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Die viel versprechende Karriere des Profi-Fußballer Dev findet nach einem Unfall ein jähes Ende - ein Umstand, der ihn zynisch und bitter werden lässt. Nun trainiert er Kinder in einer Schule seines Viertels. Verheiratet ist der Sportler mit der ehrgeizigen Moderedakteurin Rhea, die in ihrem Beruf gerade durchstartet. Ein Umstand, der zu unterschwelligen Spannungen zwischen beiden führt. Und so fühlt sich Dev immer mehr zur Lehrerin Maya hingezogen, die sich ebenfalls von ihrem Mann Rishi, einem erfolgreichen PR-Manager, entfremdet hat.
Die Geschichte von Dev und Maya, beide anderweitig
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Produktbeschreibung
Die viel versprechende Karriere des Profi-Fußballer Dev findet nach einem Unfall ein jähes Ende - ein Umstand, der ihn zynisch und bitter werden lässt. Nun trainiert er Kinder in einer Schule seines Viertels. Verheiratet ist der Sportler mit der ehrgeizigen Moderedakteurin Rhea, die in ihrem Beruf gerade durchstartet. Ein Umstand, der zu unterschwelligen Spannungen zwischen beiden führt. Und so fühlt sich Dev immer mehr zur Lehrerin Maya hingezogen, die sich ebenfalls von ihrem Mann Rishi, einem erfolgreichen PR-Manager, entfremdet hat.
Die Geschichte von Dev und Maya, beide anderweitig verheiratet und fest davon überzeugt, ein glückliches Leben zu führen... bis sie einander begegnen.

"Sag niemals Lebewohl", lautet der Hindi-Titel in der deutschen Übersetzung. So einfach ist es aber naturgemäß nicht bei der Suche nach Glück, schon gar nicht in Bollywood. Der indische Mega-Star Shahrukh Khan spielt diesmal den Profi-Fußballer Dev, dessen viel versprechende Karriere nach einem Unfall ein jähes Ende findet - einem Unfall, der ihn zynisch und bitter werden lässt. Nun trainiert er Kinder in einer Schule seines Viertels. Verheiratet ist er mit der ehrgeizigen Rhea - ideal besetzt mit dem indischen Glamour-Girl Preity Zinta -, Redakteurin eines Modemagazins, die karrieremäßig gerade richtig durchstartet. Ein Umstand, der zu unterschwelligen Spannungen zwischen beiden führt. Vor vier Jahren hat Dev aber die Lehrerin Maya kennen gelernt, die sich ebenfalls von ihrem Mann Rishi, einem erfolgreichen PR-Manager, entfremdet hat. In dieser Zeit der Krise wird aus der Freundschaft zwischen Dev und Maja Liebe...

So weit der erste Teil des Plots, der gut 90 Minuten in Anspruch nimmt und erst kurz vor Ablauf einer Stunde mit der ersten farbenfrohen, originell choreographierten Tanznummer aufwartet. Unbedingt erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die farbcodierten Kostüme von Manish Malhotra - gekonnt eingesetztes Rot und Schwarz herrschen vor - sowie die extravaganten Set-Designs von Sharmishta Roy. Nach der obligaten Pause kommt es im zweiten Teil des gut dreistündigen, in New York City angesiedelten Epos zum Chaos der Gefühle, einer eher konventionell gehandhabten Aneinanderreihung romanzentypischer Situationen von Trennung und Rückkehr.

Überzeugen kann die dritte Arbeit von Jungregisseur Karan Johar ("Sometimes Happy, Sometimes Sad") vor allem dank der sorgfältigen Ausarbeitung ihrer Charaktere, deren Schwächen und Unsicherheiten sich als Motor der Story erweisen. Die Handlung wird eben nicht, wie häufig beim indischen Mainstream, vom Widerstand des sozialen Umfelds oder einer mehr oder weniger glaubwürdigen Abfolge von Missverständnissen vorangetrieben. Dennoch bleibt letztendlich durch die ständigen Wendungen das Gefühl, dass der emotionale Bogen nicht den ganzen Film zu tragen vermag, sondern ihn in eine Sammlung von bewegenden Einzelszenen und durchaus mitreißenden Revuenummern - etwa das Ensemblestück "Where's the Party Tonight?" - zerfallen lässt. geh.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Kinotrailer
  • Produktdetails
  • EAN: 4260017060978
  • Best.Nr.: 23606337
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 30.05.2008
  • Hersteller: AL!VE
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Hindi
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:2, 35/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • Gesamtlaufzeit: 193 Min.
Rezensionen
Bestens besetzt mit dem indischen Mega-Star Shahrukh Khan und dem Glamour-Girl Preity Zinta, überzeugt die schwungvoll-farbenfrohe Arbeit von Karan Johar ("Sometimes Happy, Sometimes Sad") vor allem dank der sorgfältigen Ausarbeitung der Charaktere, deren Schwächen und Unsicherheiten sich als Motor der Story erweisen. Erwähnenswert sind neben den eingängigen Musik- und Tanznummern auch die farbkodierten Kostüme sowie die extravaganten Set-Designs. Eine Bollywood-Extravaganz, die ein breites Publikum verdient.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Besprechung von 16.04.2016
Vom Glück der Anderen

Agnès Varda, Kinolegende und diesjährige Beckmann-Preisträgerin, wird noch bis Juli im Deutschen Filmmuseum gefeiert. Nun zeigte sie dort zwei ihrer Werke.

