Day - Kennedy, A. L.

Day

Roman. Ausgezeichnet mit dem Costa Book Award 2007

A. L. Kennedy 

Aus d. Engl. v. Ingo Herzke
 
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Day

>Day< ist ein großer Roman über die Brutalität des Kriegs und seine Schrecken, über Freundschaft, die im Angesicht ständiger Todesgefahr entsteht, und nicht zuletzt eine bewegende Erforschung der Unwägbarkeiten und Verwicklungen der Liebe. Erstaunlich leicht und ungezwungen erzählt A. L. Kennedy von dieser Last der Geschichte und von denen, die sie überlebten. »Und wieder hat sie uns ein Buch von ungeheurer Intensität geschenkt, ein Buch, das einem den Hals zuschnürt, Literatur so nah an tatsächliche Erfahrung herantreibt wie nur irgend möglich.« Radio Bremen


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 348 S.
  • Seitenzahl: 348
  • Fischer Taschenbücher Bd.17545
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 123mm x 23mm
  • Gewicht: 260g
  • ISBN-13: 9783596175451
  • ISBN-10: 3596175453
  • Best.Nr.: 25575977
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.11.2007

Als lachende Männer ein Loch in den Himmel brannten
Todesangst und Überlebensrausch: A. L. Kennedys Kriegsroman / Von Hubert Spiegel

Angst, Schuld und Liebe. Darum geht es und um nichts anderes. Es ärgere sie, hat A. L. Kennedy einmal gesagt, wenn man sie fragt, wovon dieses oder jenes Werk handle. Denn die Frage ist überflüssig. "Es geht um Angst, Schuld und Liebe. Immer." Und es geht darum, was ein Autor daraus macht.

A. L. Kennedy macht daraus Bücher, die zum Besten gehören, was die britische Gegenwartsliteratur zu bieten hat. Keine andere Autorin stürzt sich ähnlich tollkühn und radikal auf ihre Gegenstände wie die 1965 in Dundee geborene Schottin. Ob ihre Figuren in den Suff abgleiten, in sexuelle Abhängigkeit geraten oder von Todessehnsucht erfüllt sind: Emotionen sind für diese Autorin Urgewalten. A. L. Kennedy interessiert sich für alles, was Menschen zerstören kann, und für alles, was ihnen erlaubt, mit den Verwüstungen ihrer Seelen weiterzuleben. Also musste sie früher oder später an den Krieg geraten.

Alfred F. Day ist keine zwanzig, als er sich freiwillig zur Luftwaffe meldet. Ein Milchgesicht vom Land, …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
A. L. Kennedy haut Psychogramme raus, von denen man eigentlich lieber nichts wissen will. Nachdem sie mit "Paradies" in eine Vollzeittrinkerin geschlüpft ist, gräbt sich die schottische Erfolgsautorin für ihren neuen Roman "Day" in den vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Bordschützen Alfred Day. Der hat mit dem Krieg seine Lebensaufgabe, alle Freunde und die Liebe verloren; auf die Leere im Frieden ist er nicht vorbereitet. Die Komparsenrolle in einem Film über Kriegsgefangene scheint da eine sehr zweifelhafte Lösung. Natürlich ist das Thema so unbequem wie abgegriffen. Doch Kennedy legt ihrem Helden wunderschön bittere Sätze in den Mund, die für die Überwindung mehr als entschädigen: "Dein gebrochenes Herz ist immer noch nicht geheilt. Du vergisst es nicht, denn wenn du dich an manchen Tagen zu schnell umdrehst, dann stoßen die Teile deines Herzens zusammen und sie sind immer noch scharfkantig. Davon musst du husten." Mit düsterer Ironie arbeitet sie sich durch Klischeebilder und Unbeschreibbarkeiten, um den immergleichen Schrecken abzubilden. Und so schafft sie es mit "Day", vom Kampf gegen Nazi-Deutschland zu erzählen und gleichzeitig eine psychologische Folie für den Irakkrieg mitzuliefern. Ehrensache für Kennedy, dass sie sich damit im eigenen Land mehr Feinde als Freunde macht. (cs)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.11.2007

