Sturz der Titanen - Follett, Ken
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Ken Follett 

Sturz der Titanen

Die Jahrhundert-Saga. Roman

Übersetzung: Schmidt, Dietmar; Schumacher, Rainer
Buch mit Leinen-Einband
 
27 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Produktbeschreibung zu Sturz der Titanen

Drei Länder. Drei Familien. Ein Jahrhundert. Europa 1914. Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie, die unter den politischen Spannungen zerrissen wird. Eine Familie aus England zwischen dem Aufstieg der Arbeiter und dem Niedergang des Adels. Und zwei Brüder aus Russland, von denen der eine zum Revolutionär wird, während der andere in der Fremde sein Glück sucht. Ihre Schicksale verflechten sich vor dem Hintergrund eines heraufziehenden Sturmes, der die alten Mächte hinwegfegen und die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird.

Das zwanzigste Jahrhundert ist längst schon Geschichte geworden. Wie in Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt entwirft Ken Follett in seinem neuen Roman ein gewaltiges Panorama einer ganzen Epoche, doch in einem Maßstab, wie dies kein heutiger Autor bislang gewagt hat.Der Sturz der Titanen ist der Auftakt zu einer dreibändigen Jahrhundert-Saga, die drei Länder, drei Familien und drei Generationen umfasst. Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie, die unter den politischen Spannungen zerrissen wird. Eine Familie aus England zwischen Arbeiterschicht und Adel. Und zwei Brüder aus Russland, die in den Strudel der Revolution hineingezogen werden und sich auf verschiedenen Seiten gegenüberstehen. Ihre verflochtenen Schicksale entfalten sich vor dem Hintergrund jener dramatischen Zeit, die mit den Vorboten des Ersten Weltkriegs beginnt und mit dem Fall der Mauer enden wird. Diese Romane werden Geschichte schreiben.

Produktinformation


  • Verlag: Bastei Lübbe
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 1152 S. m. Illustr. v. Tina Dreher.
  • Seitenzahl: 1022
  • The Century Trilogy Bd.1
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 161mm x 55mm
  • Gewicht: 1134g
  • ISBN-13: 9783785724064
  • ISBN-10: 3785724063
  • Best.Nr.: 29611802

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Voll des Lobs ist Rezensent Jochen Hieber für Ken Follets 1000-Seiten-Roman "Sturz der Titanen". Dass er den Wälzer über den Ersten Weltkrieg so gelungen findet, scheint ihn selbst ein wenig zu überraschen. Doch er lässt keinen Zweifel daran: dieser Bestseller ist eine makellose Synthese aus Unterhaltung und historischer Belehrung. Er würdigt Follett als Autor, der sein Handwerk souverän beherrscht und das Vertrauen einer riesigen Fangemeinde genießt. "Sturz der Titanen" zeichnet sich für Hieber durch gute Recherche, spannende Dramaturgie und nicht zuletzt durch die überzeugende Wahl und Charakterisierung der Hauptfiguren aus. Auch wenn das Werk sprachlich keine Herausforderung für den Leser darstellt, findet er Folletts Art zu erzählen nie schablonenhaft. Im Blick auf die Schilderung der schrecklichen Materialschlachten des Ersten Weltkriegs bescheinigt er ihm zudem eine "angemessene, mithin realistische Sprache". Richtig gekonnt findet er nicht zuletzt die Verbindung seines fiktiven Personals mit den Realfiguren der Zeit wie Ludendorff oder Woodrow Wilson.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.12.2010

Die feurige Maud und der deutsche Feind
Am Beginn des sozialdemokratischen Jahrhunderts: Die Julikrise 1914 und der Erste Weltkrieg in Ken Folletts neuer Saga „Sturz der Titanen“
Wenn der neue Wälzer von Ken Follett den Erfolg seiner Vorgänger erreicht, dann wird „Sturz der Titanen“ das Bild, das sich Millionen Leser von der europäischen Geschichte des Jahrzehnts zwischen 1914 und 1924 machen, ebenso prägen wie es „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ für das englische Hoch- und Spätmittelalter geleistet haben. Wie macht Follett das?
Zunächst: Er hat wieder gut recherchiert. Die historischen Tatsachen und Umstände, die der neue Tausendseiter erzählt und voraussetzt, stimmen. Selbst ein verwickelter diplomatischer Vorgang wie die Juli-Krise von 1914 nach dem Attentat von Sarajewo ist in den Grundzügen korrekt wiedergegeben, vor allem die schwankende Haltung Englands, das erst durch den deutschen Einmarsch in Belgien zur Entschiedenheit fand, wird treffend geschildert. Viel Verständnis zeigt der Erzähler dabei für die deutsche Seite, was unsere Urgroßväter, die unter der „Kriegsschuldlüge“ litten, gefreut hätte. Ebenso …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.12.2010

