Seit die Weltmusik Hitparaden erreichte, wurde auch der
Obertongesang neu entdeckt. In der Mongolei und Südsibirien gibt es
Menschen, die bis zu vier Obertöne mit dem gesungenen Grundton
mitschwingen lassen können, also quasi die Mongolian Harmonists in
einer Person. Wie so etwas geht? Arjopa, Sängerin aus Berlin bringt
es Ihnen bei. Per Buch und CD.
Annette von Droste-Hülshoff gehört zu den bedeutendsten
Lyrikerinnen der deutschen Literatur. Zu Lebzeiten erschienen nur
zwei Gedichtbände: die Sammlung 'Gedichte' im Jahr 1838
(erweiterte Ausgabe 1844) und der Gedichtzyklus 'Das geistliche
Jahr' im Jahr 1851; dieser enthält Droste-Hülshoffs religiöse
Lyrik, mit der sie die Tradition der religiösen Dichtung des Barock
aufnimmt, verbunden mit der eigenen Lebens- und
Glaubensproblematik. Mit ihren Naturgedichten, aber auch mit den
Geschichts- und Schauerballaden lieferte "die Droste"
einen ganz eigenständigen Beitrag zur Literatur der Vormärzzeit.
Wie kaum ein anderes lyrisches Werk der deutschen Literatur ist das
von Droste-Hülshoff episch geprägt. Die Gedichte erzählen, seien es
einfache Vorgänge, Konflikte, Geschichten, seien es innerseelische
Prozesse.
Die von Bernd Kortländer neu konzipierte, sorgfältig kommentierte
Auswahlausgabe aus Droste-Hülshoffs Lyrik enthält neben
Anmerkungen, Literaturhinweisen auch eine Zeittafel und ein
Nachwort.
Annette von Droste-Hülshoff wurde am 10., 12. oder 14. Januar 1797 auf Schloss Hülshoff bei Münster geboren. Ab 1804 verfasste sie lyrische Texte, sie stand in Kontakt zu Friedrich Leopold zu Stolberg und Wilhelm Grimm und beteiligte sich an der Sammlung von Märchen und Volksliedern. Sie unterhielt engen Kontakt zu dem blinden katholischen Theologen Christoph Bernhard Schlüter, der 1838 ihre erste Gedichtsammlung herausgab. 1841 erschien die Novelle Die Judenbuche. Annette von Droste Hülshoff, die als eine der bedeutendsten deutschen Autorinnen des 19. Jahrhunderts gilt, starb am 24. Mai 1848 in Meersburg am Bodensee.§Abseits des literarischen Lebens und so auch der literarischen Modeströmungen ihrer Zeit schuf sie ein schmales Werk zwischen Biedermeier und poetischem Realismus.
Inhaltsangabe
- Zeitbilder Vor vierzig Jahren
- An die Weltverbesserer
- Die Schulen
- Heidebilder
- Die Lerche
- Die Jagd
- Die Vogelhütte
- Der Weiher
- Der Hünenstein
- Die Steppe
- Die Mergelgrube
- Die Krähen
- Das Hirtenfeuer
- Der Heidemann
- Das Haus in der Heide
- Der Knabe im Moor Fels, Wald und See Am Turme
- Das öde Haus
- Im Moose
- Am Bodensee
- Das alte Schloß
Gedichte vermischten Inhalts
- Mein Beruf
- An ***
- Die Taxuswand
- Die Unbesungenen
- Das Spiegelbild Balladen Der Tod des Erzbischofs Engelbert von Cöln
- Der Fundator
- Vorgeschichte (Second sight)
- Der Graue
- Das Fräulein von Rodenschild
- Die Schwestern
- Die Vergeltung
- Der Schlosself
Gedichte in Einzelveröffentlichungen
- Spätes Erwachen
- Lebt wohl
- Grüße
- Im Grase
- Durchwachte Nacht
- Mondesaufgang
- Gemüt
Gedichte aus dem Nachlass Einzelgedichte
- Der Dichter
- Dichters Glück
- Halt fest!
- An einen Freund
- [Wie sind meine Finger so grün]
- [Du, der ein Blatt von dieser schwachen Hand]
- Das Wort Aus dem Zyklus "Das geistliche Jahr in Liedern auf alle Sonn - und Festtage"