Geschichte der deutschen Kunstmuseen - Sheehan, James J.

James J. Sheehan 

Geschichte der deutschen Kunstmuseen

Von der fürstliche Kunstkammer zur modernen Sammlung

Übersetzer: Pfeiffer, Martin
Buch mit Leinen-Einband
 
Sofort lieferbar
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
20 ebmiles sammeln
Statt EUR 34,90*
EUR 19,90
Alle Preise inkl. MwSt.
* Preisreduzierungen für Sonderausgaben,
teils in anderer Ausstattung
-43 %
Empfehlen


Produktbeschreibung zu Geschichte der deutschen Kunstmuseen

"Kunstmuseen lehren uns, was wir sehen sollen, wenn wir Kunst betrachten", lautet der scheinbar einfache Eingangssatz dieses Buches. Aber was versteht man jeweils unter Kunst? Was sollen wir sehen, wenn wir sie betrachten, und wer bestimmt darüber? Wie bewältigt das Museum die ihm zugewiesenen Vermittlungsaufgaben? James Sheehan beantwortet diese Fragen, indem er Ideen-, Institutionen- und Architekturgeschichte miteinander verbindet. Sein Buch zeigt in eindrucksvoller Weise, wie Museen den Ort der Kunst in der deutschen Kultur widerspiegeln und zugleich mitbestimmen. In den letzten Jahrzehnten des Alten Reichs - mit denen die Darstellung einsetzt - werden erstmals die Kunstsammlungen der Monarchen und Fürsten öffentlich zugänglich gemacht. Es bildet sich bald eine eindrucksvolle Museumsvielfalt heraus, der Umgang mit der Kunst wird zunehmend professionalisiert. Gegen Ende des Jahrhunderts gibt es kaum einen großen Ort in Deutschland, der nicht über ein Museum verfügte, aber diese Einrichtung gerät jetzt in eine Krise: Das Museum wird der Ort politischer und kultureller Auseinandersetzungen über den Umgang mit der Kunst der Moderne. In diesem Zusammenhang entstehen schließlich die Anfänge unserer heutigen Museumskultur und -architektur. James Sheehans Buch wird aus der Diskussion über das Verhältnis von Kunst, Politik und Kultur und über die Rolle, die das Museum darin einnehmen soll, nicht mehr wegzudenken sein.


Produktinformation


  • Verlag: Beck
  • 2002
  • Ausstattung/Bilder: 2002. 368 S. m. 31 Abb.
  • Seitenzahl: 384
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 151mm x 32mm
  • Gewicht: 619g
  • ISBN-13: 9783406495113
  • ISBN-10: 3406495117
  • Best.Nr.: 10863541
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.11.2002

Wir sind ein Volk von Museumsbesuchern
James J. Sheehan erzählt die Geschichte eines deutschen Erfolgsmodells / Von Henning Ritter

Nachdem die Museumsgeschichte jahrzehntelang nur gemächliche Fortschritte machte, hat die Wiedervereinigung eine ungemein belebende Wirkung auf die Beschäftigung mit der Aufgabe und Geschichte der deutschen Museen gebracht. Die Erneuerung der Häuser in den neuen Bundesländern, vor allem aber die umfassende Rekonstruktion der Berliner Museumsinsel stellten eine Reihe von Problemen, die nur Kenner der Museumsgeschichte beantworten konnten. Aber auch der exorbitante Museumsboom überall in Europa und in den Vereinigten Staaten hat dazu beigetragen, daß in den vergangenen Jahren mehr über die Geschichte der Museumsidee publiziert wurde als in all den Jahrzehnten zuvor.

