Die Erscheinungsformen der Depression sind vielfältig, die
Auswirkungen auf den Einzelnen und sein Umfeld jedoch immer
belastend. Dass dieser Last durch ganz unterschiedliche Methoden
und Therapieansätze begegnet werden und die scheinbar hoffnungslose
Zukunft täglich verändert beginnen kann, dazu möchte dieser
Ratgeber des erfahrenen Arztes und Therapeuten Eckhard Roediger
beitragen. "Wir formen durch Übung uns und unseren Körper so,
dass wir das Neue immer leichter tun können. Wenn wir dies
rhythmisch wiederholen bzw. positive Verhaltensweisen als Rituale
in unserem Alltag verankern, brauchen wir immer weniger Kraft. So
wird aus uns nach und nach ein anderer, ein neuer Mensch."
"In der Depression werden die Gedanken an die Vergangenheit
zur quälenden und lähmenden Fessel. Aus dieser Gedankenfixierung
heraus erscheint uns die Zukunft verbaut und hoffnungslos und es
strömt uns keine Kraft und Initiative entgegen. Entsprechend wird
sowohl die Umwelt bedrohlich-negativ erlebt, als auch die eigene
Körperfunktion als hilflos-gelähmt wahrgenommen. Die vernichtenden
Urteile eines negativ-verzerrten Denkens lähmen jeden Keim von
Kraft und Initiative ... "
Dr. med. Eckhard Roediger, geb. 1959, Neurologe, Psychiater und Arzt für psychotherapeutische Medizin, Ausbildungen in tiefenpsychologischer und Verhaltenstherapie. Dozent und Supervisor für Verhaltenstherapie und Schematherapie, Leiter des Instituts für Schematherapie Frankfurt, Sekretär der Internationalen Gesellschaft für Schematherapie (ISST).
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt: - Grundlagen - Ab wann ist jemand depressiv? - Das klinische Bild der Depression - Die Ursachen der Depression - Depressionen als Bewältigungsversuch - Formen der Depression - Handlungsmöglichkeiten - Be-Handlungsmöglichkeiten - Psychotherapie - Künstlerische Therapien - Bewegungstherapien - Äußere Maßnahmen und Anwendungen - Selbsterfahrungsgruppen - Familienaufstellungen - Medikamente - Lichttherapie - Transkranielle Magnetstimulation (TMS) - Elektro-Krampftherapie (EKT) - Was kann ich für meinen Partner tun? - Umgang mit Suizididalität - Geschlechts- und altersspezifische Aspekte - Frauen - das schwache Geschlecht? - Babyblues und Wochenbett-Depression - Die lästigen Tage vor den Tagen - das prämenstruelle Syndrom - Wechselhafte Jahre - die Wechseljahre - Depressionen im Alter - Depressionen bei Männern - Fragenkatalog zur Suizidalität u.a.
Kundenbewertungen zu "Depression - die Sehnsucht nach Zukunft"
2 Kundenbewertungen
(Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen
sehr gut)
Bewertung von H.-P.Haack aus Leipzig am 20.10.2012
weniger gut
Das Thema Depression wird mehr aus philosophisch-geisteswissenschaftlicher Sicht denn aus naturwissenschaftlicher behandelt. Auf depressive Kernsymptome, die die Diagnose fest machen, wird nicht eingegangen bzw. sie werden in ihrem Verbund als diagnostisches Konstrukt nicht genannt. Das ist schade, da so Depressionen, bei denen Antidepressiva geboten sind, nicht identifiziert werden. Antidepressiva diesen Patienten vorzuhalten (z. B. bei der Diagnose ICD-10 F32.01) hat nach meiner Auffassung einen Zug von Inhumanität.
Dr. med. Hans-Peter Haack, Neurologe und Psychiater Leipzig
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