Angekommen in der norddeutschen Heimat, wo es nach Wattenmeer
riecht und die Luft salzig schmeckt, möchte Laura mehr Klarheit in
ihr Leben bringen. Ganz bewusst konfrontiert sie sich hier mit den
tiefgreifenden Ereignissen der Vergangenheit: der Tod der kleinen
Schwester in jungen Jahren, dann der Autounfall, bei dem ihre
Eltern ums Leben kommen und sie als 22-Jährige die Verantwortung
für den Bruder übernimmt, schließlich ihre Ehe mit dem
alkoholkranken Paul. Laura möchte es allen recht machen, alles
Unheil von den Menschen in ihrem Umfeld fernhalten. Erst spät
erkennt sie, dass die Umsetzung ihres Anspruches, eine perfekte
Partnerin, Mutter und Hausfrau zu sein, viel Kraft kostet und zu
Lasten der eigenen Gesundheit geht. Es braucht seine Zeit, bis sie
die Co-Abhängigkeit durchbrechen und ihren Mann endgültig verlassen
kann. Eva Maria Barth schildert in Aufgeklart offen und
eindringlich, wie die Suchtkrankheit den Alltag einer Beziehung
bestimmt, und beleuchtet dabei die sozialen und familiären
Umstände, die zu einer Co-Abhängigkeit führen können.
Eva Maria Barth arbeitete 25 Jahre als Angestellte in der öffentlichen Verwaltung. Sie erzog fünf Kinder und war mehr als zwanzig Jahre Co-Abhängige ihres alkoholkranken Exmannes. Seit etwa drei Jahren widmet sie ihre freie Zeit intensiv dem Schreiben. Zwei Gedichte und eine Geschichte in plattdeutscher Sprache wurden bereits in Anthologien veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Ehemann in einem Städtchen in Nordrhein-Westfalen. Aufgeklart ist ihre erste Veröffentlichung im Schardt Verlag.