Text+Kritik. Wilhelm Genazino - Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.)

EUR 14,00
Portofrei*
Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

  • Broschiertes Buch

Jetzt bewerten

Wilhelm Genazinos Romane und Prosa zeichnen sich durch minutiöse Analysen des "Alltagsirrsinns", des neurotischen Individuums und eine kritische Betrachtung der modernen Gesellschaft aus. U.a. die Ästhetik der Wiederholung, die Phänomenologie der Wahrnehmung und die Begründung von Autorschaft werden als Genazinos Werk prägende Themen und Motive in diesem Heft untersucht.…mehr

Produktbeschreibung
Wilhelm Genazinos Romane und Prosa zeichnen sich durch minutiöse Analysen des "Alltagsirrsinns", des neurotischen Individuums und eine kritische Betrachtung der modernen Gesellschaft aus. U.a. die Ästhetik der Wiederholung, die Phänomenologie der Wahrnehmung und die Begründung von Autorschaft werden als Genazinos Werk prägende Themen und Motive in diesem Heft untersucht.
  • Produktdetails
  • Text und Kritik Nr.162
  • Verlag: Edition Text + Kritik / edition text + kritik
  • Seitenzahl: 108
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 108 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 229mm x 151mm x 9mm
  • Gewicht: 178g
  • ISBN-13: 9783883777559
  • ISBN-10: 3883777552
  • Best.Nr.: 12383660
Autorenporträt
Heinz Ludwig Arnold ist Herausgeber der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK, des Kritischen Lexikons zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, des Kritischen Lexikons zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur sowie zahlreicher weiterer Publikationen, u. a. der 10-bändigen Anthologie "Die deutsche Literatur seit 1945" (1995-2000). Heinz Ludwig Arnold ist Honorarprofessor der Universität Göttingen. Er lebt als Schriftsteller und Publizist in Göttingen.
Inhaltsangabe
Wilhelm Genazino: Aus dem Tagebuch der Verborgenheit
Hannes Krauss: Menschen
Dinge
Situationen. Wilhelm Genazinos "Abschaffel"
Romane
Claudia Stockinger: Das Leben ein (Angestellten
)Roman. Wilhelm Genazinos Ästhetik der Wiederholung
Oliver Sill: Moderne Zeiten. Wolf Peschek als Held der achtziger Jahre
Samuel Moser: Isola INsula. Aspekte der Individuation bei Wilhelm Genazino
Roman Bucheli: Die Begierde des Rettens. Wilhelm Genazinos Poetik des genauen Blicks
Marit Hofmann: "Als könnte ich meinem eigenen Blick zuschauen". Beobachtete Bobachter in Wilhelm Genazinos Romanen
Werner Jung: "Umhergehen und Zeitverschwenden". Skizze zu einer literarischen phänomenologie der Wahrnehmung
Anja Hirsch: Zwischen Lust und Angst. Erzählen im Zeichen des Verschwindens
Tilman Spreckelsen: Manche möchten lieber nicht. Gesellschaftliche Teilhabe und Initiation in den Romanen Wilhelm Genazinos
Wilhelm Amann: "Doppelleben". Begründung von Autorschaft in Wilhelm Genazinos "Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman"
Hans
Joachim Jakob: Wilhelm Genazino
Auswahlbibliografie 1965
2004
Notizen
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Als "profund" lobt der "kru." zeichnende Rezensent diesen "Text + Kritik"-Band, der dem diesjährigen Büchnerpreisträger Wilhelm Genazino gewidmet ist. Genazinos Helden und Ich-Erzähler nennt er "Virtuosen einer hochempfindlichen Wahrnehmung der Realität, die sie zu ertragen lernen müssen". Wilhelm Amann charakterisiere sie als "prekäre Existenzen", die "mit ihrer vagabundierenden Reflexionsbereitschaft" Widerstand leisteten "gegen die Zumutungen einer postmodernen Fassadenwelt". Werner Jung beschreibe Genazinos ästhetisches Verfahren als "Konstruktion des Textes aus dem wahrnehmenden Blick", während Marit Hofmann den Autor als "Beobachter zweiten Grades" verstehe. Samuel Moser wiederum begreife Genazinos Helden als "Experten der Sehnsucht", die sich kraft ihrer Selbstreflexivität im "Glanz der Glanzlosen" sonnen, dabei aber auch ein Leben "erfinden" müssen in einer Gesellschaft, "die sie entweder zu erdrücken oder an den Rand zu schleudern droht". Der Rezensent hebt hervor, dass Genazinos Romane auf der anderen Seite den Sinn für das Erinnerns- und Aufhebenswerte thematisierten, das vom Vergessen und vom Verschwinden bedroht sei. Einen Aspekt von Genazinos Schaffen sieht der Rezensent in vorliegendem Band allerdings vernachlässigt, seinen Humor.

© Perlentaucher Medien GmbH…mehr