Südafrika 1995: Der gerade zum Präsidenten gewählte Nelson Mandela
sieht den Kampf gegen die Nachwehen der Apartheid als sein höchstes
Ziel an. Gerade den Sport begreift er als große Chance, das noch
immer geteilte Volk zusammenzubringen. So unterstützt er mit allen
Mitteln die in Südafrika stattfindende Rugby-WM und die
südafrikanische Mannschaft, mit ihrem weißen Kapitän Francois
Pienaar. Sein Auftrag: Das Team soll die Weltmeisterschaft
gewinnen. Clint Eastwood widmet sich nach "Gran Torino"
erneut dem Thema Rassimus, hier aber aus einer völlig anderen
Warte: Bei "Invictus", der auf dem Buch "Playing the
Enemy: Nelson Mandela and the Game That Changed a Nation" von
John Carlin basiert, konzentriert er sich auf einen entscheidenden
historischen und biographischen Ausschnitt aus Nelson Mandelas
Regierungsperiode. In den Hauptrollen glänzen Morgan Freeman als
Mandela und Matt Damon als Pienaar. Großes, bewegendes Polit- und
Sportkino mit Clint-Bonus!
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Der gerade gewählte Präsident Mandela weiß genau, dass sein Land
auch nach dem Ende der Apartheid von Rassenvorurteilen und
wirtschaftlichen Benachteiligungen zerrissen ist. Er glaubt
allerdings fest daran, sein Volk durch einen Sport vereinen zu
können, der alle Schranken überwindet: Mit großem Enthusiasmus
unterstützt er das südafrikanische Rugby-Team, obwohl es als
Außenseiter bei der Weltmeisterschaft 1995 kaum eine Chance hat.
Clint Eastwoods aufrührendes Sportsdrama mit Polithintergrund schildert Nelson Mandelas Bemühen, sein trotz Abschaffung der Apartheid nach wie vor zerrüttetetes Land 1995 durch den Gewinn des Rugby World Cup zu vereinen.
Der mittlerweile mehrfach Oscar-prämierte Regieveteran thematisiert nach "Gran Torino" erneut die Rassismus und das Bemühen, ihn zu überwinden. Basierend auf dem Tatsachenbuch "Playing The Enemy" von John Carlin und strikt auf einen limitierten Zeitraum fokussiert, rückt Drehbuchautor Anthony Peckham ("Sherlock Holmes") die faszinierende Geschichte von Nelson Mandelas meisterhaftem Manöver, eine bitter gespaltene Nation mit Sportsbegeisterung zu versöhnen, ins Rampenlicht. Etwaige Rückblenden über Apartheid-Abscheulichkeiten sowie spätere anhaltende Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen werden vollkommen ausgeklammert. Der Schwerpunkt liegt auf dem unbezwingbaren Charakter Mandelas, der perfekt von Eastwoods "Million Dollar Baby"-Mitstreiter Morgan Freeman (der zudem als einer der ausführenden Produzenten fungiert) verkörpert wird.
Mit Weisheit und Umsicht ist die Politikone darauf bedacht, niederes, wenn auch verständliches Rachestreben der Schwarzen gegenüber der verhassten weißen Minderheit zu vermeiden. Dies wird gleich eingangs anhand der Leibwache des neu gewählten Staatsoberhaupts verdeutlicht. Neben seinen vertrauten schwarzen Bodyguards stellt Mandela auch eine handvoll von weißen Sicherheitsagenten der vorherigen Regierung an. Seine schwarzen Landsleute reagieren darauf im Allgemeinen mit Entrüstung, zumindest aber mit Befremdung. Dieselbe Reaktion schlägt Mandela entgegen, als er das bis dato fast ausschließlich von Weißen bejubelte Rugbyteam der Springboks entgegen des Wunsches des ANC bestehen lässt. Mandela geht noch einen Schritt weiter und arrangiert ein Treffen mit Mannschaftskapitän Francois Pienaar (Matt Damon nach seinem übergewichtigen Auftritt in "Der Informant!" wieder muskelgestählt). Das Verliererteam soll den World Cup gewinnen und versuchen, auf dem Weg dorthin mit Schulbesuchen die schwarzen Kinder zu begeistern - eine Aufgabe, die vorrangig von Chester William, dem einzigen schwarzen Spieler, vollbracht wurde. Mit eiserner Disziplin gelingt es der Mannschaft tatsächlich ins Endspiel mit Neuseeland gelangen. Dies wird dann in 18-minütiger Länge voller mitreißender Spannung und Euphorie im Ellis Park Stadium in Johannesburg (der gesamte Dreh wurde in Südafrika abgewickelt) in Szene gesetzt.
Eastwood beweist erneut seine praktisch verankerte Versiertheit, ohne viel Schnörkel ein Maximum an Emotion zu entfesseln und einen ungewöhnlich konventionell erzählten Film zum Erlebnis werden zu lassen. Substanziell tragen dazu natürlich auch Freeman, als vorbildlicher Politiker, der es verstand, mit Charme und scharfem Intellekt zu entwaffnen, sowie ein ebenfalls hervorragender Damon bei. Zwei Zeilen aus dem Titel gebenden und effektvoll zitierten Gedicht von William Ernest Henley aus dem Jahr 1875 summieren die vermittelte Inspiration haargenau: "I am the master of my fate: I am the captain of my soul." ara.
Der Film ist in jeder Hinsicht toll. Politisch bezüglich der Apartheit und des Verstehens der Zusammehänge, das Bild Nelson Mandelas. Ausgezeichneter Schauspieler Morgan Freeman, passt perfekt für diese Rolle. Der Film ist sehr beeindruckend.
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