Entscheidungen - Schröder, Gerhard

Gerhard Schröder 

Entscheidungen

Mein Leben in der Politik

Gebundenes Buch
 
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Entscheidungen

"Mein ganzes Leben lang habe ich versucht, Grenzen immer wieder an den Horizont zu verschieben."

Frei heraus ohne staatsmännische Diplomatie: In seiner politischen Autobiografie - Schwerpunkt: die Regierungsjahre - offenbart Gerhard Schröder seine Sicht, seine Wahrheit, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

"Ich habe alles selber gemacht, mir hat keiner was geschenkt", sagt Gerhard Schröder. Er hat seine Chancen genutzt: Aus bescheidenen Verhältnissen arbeitete er sich über Lehre und zweiten Bildungsweg bis ins höchste Regierungsamt vor. Als Kanzler riskierte er die Vertrauensfrage, um deutsche Soldaten zu einer Friedensmission ins Ausland zu schicken - und erntete damit höchste Anerkennung für sein Land. Überzeugt trotzte er später George W. Bush in der Irak-Frage. Um Deutschland fit zu machen für die globalisierte Welt, vollzog er die Abkehr von der bequemen Ideologie, der Staat sei für alles und jeden verantwortlich. "Entscheidungen" ist ein kämpferisches Resümee, das mit Kritik - auch Selbstkritik - nicht sparsam umgeht, und zugleich ist es das politische Vermächtnis eines entschlossenen Kämpfers für soziale Gerechtigkeit und ein geeintes, selbstbewusstes, friedliches Europa.


Produktinformation

  • Verlag: Hoffmann Und Campe
  • 2006
  • 5. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 543 S. m. Fotos.
  • Seitenzahl: 512
  • Deutsch
  • Abmessung: 224mm x 161mm x 51mm
  • Gewicht: 913g
  • ISBN-13: 9783455500141
  • ISBN-10: 3455500145
  • Best.Nr.: 20826802
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.07.2006

Ein Bestsellerautor wurde am Ende fast jeder von ihnen: "Wer schreibt, der bleibt", so hofften Deutschlands Bundeskanzler

Konrad Adenauer klagte über "Memoiren-Fron". Erst als er den Schreibtisch in seinem Rhöndorfer Wohnhaus drehte, um statt über das Rheintal an die Zimmerwand zu schauen, kam er voran. Vier Bände "Erinnerungen", 2074 Seiten, erschienen bis 1969 vom ersten Bundeskanzler Deutschlands. Drei Bände hat er selbst diktiert, im vierten - "Fragmente" - sind Notizen zusammengestellt. Hölzern ist der Stil, mahnend zwar, aber ohne Anekdoten und auch frei von Sarkasmus, wie Adenauer ihn beherrschte. Er wollte als republikanischer Staatsmann in Erinnerung bleiben. 1945 beginnend, erzählt er aktenbezogen und im Protokollstil.

Ludwig Erhard war publizistisch erfolgreich, bevor er Kanzler wurde. "Wohlstand für alle" von 1957 - das ist sein Werk in jeder Hinsicht. Memoiren schrieb er keine.

Kurt Georg Kiesinger war seit einem Jahr tot, als seine Aufzeichnungen 1989 erschienen. "Dunkle und helle Jahre" sind literarisch durchaus dichte Erinnerungen, jedoch nur von 1904 bis 1958. Einen Rückblick Kiesingers auf die Große Koalition gibt es …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Einen differenzierten Blick wirft Rezensent Alfred Grosser auf die Memoiren des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Neben Abschnitten, die ihm recht gelungen scheinen, findet er solche, die ihn weniger überzeugen. Schröders Darstellung seines Aufstiegs aus einfachen Verhältnissen an die Spitze der SPD und der Republik lobt er ebenso sehr wie die Ausführungen über das Zuwanderungsgesetz, die Riester-Rente, den Kampf um die Agenda 2010. Besonders interessieren Grosser die Kapitel über die Deutschland- und Außenpolitik. Hier hält er Schröder einen von der Auffassung des Ost-West-Gegensatzes im Kalten Krieg verzerrten Blick vor. Demgegenüber würdigt er das Kapitel über den Irak-Krieg als "vernünftig" und "mit großer Klarheit" dargestellt. Skeptisch hingegen betrachtet Grosser die Abschnitte über Russland, die Lobeshymne auf Putin inklusive. Insgesamt beurteilt er das Buch aber als recht gut geschrieben und mit vielen Informationen zu deutscher und internationaler Politik angereichert.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.10.2006