Wichtige Anstöße sind dabei von französischen Autoren wie Krzysztof Pomian oder Edouard Pommier ausgegangen. Auch in Frankreich spielten museale Aktivitäten wie die Erneuerung des Louvre oder die Gründung des Musée d'Orsay eine entscheidende Rolle. Ein folgenreicher Beitrag zu dem unübersehbaren Thema kam aus England, wo Francis Haskell die …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Eine ordentliche Geschichte der Kunstmuseen in Deutschland fehlte bislang, stellt Ulrich Raulff fest. Die Studie des amerikanischen Historikers Sheehan verdient seiner Meinung nach Bewunderung, sie sei gut gegliedert - eines Schinkel oder Klenze würdig, lobt Rauff - und biete darüber hinaus zu jedem Kapitel eine prägnante Einführung in die philosophische Ästhetik der Zeit. Ein bisschen allerdings beschleicht Raulff "der sympathische Verdacht", Sheehan variiere mit den Kunstmuseen seine Geschichte des deutschen Liberalismus, mit der er vor zwanzig Jahren hierzulande bekannt geworden ist und die einen ähnlichen Zeitraum umfasst. Als Verengung der Perspektive begreift Raullf die Konzentration des Autors auf die beiden Kunstmetropolen München und Berlin, obwohl er zugibt, dass dieser Kunstgriff immerhin den Vorteil hat, eine spannungsreiche Doppelgeschichte der ästhetischen Ideale, der Baustile, der Kunstpolitik schreiben zu können. Raullf stutzt am Ende seiner Besprechung ob der Frage, wo eigentlich die Kunst selbst bleibt? Ihm scheint es, als hätten die Kunstmuseen mit allem zu tun - Bildungsidealen, nationalen Ideen und so weiter, bloß nicht mit Kunst.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.11.2002

Versäulte Gelegenheiten
Lasst uns den Alten Meistern neue Häuser bauen: James J. Sheehan hat die Geschichte der Kunstmuseen in Deutschland geschrieben
Fünf Jahre ist es her, da wurde im Hafenviertel von Bilbao eine grandiose, silbern schimmernde Skulptur dem Publikum übergeben. Man konnte sie betreten, und obgleich ihr Inneres dem Äußeren an Kühnheit nicht nachstand, behaupteten ihr Erbauer, der Architekt Frank Gehry, und die Kunstwelt unisono, es handele sich dabei um ein Museum. Kurze Zeit darauf schrieb Horst Bredekamp in der Zeit, mit diesem Bau habe sich die Museumsarchitektur vollständig vom Nutzbau emanzipiert. Die gebaute Hülle der Kunst sei zum „Metaausstellungsstück” geworden. Dasselbe hätte man auch von Daniel Libeskinds Jüdischem Museum sagen können, zur selben Zeit entstanden, als Großskulptur gefeiert und als Holocaust-Mahnmal-Ersatz empfohlen.
Tatsächlich lässt sich die Tendenz des Kunstmuseums, sich seiner dienenden Funktion gegenüber den Objekten der Sammlung zu begeben, mindestens ein Halbjahrhundert weit zurückverfolgen – bis zum ersten Guggenheim-Museum in New York von Frank Lloyd Wright, dem es nach eigenen Worten …

Weiter lesen
James J. Sheehan ist Dickason Professor in the Humanities an der Stanford University. Seine Bücher German Liberalism in the Nineteenth Century (1978, deutsch 1983) und German History 1770- 1866 (1989, deutsch 1994) gelten als bedeutende Werke zur deutschen Geschichte. Er ist unter anderem Mitglied der American Academy und Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. 1995/96 wurde er mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet.

Andere Kunden interessierten sich auch für

3 Marktplatz-Angebote für "Geschichte der deutschen Kunstmuseen" ab EUR 15,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
15,00 2,30 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, Kreditkarte, Banküberweisung Antiquariat Lenzen GbR 100,0% ansehen
gebraucht; gut 18,00 2,00 offene Rechnung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Antiquariat Schwörer 99,6% ansehen
19,90 2,95 Banküberweisung Basis Buchhandlung & Antiquariat 98,7% ansehen

Mehr von

Mehr zum Thema