Vor drei Jahren erschien "Berge versetzen". Jetzt meldet
sich die Band aus Köln mit ihrem fünften Album zurück. "Aus
lauter Liebe" begeistert mit einem ebenso unverwechselbaren
wie unwider stehlichen Amalgam aus verträumten Melodien und
poetischen Texten. 2010 kehrte Gitarrist Tom Deininger der Band den
Rücken. Doch sein Fehlen macht sich auf dem neuen Album wider
Erwarten nicht als Manko bemerkbar. Denn Sängerin Suzie Kerstgens
liefert zusammen mit dem Pianisten und Keyboarder Sten Servaes eine
Platte voller Lebenslust und Leichtigkeit ab, die sich deutlich vom
Geist der filmischen Nouvelle Vague inspiriert zeigt. Mit den
Produzenten Olaf Opal (The No twist, Juli, Polarkreis 18) und
Jochen Naaf (Polarkreis 18, Peter Licht, Bosse) richten Klee den
Blick ganz bewusst gen Frankreich und holen sich für ihre Musik
Ideen unter anderem bei den Meisterwerken des Regisseurs François
Truffaut. Wie schon bei früheren Klee-Alben durchweht zwar ein
sanfter Hauch von Melancholie viele Songs. Doch das Duo liefert mit
einer unwiderstehlichen Discohymne wie "Puls und
Herzschlag" oder mit feinsinnigen und abwechslungsreich
instrumentierten Popsongs wie "Ich will nicht gehen,
wenn's am schönsten ist" auch beste Wertarbeit ab. Als
weitere Höhepunkte wären zudem die introvertierte Akustikballade
"Fliegen", die Uptempo-Nummer "Außer Atem"
sowie die formvollendete Romy-Schneider-Hommage "Nimm dein
Leben in die Hand" zu nennen, bei der sich Suzie Kerstgens und
Sten Servaes tief vor dem klassischen Britpop der 80er-Jahre
verbeugen. Norbert Schiegl
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Bewertung von Markus K. aus Müllrose am 28.08.2011
sehr gut
Ein gelungenes Album der Band Klee, mindestens so gut, wie die Vorgängeralben.
Voller Poesie, Fantasie und Melancholie; die sehr warme Stimme der Sängerin und die ansprechende musikalische Umsetzung verleihen den Balladen viel Gefühl und Tiefe und verführen zum Träumen, Nachdenken und Entspannen, zum Davonschweben auf einer Wolke.