Der Weg zur Einheit - Weizsäcker, Richard von

Richard von Weizsäcker 

Der Weg zur Einheit

Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Sachbuch 2009

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Der Weg zur Einheit

"Richard von Weizsäcker ... erhebt nicht den Anspruch, ein umfassendes Geschichtsbuch vorzulegen. Er greift vielmehr auf den reichen Schatz persönlichen Wissens zurück. Und er setzt Akzente, die man bei anderen Autoren - zumal der jüngeren Generation - oft schmerzlich vermisst." Neue Zürcher Zeitung

Ausgehend von seinen Erinnerungen, vor allem als Regierender Bürgermeister von Berlin und als Bundespräsident, beschreibt Richard von Weizsäcker die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg, das schwierige Miteinander der Deutschen in West und Ost während des Kalten Krieges, den dornigen Weg der sozialliberalen Ostpolitik und schließlich die Friedliche Revolution 1989. Zum Schluss widmet er sich der Frage, wie weit die Einheit seit 1990 gediehen ist und was noch zu tun bleibt.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 222 S. m. 10 Fotos 191 mm
  • Seitenzahl: 224
  • dtv Taschenbücher Bd.34667
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 125mm x 16mm
  • Gewicht: 197g
  • ISBN-13: 9783423346672
  • ISBN-10: 3423346671
  • Best.Nr.: 32592789
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.10.2009

Das geteilte Gedächtnis
Richard von Weizsäcker will Ost- und Westdeutsche in ihrer Geschichte vereinen

In seine Amtszeit als Bundespräsident vom 1. Juli 1984 bis zum 30. Juni 1994 fielen der Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung. Am 3. Oktober 1990 sprach Richard von Weizsäcker im Reichstagsgebäude als erstes gemeinsames Staatsoberhaupt der West- und Ostdeutschen. Jetzt beschließt von Weizsäcker sein jüngstes Buch "Der Weg zur Einheit", das Einsichten und Erfahrungen kurzweilig und pointiert verbindet, mit dem Text jener Rede. Damals zitierte er aus der neugefassten Grundgesetz-Präambel: "In freier Selbstbestimmung vollenden wir die Einheit und Freiheit Deutschlands." Dazu schreibt er jetzt: "Eine kühne Sichtweise! Denn die Entwicklung geht weiter, an jedem Tag von neuem. Täglich stehen wir vor neuen Herausforderungen, vor neuen Fragen an uns Deutsche als Nation." Er beruft sich auf den Religionswissenschaftler Ernest Renan, der 1882 eine Nation als tägliche Volksabstimmung beschrieb, und meint: "Unsere Einheit ist nicht perfekt und nicht abgeschlossen. Das Plebiszit geht an keinem Tag einstimmig aus."

Wie kam es zu den …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Etwas mehr Deutlichkeit hätte sich Ralf Husemann vom Autor gewünscht. Dass Richard von Weizsäcker trotz seines eigenen Wunsches, ein persönliches Buch zur Geschichte der Einheit vorzulegen, den Präsidialton nicht ablegen konnte und doch eher ein Geschichtsbuch verfasst hat, findet Husemann insofern bedauerlich. Anstelle der überwiegend neutralen Beobachtungen hätte er viel lieber klare Worte gelesen, etwa wenn es um Alternativen zu Adenauers Westorientierung geht. Schön deutlich erscheint dem Rezensenten hingegen, wenn Weizsäcker die weichspülenden Einheitsreden  im Jahr der Wiedervereinigung geißelt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.11.2009

Verpasste Blut-, Schweiß- und Tränen-Rede
Richard von Weizsäcker beschreibt die deutsche Nachkriegsgeschichte – meist präsidial, selten undiplomatisch
Einmal Präsident, immer Präsident. Richard von Weizsäcker wollte kein Geschichtsbuch, sondern ein sehr persönliches Buch über den „Weg zur Einheit” schreiben. Schließlich war er in der entscheidenden Zeit vor 20 Jahren der amtierende Bundespräsident und zuvor, vielleicht sogar noch wichtiger für ihn, war er (von 1964 bis 1970 und von 1979 bis 1981) Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags. In dieser Funktion hat er sich unermüdlich darum bemüht, die Kontakte zu den Ostdeutschen aufrechtzuerhalten, auch wenn das durch die Abgrenzungspolitik der DDR immer schwerer wurde. Er hat schon früh in der von ihm mitinitiierten „Ostdenkschrift” der Kirche die Verständigung mit Polen gesucht und, etwa bei seinem Staatsbesuch in Moskau im Sommer 1987 (zusammen mit Hans-Dietrich Genscher), „Eisbrecherarbeit” in den klirrenden Ost-West-Beziehungen geleistet, wie er gerne damalige Medien zitiert.
Trotz des eigenen Ansatzes, ein „sehr persönliches, bewegendes Buch” zu schreiben, wie ihm …

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Für Richard von Weizsäcker war die deutsche Einheit stets eine Herzenssache. Daher bin ich ihm dankbar, daß er dieses sehr persönliche, bewegende Buch geschrieben hat. Helmut Schmidt

Für Richard von Weizsäcker war die deutsche Einheit stets eine Herzenssache. Daher bin ich ihm dankbar, daß er dieses sehr persönliche, bewegende Buch geschrieben hat.
Richard von Weizsäcker wurde 1920 in Stuttgart geboren. Nach einer erfolgreichen Karriere in der Industrie war er von 1981 - 1984 Regierender Bürgermeister von Berlin und von 1988 - 1994 Präsident der Bundesrepublik Deutschland. Er war der deutsche Bundespräsident, der das höchste Maß an Popularität in der Bevölkerung und auch innerhalb der politischen Elite genoß.
Er ist Autor zahlreicher Bestseller.

Inhaltsangabe

Aus dem Inhalt:
- 1946 - Niederlage und Neuanfang
- Die umkämpfte deutsche Frage
- Politische Teilung - menschlicher Zusammenhalt
- Der Mauerbau 1961
- Unterwegs zu einer neuen Außenpolitik
- Nachbar Polen
- Deutschlandpolitik und Entspannung
- Die Gipfelkonferenz von Helsinki 1975
- Eine Welt in Bewegung: neue Freunde im Osten
- Gorbatschow
- Aufbruch der Bürger: Ostdeutschland 1989
- Unterwegs zur Einheit: Deutsche Innenpolitik 1989/90
- Unterwegs zur Einheit: Weltpolitik 1989/90
- Nachbar Russland In Einheit und Freiheit: Der 3. Oktober 1990
- Unterwegs zur inneren Einheit: die Jahre 1990 bis 2009

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