Wahlkampf als Elixier
Gerhard Schröders Autobiografie: Auffallend ist, was der frühere Bundeskanzler alles nicht erwähnt
Bundeskanzler a. D., Berater des Schweizer Medienkonzerns Ringier”: So steht es in der soeben erschienenen Neuausgabe des deutschen Who’s Who. Gerhard Schröder fügt selber auf Seite 461 seines Buches hinzu, er sei „an die Spitze des Aufsichtsrats der Nordeuropäischen Gaspipeline Gesellschaft” getreten. Aber da er dies im Kapitel IX „Russland, der Global Player” schreibt, gehört dieses Amt zum politischen Umfeld seiner Putin-Begeisterung, die erst später darzustellen sein wird.
Zunächst geht es um das Leben vor der Politik, das nur wenige Seiten füllt, mit der gelungenen Darstellung der mehr als einfachen Verhältnisse, aus denen Schröder sich nach oben, zunächst einmal zum Anwaltsberuf, hinaufarbeiten musste. Der Aufstieg in der Politik – bei den Jusos, dann auf Landesebene steht im Zeichen der Bewunderung für Willy Brandt – mit der (berechtigten) Anerkennung der moralischen Größe von Erhard Eppler. Nach und nach werden fast alle wichtigen Parteifreunde und (oder) Regierungsmitglieder gelobt.
Längere …

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Gerhard Schröder, geboren 1944, nach dem Jurastudium in Göttingen von 1978 bis 1990 als selbständiger Rechtsanwalt in Hannover tätig. Seit 1963 Mitglied der SPD, 1978 bis 1980 Bundesvorsitzender der Jungsozialisten, seit 1977 Mitglied des Vorstandes und 1983 bis 1993 Vorsitzender des SPD-Bezirks Hannover, seit 1986 Mitglied des SPD-Parteivorstandes, seit Mai 1989 Mitglied des Präsidiums der SPD,

Juni 1994 bis September 1998 Landesvorsitzender der SPD Niedersachsen, April 1999 bis März 2004 Vorsitzender der SPD. 1986 bis 1998 Mitglied des Landtages Niedersachsen, Juni 1990 bis Oktober 1998 Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Mitglied des Bundestages 1980 bis 1986 und seit 1998;27. Oktober 1998 bis November 2005 Bundeskanzler.

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Kundenbewertungen zu "Entscheidungen" von "Gerhard Schröder"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.8 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Rommy Arndt - Event Moderation - Größter Fan aus Großraum Hannover-Hameln-Lippe am 01.07.2011 ***** gut
Beschrieben wird in diesem Buch, wie Gerhard Schröder seine Entscheidungen in der Politik in seiner Zeit als Niedersächsischer Ministerpräsident, aber vor allem in seiner Zeit als Kanzler der Republik getroffen hat. Eine wirklich interessante psychologische Studie des Kanzlers, der sich bei wichtigen Entscheidungen von anderen noch bedeutenderen Menschen gerne beraten ließ. Z. B. von Peter Hartz. Mit ihm zusammen entwickelte er die Zusammenfassung von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld in Form des Arbeitslosengeldes 2. Damit wollte er erreichen, dass bisher erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger zur Arbeitsaufnahme verpflichtet werden. Nur Kranke erhalten noch Sozialhilfe oder Grundsicherung. Weiterer Effekt ist, dass eine Kürzung von Arbeitslosengeldern erreicht wurde, damit die Staatskasse, die mit 1,8 Billionen Euro verschuldet ist, entlastet wird. Finanzielle Einschränkungen müssen die Bürger seiner Meinung nach hinnehmen, weil es nicht anders ginge.
Außerdem wird in dem Buch von seinen Freunden berichtet. Eine große Freundschaft besteht z. B. zu Carsten Maschmeyer, dem AWD-Finanzdiensleister-Chef, der Multimillionär wurde, indem er armen Menschen manchmal auch unnötige Versicherungen und Immobilienfonds verkaufte und ein Riesennetzwerk von Vertrieblern organisierte. Die weltbekannte super attraktive Schauspielerin Veronica Ferres ist seine Frau.
Schröder selber hatte bisher vier Ehefrauen. Das zeigt, dass er auch privat zu Entscheidungen in der Lage war und ist, um Verbesserungen zu erreichen.
Zudem ist Schröder seit Jahren im Aufsichtsrat der russischen Gazprom, die Erdgas vertreibt. Ex-Präsident Putin ist ein großer Verehrer, Freund und Förderer Schröders. Und er hatte Kontakte zur Gazprom, so dass Schröder da auch mitmachen durfte und auch gut daran verdient.
Ingesamt zeigt sich ein glücklicher Ex-Kanzler, der mit sich, seinen Frauen, Freunden und Weggefährten und der Welt sehr zufrieden ist.