Die Renaissance des Schützengrabens

Braucht die Welt eine weitere Romanschwarte von Ken Follett? Und auch noch eine über den Ersten Weltkrieg? Unbedingt: In diesem Riesenwerk ergänzen sich Unterhaltung und historischer Unterricht perfekt.

Das hat es hierzulande nach Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues" aus dem Jahr 1929 oder Ernest Hemingways "In einem anderen Land" von 1930 nicht mehr gegeben: Seit seinem Erscheinen vor gerade einem Vierteljahr steht mit Ken Folletts "Sturz der Titanen" ein Roman auf den allerersten Plätzen der Publikums- und Käufergunst, dessen Thema der Erste Weltkrieg ist - und das über gut tausend Seiten hinweg. Bis Weihnachten werden annähernd 600 000 Exemplare verkauft sein.

Das ist mehr als erstaunlich. Was immer die deutschen Romanleser in den vergangenen Jahrzehnten auch beschäftigt und angezogen hat: Die Zeit zwischen 1914 und 1918/19 gehörte gewiss nicht dazu. Für die deutschen Schriftsteller gilt das nicht minder. Der Erste Weltkrieg blieb den Historikern überlassen, in der Folge von Fritz Fischers "Griff nach der Weltmacht" von 1961 auch dem politischen Diskurs.

Ganz anders in …

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Ken Follett, geboren 1949 in Wales, von Beruf Journalist, wurde mit seinem Thriller 'Die Nadel' weltberühmt. Brillante Erzählkunst verbindet sich in seinen Büchern mit fundierter Sachkenntnis.

Leseprobe zu "Sturz der Titanen" von Ken Follett

Kapitel 2 (S. 34-35)

Januar 1914

Earl Fitzherbert, 28 Jahre alt, von Familie und Freunden meist »Fitz« genannt, stand auf Platz neun der reichsten Männer Großbritanniens.

Er hatte sich seine Reichtümer allerdings nicht verdient; vielmehr war er der glückliche Erbe von Tausenden Morgen Land in Wales und Yorkshire. Die Bauernhöfe, die auf Fitz’ Grund und Boden standen, brachten zwar nur wenig ein, doch unter der Erde schlummerten Kohlevorräte, und Fitz’ Großvater war steinreich geworden, indem er Konzessionen für den Abbau dieser Kohle vergeben hatte.

Offensichtlich war es Gottes Wille, dass die Fitzherberts über ihre Mitmenschen erhoben und in angemessenem Stil leben sollten. Fitz konnte Gottes Ratschluss nicht ganz nachvollziehen, hatte er doch nichts getan, was den Glauben des Allmächtigen in ihn und seine Fähigkeiten gerechtfertigt hätte.

Bei seinem Vater, dem vorherigen Earl, hatte die Sache noch anders ausgesehen. Der alte Fitzherbert hatte als Marineoffizier gedient und war nach der Beschießung Alexandrias im Jahre 1882 zum Admiral befördert worden. Nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst war er als britischer Botschafter nach Sankt Petersburg gegangen. Zuletzt hatte er ein Ministeramt in der Regierung Lord Salisburys innegehabt. Wenige Wochen nachdem die Konservativen die allgemeine Wahl von 1906 verloren hatten, war der Admiral gestorben – Fitz war überzeugt, dass es seinen Tod beschleunigt hatte, mit ansehen zu müssen, wie Seiner Majestät Regierung in die Hände unverantwortlicher Liberaler wie David Lloyd George und Winston Churchill gelangte.

