EnEV-Novelle 2009 und neue Heizkostenverordnung - Hopfensperger, Georg; Noack, Birgit; Onischke, Stefan

EnEV-Novelle 2009 und neue Heizkostenverordnung

Alle Informationen zu den Änderungen bei der Energieeinsparverordnung und Heizkostenverordnung

Georg Hopfensperger Birgit Noack Stefan Onischke 

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EnEV-Novelle 2009 und neue Heizkostenverordnung



Im Oktober 2009 tritt die neue EnEV 2009 in Kraft. Mit der Reform werden künftige Anforderungen an Neubauten ebenso verschärft wie die Vorschriften für die Modernisierung von Altbauten. Gebäude sollen gegenüber der alten Regelung um durchschnittlich 30 % sparsamer im Energieverbrauch werden. Zum Beispiel werden für Klimaanlagen die Nachrüstung mit Einrichtungen der Be- und Entfeuchtung zur Pflicht. Alte Nachtstromheizungen müssen in größeren Gebäuden langfristig außer Betrieb genommen. Außerdem werden verschärfte Kontrollmaßnahmen und neue Bußgeldvorschriften eingeführt. Zusammen mit der bereits seit dem 1.1.2009 in Kraft getretenen Heizkostenverordnung ergeben sich daraus viele neue Vorschriften im Energiebereich, die Sie kennen müssen.

Das Buch erläutert detailliert und systematisch die neue Rechtslage und zeigt Ihnen mit zahlreichen Beispielen, was in der Zukunft beim Energieverbrauch und bei der Heizkostenabrechnung zu beachten ist.

Inhalte

  • alle Änderungen der EnEV und der neuen Heizkostenverordnung
  • Erläuterung der neuen Vorschriften
  • Anleitung für rechtssichere Heizkostenabrechnungen
  • Chancen und Risiken der Neuregelungen
  • Übersicht zu energetischen Schwachstellen
  • Musterschreiben für Vermieter und Mandanten
  • Musterabrechnung für Heizkosten
  • Gegenüberstellung alte / neue Rechtslage
  • Energieeinsparverordnung


Produktinformation

  • Verlag: Haufe-Lexware
  • 2009
  • 1. Auflage 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 293 S.
  • Seitenzahl: 293
  • Haufe aktuell
  • Best.Nr. des Verlages: E06417
  • Deutsch
  • Abmessung: 299mm x 212mm x 18mm
  • Gewicht: 785g
  • ISBN-13: 9783448092417
  • ISBN-10: 344809241X
  • Best.Nr.: 25830462
"Die energetischen Anforderungen im Gebäudebereich werden 2009 um bis zu 30 Prozent verschärft und bis 2010 sollen sogar weitere 30 Prozent folgen - so sieht es die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) vor, die zum 1. Oktober 2009 in Kraft tritt. Im Rudolf Haufe Verlag, Freiburg, ist jetzt ein Rechtsratgeber erschienen, der über die neuen Vorschriften informiert. 'EnEV-Novelle 2009 und neue Heizkostenverordnung' zeigt die Änderungen beim Energieausweis und die Auswirkungen der Nachrüstungsverpflichtungen für Gebäudeeigentümer auf neue Wohngebäude und auf Altbauten. Das Buch enthält Arbeitshilfen, wie z.B. Checklisten zu den neuen Nachweispflichten, Grundlagen für eine Heizkostenabrechnung nach den neuen Vorschriften sowie Musterabrechnungen und eine Gegenüberstellung von alter und neuer Rechtslage..." -- EUWID - Facility Management
Die Rechtsanwältin Birgit Noack ist als Beraterin beim Haus- und Grundbesitzerverein München mit dem Schwerpunkt Mietrecht tätig.

Leseprobe zu "EnEV-Novelle 2009 und neue Heizkostenverordnung"

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Inhaltsangabe

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Leseprobe zu "EnEV-Novelle 2009 und neue Heizkostenverordnung"

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Die EnEV 2009 enthalt eine Vielzahl von Verpflichtungen zu Änderungen am Gebäudebestand. Diese finden sich im dritten Abschnitt der EnEV, §§ 9 ff. EnEV. Hier sind die so genannten Nachrüstungsverpflichtungen für bestehende Gebäude festgelegt. Dabei gilt es zwischen den "unbedingten" (manchmal auch "zwingend" genannten) und den "bedingten" Nachrüstungsverpflichtungen zu unterscheiden.

