Totsein verjährt nicht - Ani, Friedrich

Friedrich Ani 

Totsein verjährt nicht

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie National 2010

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Totsein verjährt nicht

"Stilsicher, einfühlsam und erschütternd erzählt […] meisterhaft." -- Tobias Gohlis in Focus

Ein ruhiges Viertel am Stadtrand. Hier sollte nichts Schlimmes passieren. Wie jeden Tag hat Scarlett dem Busfahrer noch fröhlich zugewinkt; seitdem ist die 9-Jährige verschwunden. Der vermeintliche Mörder wird bald gefunden, die Leiche des Mädchens jedoch nie. Jahre später erhält Kommissar Polonius Fischer einen Brief. Ein einstiger Mitschüler will Scarlett gesehen haben. Ist sie gar nicht tot? Haben sich Polizei und Justiz geirrt?


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 284 S.
  • Seitenzahl: 288
  • dtv Taschenbücher Bd.21308
  • Deutsch
  • Abmessung: 195mm x 120mm x 25mm
  • Gewicht: 279g
  • ISBN-13: 9783423213080
  • ISBN-10: 3423213086
  • Best.Nr.: 32586389
"Friedrich Ani schreibt einfach brillant, er zwingt seinen Leser zur Auseinandersetzung mit einer harten, einer brutalen und ungerechten Realität."<br />Winfried Stanzick, buchtipps.net 03.08.2011 <br />

»Ein Buch, das einfühlsamen Seelen den Atem raubt.« Unser Magazin 08/2011

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.11.2009

Hat der Autor ein Motiv?

Über den Grund des Vergnügens an kriminalistischen Gegenständen: Wie Friedrich Ani, Wolf Haas und Heinrich Steinfest die Unterhaltungsliteratur transzendieren.

Von Richard Kämmerlings

Mit dem Gesetz nimmt man es bei der Münchner Mordkommission nicht so genau. Das Kruzifix-Urteil jedenfalls findet im Dezernat keine Anwendung, auch wenn das Verhältnis von Staat und Religion gerade hier an einem empfindlichen Punkt berührt wird. Im Vernehmungsraum von Polonius Fischer, dem P-F-Zimmer, hängt ein Eichenholzkreuz an der Wand, und obwohl der Kommissar jeden Zeugen oder Verdächtigen fragt, ob ihn der Christus störe, bleibt dieser immer hängen, so als wüssten all die Schuldigen und Nichtschuldigen intuitiv, dass in Fischers imposanter Gestalt weltliche und geistliche Ordnung zusammenfallen. Tatsächlich aber geht der tragische Riss zwischen Strafgesetz und Gerechtigkeit mitten durch ihn hindurch: Das ganze Gewicht der gefallenen Welt lastet auf den Schultern des Ermittlers.

Mit dem Ex-Mönch Polonius Fischer hat der Münchner Friedrich Ani einen Charakter geschaffen, der die neue Universalität des …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.01.2010

Die Grausamkeit des Gottsuchers
Friedrich Anis Kriminalroman „Totsein verjährt nicht”
Er sei der Philosoph unter den deutschen Krimiautoren, heißt es über Friedrich Ani. Aber das stimmt nicht ganz, exakter wäre es, ihn einen Metaphysiker zu nennen. Die Inbrunst, mit der sich Anis Kommissare nach dem Licht der Wahrheit und Erkenntnis sehnen, hat nichts mit der kalten analytischen Philosophie unserer Tage zu tun. Die Wahrheitssuche dieser Ermittler hat etwas entschieden Jenseitsverliebtes. Neben Tabor Süden, dem Melancholiker, und Jonas Vogel, dem blinden Seher, trifft das vor allem auf Polonius Fischer zu, den Ex-Mönch, der seine Benediktinerzelle gegen ein Büro in der Mordkommission eingetauscht hat: Er will den Urgrund des Verbrechens entbergen, nicht bloß die schnöde logische Struktur.
Polonius Fischer ist aber qua Herkunft nicht nur der jenseitsfreundlichste, er ist auch der inbrünstigste unter den Krimi-Kommissaren von Friedrich Ani. In „Totsein verjährt nicht” hat er es mit einem Fall zu tun, der wie dazu gemacht zu sein scheint, die routinierte, diesseitige Wahrheit aller Pragmatiker in Zweifel zu ziehen. Gerichtsverwertbare Fakten, sagte …

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"Wieder eine fesselnde Lesung mit Jürgen Uter." -- Quelle: ekz-Informationsdienst

Wieder eine fesselnde Lesung mit Jürgen Uter. Quelle: ekz-Informationsdienst
Friedrich Ani, geb. 1959 in Kochel am See, arbeitete als Reporter, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er schreibt Romane, Kinderbücher, Gedichte, Hörspiele, Drehbücher und Kurzgeschichten. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Friedrich Ani lebt in München.

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