Erziehung als kulturspezifischer Prozess Kindheit wird von
kulturellen Mustern geprägt. Wie können Kinderpsychotherapeuten,
Kindergärtnerinnen, Erzieherinnen, Eltern aktiv mit der kulturellen
Vielfalt in unserer Gesellschaft umgehen? Forschung und Anwendung
zum Thema Professor Heidi Keller und ihr Team haben zwei
grundlegende kulturelle Muster identifiziert, die durch die
sozialen Erfahrungen im ersten Lebensjahr angelegt werden und deren
Kenntnis sich in der Praxis als äußerst hilfreich erwiesen haben.
Sie werden in diesem Buch gut verständlich und praxisnah
aufbereitet: Wahrnehmen der eigenen kulturellen Brille Wahrnehmen
der Praktiken anderer Kulturen als gleichberechtigte Lebensformen.
Was bedeutet das konkret? Und wie kann man das Wissen in Therapie,
Erziehung und Beratung nutzen? Die Akzeptanz unterschiedlicher
kultureller Muster ist notwendige Voraussetzungen für gelungene
Integrationsbemühungen. Das Buch möchte dazu einen Beitrag leisten.
Für die Praxis - verständlich, unterhaltend, mit vielen Fotos
Aus den Rezensionen: "... Für aIle, die im vorschulischen Bereich Kulturbrücken bauen wollen, ein wunderbares Buch: praxisnah, verständlich, überzeugend unbedingt lesen!" (Uta Stolz, in: Welt des Kindes, January/February/2013, Issue 1)
Aus den Rezensionen: ... Für aIle, die im vorschulischen Bereich Kulturbrücken bauen wollen, ein wunderbares Buch: praxisnah, verständlich, überzeugend unbedingt lesen! (Uta Stolz, in: Welt des Kindes, January/February/2013, Issue 1)
Prof. Dr. Heidi Keller leitet die Abteilung Entwicklungspsychologie der Universität Osnabrück. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Säuglingsforschung und der frühen Mutter-Kind-Beziehung.
I Die Beziehung von Entwicklung und Kultur 1 Einführung: Die Wissenschaft vom Alltagsleben 2 Kultur und Kontext eine untrennbare Allianz 3 Kultur definiert die menschliche Natur 4 Autonomie und Verbundenheit sind menschliche Grundbedürfnisse 5 Erziehungsstrategien als generationenübergreifende Weitergabe von Kultur II Kulturen elterlicher Strategien 6 Die evolutionäre Ausstattung zum Elternsein 7. Die westliche Mittelschichtfamilie. Eltern auf Distanz: Blickkontakt, Sprache und Objekte 8 Die traditionelle Bauernfamilie: Zwischen mich und mein Baby darf kein Blatt passen. Sozialisation aus der Nähe: Körperkontakt und motorische Stimulation 9 Unterschiedliche Schwerpunkte elterlicher Aufmerksamkeit: Entscheiden, wählen und wünschen oder sitzen, stehen und laufen? 9.1 Motorisches Training: Sitz-, Steh- und Laufübungen im Hof und auf dem Feld 9.2 Kognitives Training mit allen Sinnen 10 Der Ausdruck positiver Emotionen in den beiden Sozialisationsstrategien: Lächle doch mal mit der Mama oder verzieh bloß keine Miene 11 Väter und Säuglinge III. Entwicklungskonsequenzen. Die Auswirkungen der frühen Erfahrungen 12 Entwicklung im ersten Lebensjahr früh sprechen oder früh laufen? 13 Die Beziehungsmatrix der Einjährigen: Bindung ist nicht gleich Bindung 14 Kulturspezifische Entwicklungspfade 15 Das sprachliche Universum: Autonomie oder Didaktik? 16 Die ersten Bilder von sich selbst: Kinder zeichnen sich und ihre Familien IV Erziehung, Bildung und Beratung 17 Normalität und Realität. Die Bedeutung der kulturellen Linsen 18 Die Welt der Orientierungspläne und pädagogischen Leitlinien 19 Autonome Verbundenheit: eine tragfähige Vision?