1.1.1 UNBEDINGTE NACHRÜSTUNGSVERPFLICHTUNGEN Die unbedingten Nachrüstungsverpflichtungen nach § 10 EnEV sind öffentlich-rechtliche Verpflichtungen und daher für Gebäudeeigentümer, Wohnungseigentümer und Verwalter zwingend. Der Alleineigentümer einer Immobilie hat den Nachrüstungsverpflichtungen selbstständig nachzukommen. Die unbedingten Nachrüstungsverpflichtungen bestehen unabhängig davon, ob energetische Maßnahmen am Gebäude durchgeführt werden, etwa Sanierungen. Auch ohne die Durchführungen von Maßnahmen am Gebäude sind die Nachrüstungsverpflichtungen zu erfüllen.

1.1.1.1 AUßERBETRIEBNAHME VON ÄLTEREN HEIZKESSELN Bereits in den Energieeinsparverordnungen 2007/2004 wurde die Verpflichtung von Eigentümern von Gebäuden mit Heizkesseln, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und die vor dem 1.10.1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, statuiert. Diese Verpflichtung gilt nach der EnEV 2009 weiterhin fort.

Bisher durften Heizungen, die bereits vor dem 1.10.1978 eingebaut wurden und nach dem 1.11.1996 durch nachträgliche Maßnahmen so ertüchtigt wurden, dass die zulässigen Abgasverlustgrenzwerte eingehalten sind, bis zum 31.12.2008 außer Betrieb genommen werden. Nachdem diese Übergangsfrist abgelaufen ist, wurde § 10 I 2 und 3 der EnEV 2007 gestrichen.

Ausgenommen von der unbedingten Nachrüstungsverpflichtung sind Heizungen, die mit so genannten Niedertemperatur-Heizkesseln oder Brennwertkesseln ausgestattet sind, § 10 I S. 2 EnEV 2009.

Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1.2.2002 selbst bewohnt hat, müssen Heizkessel die vor dem 1.10.1978 eingebaut worden sind, erst dann außer Betrieb genommen werden, wenn ein Eigentümerwechsel nach dem 1.2.2002 stattgefunden hat. Die Pflichten sind in diesem Falle von dem neuen Eigentümer zu erfüllen. Bei den eigengenutzten Immobilien hat der neue Eigentümer den Heizkessel zwei Jahre nach dem ersten Eigentumsübergang außer Betrieb zu nehmen, § 10 V 2 EnEV.

1.1.1.2 UNGEDÄMMTE WÄRMEVERTEILUNGS- UND WARMWASSERLEITUNGEN Bereits nach den Vorschriften der Energieeinsparverordnung von 2004 sowie der EnEV 2007 mussten Eigentümer von Gebäuden ungedämmte Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich in nicht beheizten Räumen befinden, bis zum 31.12.2006 mit Wärmedämmungen versehen. Diese Verpflichtung besteht nach der EnEV 2009 fort. Nach § 10 II EnEV sind Eigentümer von Bestandsgebäuden verpflichtet, heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich in nicht beheizten Räumen befinden, zu dämmen. Es gilt § 10 VI der EnEV, d. h. die Verpflichtung entfällt, wenn die für die Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können (vgl. dazu Kap. 1.1.2.4.) 1.1.1.3 DÄMMUNG DER OBERSTEN GESCHOSSDECKEN Bereits nach der EnEV 2007 bestand eine Verpflichtung zur Dämmung der so genannten ungedämmten, nicht begehbaren aber zugänglichen obersten Geschossdecken. Auch hierbei handelte es sich um eine zwingende Nachrüstungsverpflichtung mit dem Ziel, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,30 Watt/(m2 x K) nicht überschreitet.

Diese Verpflichtung wurde in zweierlei Hinsicht verschärft. § 10 Abs. 3 der EnEV 2009 sieht nun vor, dass Eigentümer von Wohngebäuden bisher ungedämmte, nicht begehbare aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so zu dämmen haben, dass der Wärmedurchgangskoeffzient der Geschossdecke 0,24 Watt/(m2 x K) anstatt wie bisher 0,30 Watt/(m2 x K) nicht überschreitet. Gleiches gilt für Nichtwohngebäude, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate auf Innentemperaturen von mindestens 19 °C beheizt werden.

