »Miegel setzt sich bis in alle philosophischen Verästelungen mit dem heutigen Wachstumsbegriff als Grundbedingung der westlichen Marktwirtschaft auseinander ... Ein lesenswertes Buch, ein nachdenkliches allemal.« Das Parlament / 15.03.2010 »Das Neue an Meinhard Miegels Buch ist, dass er zweierlei zusammenführt: die …

mehr

Autorenporträt zu "Meinhard Miegel"

Meinhard Miegel wurde 1939 in Wien geboren und studierte nach dem Abitur, das er 1957 in Bad Langensalza ablegte, zunächst zwei Semester Musik an der Musikhochschule Weimar. Nach seiner Flucht in die Bundesrepublik begann er 1958 mit dem Studium der Soziologie und Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. 1959 ging er nach Washington D.C. und erwarb dort 1961 den Bachelor of Arts. Von 1961 bis 1966 studierte er in Frankfurt am Main und Freiburg Rechtswissenschaften, Philosophie und Volkswirtschaftslehre. 1966 legte er das 1. und 1969 das 2. juristische Staatsexamen ab. 1967 wurde er zum Dr. iur. utr. promoviert.§Er war von 1977 bis 2008 Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn (IWG), das er zusammen mit Kurt Biedenkopf gegründet hat. Seit 2007 ist er Vorstandsvorsitzender des Denkwerk Zukunft - Stiftung kulturelle Erneuerung in Bonn, Beiratsmitglied zahlreicher wissenschaftlicher Einrichtungen und ständiger Berater von Politik und Wirtschaft. Darüber hinaus ist er seit 2008 Beiratsmitglied der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen.§1992 wurde Meinhard Miegel als außerplanmäßiger Professor an die Universität …

mehr

5 Marktplatz-Angebote für "Exit" ab EUR 10,50
Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
stark abgenutzt 10,50 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. 99,7% ansehen
wie neu 12,00 1,40 Banküberweisung wolliHD 100,0% ansehen
gebraucht; gut 16,00 1,80 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Buch-Au 100,0% ansehen
wie neu 18,50 2,00 PayPal, Banküberweisung nettselam 100,0% ansehen
wie neu 19,45 3,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, moneybookers, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Steinberger Hof 100,0% ansehen

nach oben

Berufliche Fort- und WeiterbildungGeisteswissenschaftenInformatikKunst & KunstgeschichteMedizin & PharmazieNaturwissenschaftenRechtswissenschaftenSozialwissenschaftenSprachwissenschaft & PhilologienTechnische WissenschaftenWirtschaftswissenschaften