Bei einem Spaziergang am Strand findet der Junge Sawyer eines Tages
ein schwer verletztes Delfinweibchen. Das Tier war zuvor in eine
Krebsreuse geraten, wobei die Schwanzflosse derart verwundet wurde,
dass ein Überleben des Tiers kaum noch möglich scheint. Doch durch
den unglaublichen Einsatz eines Meeresbiologen, eines Spezialisten
für Prothesen, und Sawyers tiefer Zuneigung wird das Unmögliche
möglich: "Winter", wie der Junge seinen animalischen
Freund mittlerweile getauft hat, kommt langsam wieder zu Kräften.
Die herzerwärmende Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit
und zeigt, dass die Liebe zu Tieren wahre Wunder vollbringen kann.
Der Delfin Winter spielt sich sogar selbst und ist dank 3D-Optik
hautnah zu betrachten. Eine weitere Hauptrolle kam Morgan Freeman
("Invictus - Unbezwungen") als Dr. McCarthy zu.
Beeindruckend, nicht nur was die Möglichkeiten moderner
orthopädischer Technologien betrifft - und ein Filmerlebnis für die
ganze Familie.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Der elfjährige Sawyer (Nathan Gamble) findet am Strand einen
verletzten Delfin, der sich in einem Krabbennetz verfangen hat. Das
Tier wird in das nahegelegene Clearwater Marine Hospital gebracht
und auf den Namen Winter getauft. Dr. Clay Haskett gelingt es
vorläufig, das Leben des Meeressäugers zu retten, aber ohne Flosse
kann der Delfin nicht auf Dauer überleben. Sawyer, der sich mit
Hasketts Tochter Hazel angefreundet hat, vernachlässigt zur
Beunruhigung seiner Mutter Lorraine die Schule und verbringt seine
Tage bei Winter. Als er seinen Cousin Kyle im Militärkrankenhaus
besucht, lernt Sawyer Dr. Ken McCarthy kennen, der auf die
Anfertigung von Prothesen spezialisiert ist. McCarthy soll
versuchen, Winters Flosse zu ersetzen, aber erste Versuche
scheitern. Dann verwüstet ein Sturm das Meereshospital und Haskett
gerät in ernste finanzielle Schwierigkeiten. Winters Zukunft steht
nun gleich doppelt auf dem Spiel...
Herzerwärmender Familienfilm, um die Freundschaft zwischen einem verschlossenen Jungen und einem verletzten Delfin.
Bei der Geschichte vom Delfinweibchen Winter, die im Alter von drei Monaten schwer verletzt in Clearwater, Florida gestrandet war, handelt es sich um eine wahre Begebenheit. Als besonderer Clou der Leinwandversion wird die animalische Protagonistin nun vom echten Delfin verkörpert. Zunächst wird jedoch der elfjährige Sawyer (Nathan Gamble) eingeführt, der den sterbenden Delfin findet. Bevor offizielle Hilfe in Gestalt vom Meeresbiologen Clay (Harry Connick Jr.) und seinem Team erscheint, befreit Sawyer das Delfinmädchen aus den Seilen, in die sie verstrickt ist. Dadurch entsteht zwischen den beiden auf Anhieb eine tiefe Verbindung. Dies macht sich alsbald bezahlt, als Sawyer bei Dr. Clays Marinehospital aufkreuzt und der Delfin nur von dem Jungen Futter annimmt. Doch Winter ist noch lange nicht über den Berg, da ihre Schwanzflosse amputiert werden muss. In Folge ergibt sich eine Reihe von verschiedenen Komplikationen, die nicht nur das Wohlbefinden von Winter, sondern auch den Fortbestand des Hospitals sowie Sawyers kriegsverletzten Cousin einschließen. Diese vermeintlich typische Disney-Story (tatsächlich handelt es sich um eine Warner Produktion) mag als beliebige Variation von einem Jungen und seinem geliebten Hund angesehen werden und dennoch funktioniert sie. Das liegt unter anderem am aufrichtigen Ton, den Regisseur Charles Martin Smith ("Stone of Destiny') anschlägt. Er verzichtet auf flapsige Oneliner und überdrehten Slapstick und dennoch kommen weder Langeweile noch Larmoyanz auf. Denn eine Konfliktsituation jagt die nächste und bei den gefühlvollen Momenten wird nicht penetrant auf die Tränendrüse gedrückt. Dies ist teils Mark Ishams dezentem Score zu verdanken, der akustisch unterstützt, doch nie überwältigt. Ein weiterer Pluspunkt ist die hochkarätige Besetzung, die unter anderem Morgan Freeman als Prothesen-Designer Dr. McCarthy und Ashley Judd als Sawyers Mutter umfasst. Hauptdarsteller Gamble erweist sich darüber hinaus als sympathischer Jungdarsteller mit viel Herz. Etwas überflüssig muten die 3D-Effekte an, die Licht durchfluteten Unterwasseraufnahmen beispielsweise, sind auch so schön anzusehen. Insgesamt ein inspirationsreiches Kinobonbon um tiefe Freundschaft, zähe Ausdauer und echtes Selbstvertrauen, das sich in den USA wohlverdient zum Überraschungshit entwickelt hat. ara.