Neben Nicki oder der Spider Murphy Gang waren bislang nicht viele
Künstler mit Liedern in bayerischer Mundart auch jenseits des
Weißwurstäquators erfolgreich. Claudia Koreck, eine 21-jährige
Sängerin aus Traunstein, hat jedoch das Potenzial, sich auch
bundesweit Gehör zu verschaffen. Das liegt nicht nur an ihrer
ansteckenden Natürlichkeit, mit der sie sich von den Party-Ludern
ihrer Generation abhebt, sondern vor allem an ihrer ebenso
ausdrucksstarken wie wandlungsfähigen Stimme und an ihren
hervorragenden und eingängigen Songs. Fernab von Schlager oder
Volksmusik hat diese vielversprechende Künstlerin ihre ganz eigene
Art von Pop-Musik für sich entdeckt, in der ihr bayerischer Dialekt
eben nicht für die vermeintliche heile Welt in den Bergen steht.
Denn genauso wie sie musikalisch wagemutig Einflüsse aus Blues,
Swing und Singer/Songwriter-Musik in ihren frischen Pop-Mix
aufnimmt, so beschäftigt sie sich auch in den sehr persönlichen
Texten mit Liebesleid und -lust oder überlegt auch schon einmal,
welche Farbe der Unterwäsche ihr am besten stünde.
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