Neu ist weiterhin, dass die Eigentümer alternativ anstelle der obersten Geschossdecke das darüber liegende, bisher ungedämmte Dach entsprechend dämmen können. In diesem Falle gilt die Nachrüstungsverpflichtung nach § 10 III zur Dämmung der obersten Geschossdecken ebenfalls als erfüllt.

Eine weitere Verschärfung der Dämmpflicht sieht § 10 IV der EnEV 2009 vor. Ab dem 1.1.2012 müssen nicht nur die nicht begehbaren obersten Geschossdecken gedämmt werden, sondern auch begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken.

Nachdem § 10 IV der EnEV auf die entsprechende Anwendung des § 10 III EnEV verweist, kann der Gebäudeeigentümer auch im Falle begehbarer, bisher ungedämmter oberster Geschossdecken beheizter Räume das darüber liegende Dach entsprechend dämmen.

Für die Verpflichtung zur Dämmung der obersten Geschossdecken gilt § 10 VI der EnEV, d. h. die Verpflichtung entfällt, wenn die für die Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb einer angemessenen Frist erwirtschaftet werden können (vgl. dazu Kap. 1.1.2.4.).
A Die rechtlichen Auswirkungen der EnEV 2009
1 Die wichtigsten Änderungen für Gebäudeeigentümer
2 Auswirkungen der EnEV 2009 im Bereich des Mietrechts
3 Wohnungseigentümergemeinschaft - Pflichten des Verwalters
4 Auswirkungen auf Kauf- und Werkvertragsrecht

B Die neue Heizkostenverordnung
1 Anwendungsbereich der HeizKV
2 Ausnahmen von der HeizKV
3 Pflicht zur Verbrauchserfassung und zur verbrauchsabhängigen Kostenverteilung
4 Anwendung der HeizKV auf das Wohneigentum
5 Ausstattung zur Verbrauchserfassung
6 Ablesung
7 Umlagefähige Kosten der Heizung
8 Umlagefähige Kosten der Warmwasseranlage
9 Wärmecontracting
10 Ermittlung der Kosten bei verbundenen Anlagen
11 Umlageschlüssel
12 Die Abrechnung
13 Sonderfälle
14 Kürzungsrecht des Mieters
15 Arbeitshilfen
16 Synopse Heizkostenverordnung
17 Literatur und Abkürzungsverzeichnis zu Teil B

C Die bautechnischen Regelungen der EnEV 2009
1 Die historische Entwicklung hin zur Energieeinsparverordnung 2009
2 Übersicht: Was die EnEV 2009 regelt
3 Die Änderungen der EnEV 2009
4 Allgemeine Vorschriften (Abschnitt 1)
5 Zu Errichtende Gebäude (Abschnitt 2)
6 Bestehende Gebäude und Anlagen (Abschnitt 3)
7 Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie an Warmwasserversorgung (Abschnitt 4)
8 Energieausweise und Empfehlungen für die Energieeffizienz (Abschnitt 5)
9 Gemeinsame Vorschriften, Ordnungswidrigkeiten (Abschnitt 6)

D Technische Tipps zur energetischen Sanierung von Gebäuden
1 Physiologische Zusammenhänge
2 Nachhaltige Gesamtplanung
3 Ansatzpunkte einer energetischen Sanierung

E Tipps zum Energiesparen
1 Heizen18
2 Wasser- und Warmwasserverbrauch
3 Lüften
4 Strom sparen

F Fördermöglichkeiten zur energetischen Sanierung

G EnEV 2009
Abschnitt 1: Allgemeine Vorschriften
Abschnitt 2: Zu errichtende Gebäude
Abschnitt 3: Bestehende Gebäude und Anlagen
Abschnitt 4: Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung
Abschnitt 5: Energieausweise und Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz
Abschnitt 6: Gemeinsame Vorschriften, Ordnungswidrigkeiten
Abschnitt 7: Schlussvorschriften
Anlagen 1-11

Stichwortverzeichnis