Fitz hatte seines Vaters Sitz im House of Lords, dem Oberhaus des britischen Parlaments, als konservativer Peer eingenommen. Er sprach gut Französisch, und auf Russisch wusste er sich zu verständigen; gern hätte er seinem Land eines Tages als Außenminister gedient. Bedauerlicherweise wurden die Wahlen weiterhin von den Liberalen gewonnen; somit hatte sich noch keine Gelegenheit ergeben, ein Regierungsamt zu erhalten.

Ähnlich unspektakulär wie seine politische Karriere war Fitz’ Militärlaufbahn verlaufen. Er hatte in Sandhurst die Ausbildung zum Heeresoffizier absolviert und diente anschließend drei Jahre bei den Welsh Rifles, wo er zum Captain aufstieg. Nach seiner Heirat hatte er die Karriere als Berufsoffizier an den Nagel gehängt, war jedoch zum Colonel ehrenhalber der South Wales Territorials ernannt worden, aber was bedeutete das schon? Als Oberst e.h. eines Ersatzheeres hatte er keine Gelegenheit gehabt, sich auszuzeichnen und einen Orden zu erringen.

Während der Zug schnaufend die Täler von Südwales durchquerte, musste Fitz daran denken, dass es doch etwas gab, worauf er stolz sein konnte: In nur zwei Wochen würde der König ein Wochenende auf seinem Landsitz verbringen. König George V. und Fitz’ Vater waren in ihrer Jugend Schiffskameraden gewesen. Vor Kurzem hatte der König den Wunsch geäußert, Einblick in die Gedankenwelt jüngerer Männer aus verschiedenen Nationen zu erhalten – aus England, Amerika und vom Kontinent –, woraufhin Fitz zu einer diskreten Wochenendgesellschaft in seinem walisischen Herrenhaus eingeladen hatte, bei der Seine Majestät die Bekanntschaft geeigneter Gentlemen machen konnte. Nun waren Fitz und seine Frau Bea unterwegs zu ihrem Landsitz, um die nötigen Vorbereitungen zu treffen.

Fitz schätzte Traditionen sehr. Die Menschheit hatte nichts hervorgebracht, was der bewährten Ordnung von Monarchie, Aristokratie, Bürgertum und Bauernstand überlegen gewesen wäre. Doch wann immer Fitz nun aus dem Waggonfenster schaute, erblickte er eine Bedrohung der britischen Lebensart, die sämtliche Gefahren in den letzten hundert Jahren in den Schatten stellte: Wie grauschwarzer Pilzbefall auf einem Rhododendronbusch bedeckten die Häuserreihen der Bergarbeiter die einstmals grünen Hügel. In diesen schmutzigen Hütten wurden aufrührerische Reden geschwungen; der Nation drohten Atheismus, Revolten und Sittenverfall. Erst vor gut einem Jahrhundert war die Blüte des französischen Adels zur Guillotine gekarrt worden, und Gleiches würde auch in Großbritannien geschehen, wenn es nach diesen ruppigen, schwarzgesichtigen Bergleuten ging!

Fitz hätte mit Freuden auf seine Einkünfte aus den Kohlengruben verzichtet, hätte Großbritannien in schlichtere, überschaubarere Zeiten zurückkehren können. Wenigstens war die königliche Familie ein starkes Bollwerk gegen die Bestrebungen des Pöbels, die alte Ordnung über den Haufen zu werfen. Doch sosehr der bevorstehende Besuch Seiner Majestät Fitz mit Stolz erfüllte – er machte ihn auch unruhig. Vieles konnte schiefgehen. Die königlichen Besucher konnten irgendein dummes Versehen als Unachtsamkeit, wenn nicht sogar als Gleichgültigkeit auffassen, und damit als Respektlosigkeit. Über jede Einzelheit des Wochenendes, jedes noch so unbedeutende Geschehen würde getratscht werden; die Dienstboten der Besucher würden anderen Dienstboten davon erzählen, und von denen wiederum würden es ihre Brotherren erfahren. Bald würde jede Dame der Londoner Gesellschaft wissen, ob der König in einem zu harten Bett geschlafen, in eine faule Kartoffel gebissen oder die falsche Champagnermarke serviert bekommen hatte.

Am Bahnhof von Aberowen wurde Fitz von seinem Rolls-Royce Silver Ghost erwartet. Mit Bea an seiner Seite wurde er die eine Meile bis zu seinem Landsitz Ty Gwyn chauffiert. Wie so oft in Wales nieselte es ununterbrochen.