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Bewertung von Michetschläger Eva aus Bad Kötzting am 09.06.2007 ***** ausgezeichnet
Ein wirklich gut geschriebenes und lesenswertes Buch. Eine Autobiographie von jemandem, dem nie etwas auf dem Silbertablett serviert wurde, sondern der alles aus eigener Kraft erreicht hat.
Hat mir sehr gut gefallen und ich kann es wirklich nur empfehlen.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 30.05.2007 ***** ausgezeichnet
Die Amtszeit Gerhard Schröders liegt noch nicht lange genug zurück, um leichten Herzens eine 'historische Perspektive', frei von emotionalen Einflüssen einnehmen zu können. Dennoch ist das Buch sehr zu empfehlen. Man erfährt eine Menge Details über die deutsche Politik der vergangenen Jahrzehnte, erzählt aus der Perspektive eines Mannes, der wirklich alles an vorderster Front miterlebt hat. Alte Weggenossen und Gegner leben auf, insgesamt sehr versöhnlich beschrieben von einem Mann, dessen Ziel klar ist: Ein angemessener Platz in den Geschichtsbüchern.

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Bewertung von Timo aus Essen am 18.05.2007 ***** ausgezeichnet
Gerhard Schröder hat ein Buch vorgelegt, das seine Zeit an der Macht recht anschaulich zusammenfasst. Das Buch liest sich leicht, es enthält keinerlei spannende Enthüllungen, ist aber umgekehrt an einigen Stellen durchaus informativ. Unabhängig von der eigenen Position zur Person Gerhard Schröder ein durchaus lesenswertes und gelungenes Buch.

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Bewertung von Dr.med.Rainer Hankeln aus 76707 Hambrücken am 27.12.2006 ***** schlecht
"Irgendwann erfindet jeder eine Geschichte,die er für dein Leben hält!"

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Bewertung von Kai Pankoke aus Schieder - Siekholz am 26.11.2006 ***** sehr gut
Ich habe mir die Biographie von Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder eigentlich nur gekauft, weil er ganz in der Nähe meines Heimatortes seine Wurzeln hat und auch dort aufgewachsen ist. Auch überwog bei mir der Eindruck, dass es eigentlich überfrüh ist, gut ein Jahr nach dem Ausscheiden aus dem Kanzleramt mit einer Biographie auf die Bühne zurückzukehren.
Jedoch hat mich dieses Buch eines Besseren belehrt. Ich bin kein Anhänger der SPD, auch kann man über politische Arbeit und Ansichten bekanntlich immer gut streiten. Jeder weiß schließlich, welcher politischen Richtung Gerhard Schröder angehört.
Während ich sein Buch gelesen habe, wuchs auch die Überraschung, dass es sich hierbei nicht um die fälschlicher Weise erwartete „Abrechnung“ handelte, sondern, dass ich ein Buch gelesen habe, dass sehr fair mit allen Beteiligten umgeht. Natürlich sind auch in diesem Werk kleine Seitenhiebe platziert, aber das tut dem Gesamtwerk keinen Schaden.
Vielmehr ist diese Biographie sehr zu empfehlen, weil sie die Lage der Dinge eindeutig und ausführlich Revue passieren lässt und der Bundeskanzler a.D. auch mit einer gesunden Portion Selbstkritik nicht spart und hinter dem Berg hält.
Wie man zu den politischen Themen steht, bleibt jedem Leser selbst überlassen. Aber, das merkt man recht schnell bei der Lektüre dieses Buches, das mehr erzählen und berichten soll, als zu rechtfertigen, oder abzurechnen.

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