Von Eva-Maria Magel

Der Tag hätte nicht besser getroffen sein können. Für diesen Besuch und diesen Film: Der 30. Todestag von Simone de Beauvoir, deren Werk auch Agnès Varda geprägt hat. Obwohl die belgisch-französische Filmlegende, die am 30. Mai 88 Jahre alt wird, schon immer wusste, wo es langgeht: "Ich bin von Geburt an Feministin", sagt sie im Deutschen Filmmuseum, während unten im ausverkauften Kino ihr 1965 gedrehter Film "Le Bonheur" läuft, der auf deutsch den hübsch bösen Titel "Das Glück aus dem Blickwinkel des Mannes" trägt. "Ich war damals mitten in den Kämpfen, und ich wundere mich heute, dass die Leute vergessen, wieviel noch zu tun ist", sagt Varda. Feministisch müsse deshalb noch lange nicht jeder Film sein. Auch "Le Bonheur" ist eher ein Experiment vor den Kategorien.

Eine Dreiecksgeschichte, ein Mann, der zwei Frauen begehrt und mit der für ihn glücklichen Lösung gut leben kann: "Der Film war so erfolgreich, weil er so hübsch aussieht und so grausam ist", sagt Varda, durchaus ein wenig genüsslich und schwärmt vom Licht in den Landschaften um Paris, von den Impressionisten, deren Bilder sie inspiriert haben. Um das Glück als ein soziales Klischee zu zeigen, von dem nur profitiert, wer glücksbegabt und zum Schuldigsein nicht ausersehen sei. "Es gibt solche Leute." "Le bonheur", ein Klassiker in ihrem reichen Werk, für das sie im Februar de Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt erhalten hat, ist einer der Filme, die sie jüngst restauriert hat - "eine schreckliche Arbeit".

In neuem Glanz ist nun im Filmmuseum auch "Les cent et une nuit des Simon Cinéma" zu sehen, der zweite, ganz und gar erstaunlichen Film des Abends mit Varda. Sie hatte ihn 1995 zum 100. Geburtstag des Kinos gedreht. Von Fanny Ardant über Catherine Deneuve bis Robert de Niro und Marcello Mastroianni reicht das Aufgebot von gut 20 internationalen Stars um Michel Piccoli als den hundert Jahre alten Herrn Kino, der alles ist: Orson Welles und Buster Keaton, Nosferatu und Latin Lover. Eine bizarre, an Fellini erinnernde Komödie voller Anspielungen, schon durch die Schauspielerinflation selbst: "Ich wollte zurück zur Geschichte des Kinos, als die Schauspieler im Mittelpunkt standen. Man sagte ,Ein neuer Film von Gérard Philippe', der Regisseur war egal. Erst mit der Nouvelle Vague respektierte man die Autoren", erinnert sie sich, die als die weibliche und durchaus sehr kritische Stimme inmitten all der einstigen - männlichen - Filmerneuerer gilt. Doch trotz des Staraufgebots waren die "Cent et une nuits" ein Riesen-Flop: "Achtzig Zuschauer mehr - ich zähle Sie!", rief Varda daher gänzlich uneitel und lachend in den wiederum vollbesetzten Kinosaal. Dass das Publikum ihr Werk sieht, ist ihr augenscheinlich wichtig: Die Zugfahrt von Paris und einen Abend mit zwei Publikumsgesprächen nahm sie auf sich, um der Reihe "Selbstporträts von anderen: Das Universum von Agnès Varda" ein weiteres Mal einen Besuch abzustatten. Das Exzellenzcluster "Normative Orders" an der Frankfurter Universität und das Deutsche Filminstitut würdigen so seit dem Herbst 2015 in Vorträgen und Filmen das Werk Vardas. Das filmische, wohlgemerkt. Denn die Künstlerin, die einst von der Theaterfotografie zum bewegten Bild kam, hat sich längst der Bildenden Kunst zugewandt. Das Filmemachen lässt sie aber nicht, wiewohl ihr aktuelles Projekt dann doch wieder mit Kunst zu tun hat: Sie dreht einen Dokumentarfilm mit dem Fotografen und Street artist JR.

Heute um 18 Uhr ist noch einmal "Les cent et une nuits de Simon Cinéma" zu sehen; am Mittwoch läuft um 18 Uhr noch einmal "Le Bonheur". Die Reihe zu Agnès Varda wird bis in den Juli fortgesetzt. Informationen im Internet unter www.normativeorders.net und www.deutsches-filminstitut.de

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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