»Ty Gwyn« war Walisisch und bedeutete »Weißes Haus«, doch der Name war nur noch eine schmerzliche Erinnerung an alte Zeiten, denn eine dicke Schicht Kohlenstaub bedeckte das Gebäude, wie alles in diesem Teil der Welt. Die einst weißen Steinblöcke zeigten nun eine dunkelgraue Farbe, und die feuchte Schmutzschicht verunzierte die weiten Röcke der Damen, wenn sie damit versehentlich an der Wand entlangstrichen.

Dennoch war Ty Gwyn ein grandioses Gebäude, das Fitz mit Stolz erfüllte, als er es nun betrachtete, während der Rolls-Royce beinahe lautlos die Auffahrt hinaufglitt. Ty Gwyn hatte zweihundert Zimmer und war das größte Wohnhaus in Wales. Als Junge hatte Fitz mit seiner Schwester Maud die Fenster gezählt; sie waren auf 523 gekommen. Errichtet von Fitz’ Großvater, war das dreigeschossige Herrenhaus ein Muster an architektonischer Harmonie. Im Erdgeschoss gab es hohe Fenster, die viel Licht in die großen Empfangssäle ließen. Im Obergeschoss befanden sich Dutzende von Gästezimmern, und im Dachgeschoss reihten sich zahlreiche Kammern für Gesinde und Dienstboten, wie an den langen Reihen von Gaubenfenstern unter dem steilen First zu erkennen war.

Die fünfzig Morgen großen Gärten waren Fitz’ ganze Freude. Die Gärtner beaufsichtigte er persönlich, und er traf die Entscheidungen über das Anpflanzen, das Stutzen und Umsetzen der Bäume und Sträucher. »Ein Haus, das eines Königsbesuchs würdig ist, nicht wahr?«, sagte er, als der Wagen vor dem großen Säulengang hielt. Bea gab keine Antwort. Vom Reisen bekam sie schlechte Laune.

Als Fitz ausstieg, begrüßte ihn Gelert, sein Pyrenäenhund, ein Geschöpf so groß wie ein Bär, das seinem Herrn die Hand leckte und dann freudig über den Hof tollte.


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Kundenbewertungen zu "Sturz der Titanen" von "Ken Follett"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.6 von 5 Sterne bei 27 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 27 Bewertungen)
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Bewertung von Libeau aus Beverungen am 20.11.2011 ***** ausgezeichnet
Ein absolut tolles Buch. Ich habe mich nie für Geschichte / 1. oder 2. Weltkrieg interessiert.
Hier wurde jedoch verständlich und spannend rüber gebracht wie erst Politik gemacht, und daraus Geschichte geschrieben wird. Im Grunde eine Entscheidung von nur wenigen Menschen aufgrund persönlicher Erfahrungen. Aber mit weitreichenden Folgen für Millionen...

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Bewertung von Kerry aus Berlin am 19.06.2011 ***** sehr gut
Die Geschichte beginnt im Jahr 1911 in England an William Williams, genannt Billy Twice, 13. Geburtstag. Denn an diesem Tag ändert sich Billys Leben - es ist seiner erster Arbeitstag - er wird, wie sein Vater und sein Großvater vor ihm unter Tage arbeiten.

Seine ältere Schwester Ethel arbeitet für Earl Fitzherbert, genannt Fitz, dem auch die Grube gehört. Sein Vater, Gewerkschaftsvorsitzender, macht hingegen dem Earl und dem Grubenleiter nur Ärger.

Während eines Verhältnisses mit dem Earl wird Ethel schwanger. Sie wird entlassen und von ihrem Vater verstoßen. Jedoch zwingt sie Fitz dazu, ihr ein Haus in London zu kaufen, damit sie wenigstens ein Dach über dem Kopf hat. Fitz stimmt dem Vorschlag zu, um einen Skandal zu vermeiden, denn auch seine Frau, Fürstin Bea, eine gebürtige Russin, ist schwanger und hat bereits ein Kind verloren.

Earl Fitzherbert hat eine Schwestern namens Maud. Diese setzt sich aktiv in der Politik und später für das Wahlrecht und die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft ein. Trotz aller Traditionen duldet Fitz die Ansichten seiner Schwester. Später schließt sich auch Ethel diesem Kampf an, denn auch sie findet es unerträglich, dass Frauen so gut wie gar keine Rechte haben.