Zur Lage der Bartstoppeln in der Dichtkunst
Ein großes, trauriges, aufregendes und grausames Buch: A. L. Kennedys neuer Roman „Day” führt tief hinab in die Abgründe der Erinnerungen eines britischen Bomberschützen Von Jens-Christian Rabe
Einen merkwürdig trägen Sog erzeugt dieses Buch. So leicht in sich hineinfinden lässt es einen nicht, heraus kommt man allerdings auch nicht wieder so schnell. Denkbar banal geht es los: „Alfred ließ sich einen Schnauzer wachsen.” Er tut es, wie man erfährt, nicht aus Langeweile. In Wahrheit interessiert ihn die Ausrichtung jedes einzelnen Stoppels. Das Übrige von Alfreds Äußerem ist alles andere als perfekt. Er ist klein, seine Hände reichlich unansehnlich, er hat lichtes Haar und ein paar Pfund zu viel an den Hüften. Es ist eine an die Methoden des Films erinnernde Erzähltechnik, mit der die schottische Schriftstellerin A. L. Kennedy in ihren neuen – von Ingo Herzke souverän ins Deutsche übertragenen – Roman „Day” einführt. Der Zoom auf ein Detail, das langsame Aufziehen des Bildausschnitts, die Art, wie Hände, Haare, Pfunde in den Blick kommen.
Zufall ist dieses Vorgehen natürlich nicht. Die …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Sehr beeindruckt ist Rezensent Jens-Christian Rabe von A.L. Kennedys "großem, traurigen, aufregenden und grausamen" Roman "Day" über die Erfahrungen eines britischen Bombenfliegers während des Zweiten Weltkriegs. In der, wie der Rezensent findet, "etwas schrägen, aber raffinierten Klammer", die die Erinnerungen des Protagonisten Alfred Day an den Krieg umrahmt, ist der Krieg schon vorbei, Day wirkt in einem Gefangenenlager an Filmaufnahmen mit. In A.L. Kennedys Erzähltechnik mit ihren Zooms, Kameraschwenken und Flashbacks erkennt der Rezensent den Einfluss ihrer filmischen auf ihre literarische Arbeit. Dabei setzt sie das Puzzle der Geschichte nur langsam über eine Erzählerinstanz und Alfreds Innensicht zusammen, doch Geduld lohnt sich dem Rezensenten zufolge. Denn wie sie die Ambivalenz der Kriegserfahrung als "Spannung zwischen der zerstörerischen und identitätsstiftenden Macht des Krieges" begreifbar macht, findet er einzigartig und eindrucksvoll.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Eine der radikalsten und aufregendsten Autorinnen der Gegenwart."( F.A.Z.)
A. L. Kennedy, geb. am 22. Oktober 1965 im schottischen Dundee, gehört seit ihrer ersten Aufnahme in die legendäre Granta-Anthologie Best of Young British Writers (1993) zu den meistbeachteten Autorinnen Großbritanniens und gewann zahlreiche Preise. A. L. Kennedy wurde u.a. mit dem Somerset Maugham Award ausgezeichnet. Die Autorin, Dramatikerin und Filmemacherin lebt in Glasgow und meldet sich mit Beiträgen im Guardian auch politisch zu Wort, u.a. als engagierte Gegnerin des Irak-Krieges. Sie erhielt 2008 den Internationale Eifel-Literatur-Preis.

Blick ins Buch "Day"



Kundenbewertungen zu "Day" von "A. L. Kennedy"

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Bewertung von Polar aus Aachen am 24.07.2008   gut
Der Krieg mag für alle verlockend sein, die mit ihrem Leben wenig anzufangen wissen. Es gilt Siege zu erringen, Länder zu unterwerfen, Auszeichnung zu erhalten und Befehlen zu gehorchen, um sich selbst unter widrigen Umständen zu bewähren. Man wird geradezu getrieben, der eigenen Lethargie zu entfliehen. A. L. Kennedy zeichnet das Leben von Alfred Day nach, dem der Krieg gar nicht so ungelegen kommt. Er findet Kameradschaft, Liebe, alles, was das Leben so aufregend macht. Doch A. L. Kennedy verschweigt nicht die Schattenseiten eines Krieges, die Angst vor der Bombardierung, die Neurose nach dem Abwurf. Obwohl Day als Heckschütze nicht für die Bombardierung der Zivilbevölkerung direkt verantwortlich ist, ist er ein Teil des Räderwerks und gelangt unvermittelt durch die Gefangenschaft auf die Schattenseite. A. L. Kennedy taucht in die Psyche eines Mannes ab, lotet sein Empfinden wie sein Denken aus. Sie begibt sie literarisch in eine Männerwelt, um Fragen zu beantworten, wie z.B.: Warum Männer auf Knopfdruck funktionieren? Dabei entsteht ein gleichförmiger Erzählfluss ohne Höhen und Tiefen. Das Urteil über Day ist längst gefällt, er selbst in sich so gefangen, dass er nicht ausbrechen kann. Auch hier begegnen wir wieder der eisigen Welt menschlicher Beziehungen, die wir schon aus anderen Romanen Kennedys kennen. Ihre Figuren scheinbar von allem losgelöst, drängen aufeinander zu, ohne zu wissen, wie sie es anstellen sollen. Das Buch fordert einem Leser alles ab. Days Leben erscheint bleiern. Atmosphärisch sicher richtig, nur erschwert es einem den Zugriff.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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