Onko onni unta vain? Finnischer Tango Teil 2. M.A. Numminen gilt
seit Jahren, ja seit Jahrzehnten als Vertreter und zu gleich als
der größte Querkopf finnischer Kultur. Seit den Sechziger Jahren
nimmt er die Finnen und ihre Gepflogenheiten aufs Korn, sowohl als
Musiker als auch Autor. Dabei bedient er sich quer durch den
musikalischen Gemüsegarten; bei Jazz, Rock und Folk neben
Avantgarde und Tango, und zwar der finnischen Form von Tango, die
in Deutschland auf der 1999 veröffentlichten "Tule
Tanssimaan" zum ersten Mal zu hören war. Finnischer Tango? Man
nimmt ein drittel sündigen argentinischen Tango, kippt ein drittel
russische Romantik und ein drittel deutschen Marsch dazu, und
fertig ist der finnische Tango; schwer mollgeladen und voller
Melancholie. Aber nicht nur die Finnen mögen es gefühlsgeladen, der
Riesenerfolg von "Tule Tanssimaan" zeigt, daß auch die
Deutschen sich die Seele mit diesen traurigen Liedern gerne
streicheln lassen. Die vorliegenden Aufnahmen sind 2002 bei zwei
Auftritten in Helsinki und Göteborg entstanden, zusätzlich
enthalten sind einige Lieder/Tangos, die neu im Studio eingespielt
wurden. M.A. Numminen und die Sängerin Sanna Pietäinen werden von
M.A.s neorustikalem Jazzorchester begleitet, hier kurzerhand in
Tango-Orchester (sie können sowieso alles spielen) umbenannt.