Fürstin Bea hat teilweise recht grausame Züge an sich, sie schlägt die Dienstboten und bekommt wahre Tobsuchtsanfälle. Dies war jedoch in Russland, wo sie geboren und aufgewachsen ist normal, u. a. hat Bea in ihrer Jugend zusammen mit ihrem Bruder Andrej mitangesehen, wie 3 Bauern gehängt wurden, nur weil sie Land für sich gefordert hatten.

Gregory und Lew sind Söhne eines dieser Bauern. Sie hassen die Fürstenfamilie, denn nach dem Tod des Vaters mussten sie zusammen mit ihrer Mutter in die Stadt gehen, um zu versuchen Arbeit zu bekommen. Bei einer Protestbewegung wird die Mutter erschossen, Gregory und Lew, zu diesem Zeitpunkt 16 und 11 Jahre alt, bleiben allein zurück. Gemeinsam schlagen sie sich durch, wobei Gregory den Traum hat, nach Amerika auszuwandern, Lew hingegen, möchte am liebensten nur dem harten Leben entkommen.

Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und ihrer aller Leben wird sich durch dieses Ereignis monumental verändern ...


Ein wahres Epos hat Ken Follett hier abgeliefert. Eine Geschichte über die Entstehung des 1. Weltkrieges und wie sich dieser auf die Leben in verschiedenen Gesellschaftsschichten und Ländern auswirkte. Mir hat die Geschichte gut gefallen, wobei ich jedoch einen kleinen Abstrich machen musste. Es wurde aus meiner Sicht etwas zu sehr auf die Politik eingegangen, an bestimmten Stellen hätte ich mir mehr Nähe zu den Protagonisten gewünscht. Die Protagonisten an sich zeichen sich jedoch doch sehr viel Tiefe aus.

5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von braunbär aus Bad Berka am 14.06.2011 ***** ausgezeichnet
In diesem Buch werden die Schicksale dreier Familien erzählt. Diese Familien sind in einer Epoche verknüpft. Es beginnt 1914 und endet erst beim Mauerfall in Berlin. Er erzählt von einer deutsch-österreichischen Aristokratenfamilie, die den starken politischen Spannungen ihrer Zeit nicht standhalten kann. Von einer englischen Familie, die sich zwischen Arbeiterschicht und Adel bewegt. Und er erzählt von zwei Brüdern aus Russland, die sich mitten im Strudel der Revolution befinden, jedoch auf verschiedenen Seiten stehen. Es wird von allen drei Familien erzählt, wie Sie in den Krieg ziehen und auf unterschiedlichen Seiten stehen. Wie es ausgeht müsst Ihr schon selber lesen.
Ich habe bisher alle Bücher von Ken Follett gelesen, aber ich muss sagen, dieser Roman übertrifft für mich alle bisherigen. Als ich das Pesonenverzeichnis am Anfang gesehen habe, dachte ich, ich würde durch die Vielzahl der Personen den Überblick verlieren, aber nichts dergleichen. Das Buch ist flüssig und verständlich zu lesen und überrascht mich mit den vielen, mir nicht bekannten historischen Details. Ich kann es gar nicht erwarten bis die nächsten Teile der Trilogie erscheinen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von wolle aus 72178 Waldachtal am 19.04.2011 ***** sehr gut
So oder so ähnlich könnte der Geschichtsunterricht auch für die jüngere Generation spannender gestaltet werden, wie die teilweise langweiligen Schulbücher.
Ich fand das Buch interessant und es ist auch gut recherchiert.
Freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Bewertung von Elabrok aus Nähe Münster am 15.03.2011 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch bringt jedem der es liest den 1. Weltkrieg vor die Haustür. Ich habe mich nie sonderlich für Geschichte interessiert - dieses Buch hat das geändert. Es ist wunderbar geschrieben und recherchiert worden. Fesselnd und unheimlich aufschlussreich - es lohnt sich!

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Bewertung von Uli Geißler aus Fürth/Bay. am 05.03.2011 ***** gut
Spannende Schicksale des 1. Weltkriegs

Die Zeit vor dem 1. Weltkrieg beschreibt der profunde Autor anhand von Lebensgeschichten. Schnell entwickelt sich Empathie für die handelnden Personen und kann die allgemeine Lebenssituation der Menschen gut nachvollziehen. Das ist die Kunst Ken Follets, Charaktere und Lebensweisen einer Zeit so eindrücklich zu erzählen, dass man schnell in das erzählte Geschehen eintaucht.

Man lebt geradezu die Entwicklungen in einer walisischen Bergarbeiterfamilie, der Elternlosen Brüder Grigori und Lew in St. Petersburg aber auch der Deutschen Diplomatenfamilie um den Kriegstreiber Otto von Ulrich und seinen Sohn Walter, der mehr demokratische Diplomatie lebt, als es von seinem Vater zu erwarten sei.

Besonders gelungen lässt der Autor historisch belegte Fakten mit fiktiven Ereignissen und Personen verschmelzen, ohne dabei den geschichtlich-politischen Duktus zu verlassen. Schließlich weiß man ja vorher, wie die eigentliche Geschichte tatsächlich im Ausbruch des 1. Weltkrieges mündete.

Es geht viel um die Einstellungen und Haltungen, um Macht und Anerkennung und darum, sein Gesicht nicht zu verlieren. Das wird insbesondere im Umgang des Earl Fitzherbert mit seiner von ihm geschwängerten Bediensteten Ethel Williams, Schwester von Billy, der zu Beginn der Geschichte seinen ersten Tag eines langen, beschwerlichen und vom Arbeitskampf durchsetzten Bergarbeiterlebens in die Grube geht.

Bei allem Interesse für die so unterschiedlichen Lebensentwicklungen der Protagonistinnen und Protagonisten der Erzählung schwindet doch bisweilen die Leselust ob der vielen und teilweise langatmigen Kampfesschilderungen und des hin und wieder verlorengehenden Spannungsbogens. Letztlich kann man nur aufgrund der so leichtgängigen Sprache weiter lesen, ohne die Lust zu verlieren.

Entlastend kann man sagen, dass die mittelalterlichen Romane Follets deutlich besser waren, vielleicht auch, weil diese Geschichten so schön in weiter geschichtlicher Ferne spielen und nicht diese historische Nähe hatten, wie eben die ja auch sehr aufklärerischen Beschreibungen der Kriegsentwicklung in „Der Sturz der Titanen“. Möglicherweise ist das bei der sehr gut recherchierten und auch lehrreichen Geschichtslektion unbewusst hinderlich?!

© 1/2011, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Nellie aus Berlin am 11.04.2011
    Ken Follet als "profunder Autor", der "gut recherchiert" habe?
    Was bedeutet das im Falle Rußland?Was hat er d a gut recherchiert? Welche Fakten hat er gesammelt, die beweisen,

    mehr
     (Inhalt anstößig?)

12 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von thetruth999 aus Mainburg am 04.01.2011 ***** sehr gut
Was soll ich schreiben - den hochkarätigen Bewertungen/ Besprechungen von FAZ und SZ kann ich mich nur anschließen und rein aus dem Bauchgefühl sagen: lesen, lesen, lesen!

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von peppi aus Münster am 04.01.2011 ***** gut
Spannende und nette Geschichte, zwischendurch etwas viel Schlachtengetummel. Empfehlenswert!

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Bewertung von B. Robert aus Vreden am 02.01.2011 ***** ausgezeichnet
Einfach sensationell!
Informativ, spannend; hat alles, was ein guter Roman braucht. Selbst der Erste Weltkrieg wird interessant geschildert, politische Hintergründe erläutert und das in einem absolut entspannt lesbaren Stil.
Zurücklehnen und genießen!
Hab die gut 1000 Seiten in einer Woche geschafft...und würde am liebsten dirkekt weiterlesen...

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Bewertung von Bücherfreundin aus Lingen am 27.12.2010 ***** gut
Anfangs zieht es sich hin! Kam auch mit dem Lesen schwerlich voran. Bei Ausbruch des 1.Weltkrieges kommt die Spannung, und steigert sich immer mehr. Ein ganz passables Buch, wodurch man mal wieder seine Geschichtskenntnisse auffrischen kann. Kaufen würde ich es mir nicht noch einmal.

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