Winston Churchill - Cannadine, David

David Cannadine 

Winston Churchill

Abenteurer, Monarchist, Staatsmann

Übersetzer: Wolf, Matthias
Buch mit Leinen-Einband
 
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Winston Churchill

Winston Churchill war ein begnadeter Redner, Literaturnobelpreisträger, überzeugter Monarchist- und Abenteurer. Bevor er im Zweiten Weltkrieg unsterblich wurde, war er verhasst wegen seiner politischen Kehrtwendungen, ein Verschwender, oft am Rande des Bankrotts. Dass er so triumphal aus seinen zahlreichen Skandalen hervorging, macht ihn schon allein zu einem der merkwürdigsten Helden der westlichen Welt.

In drei mit Verve und Lust geschriebenen biographischen Essays lässt David Cannadine ein Denkmal lebendig werden.


Produktinformation

  • Verlag: BERENBERG
  • 2009
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 188 S. m. Fotos.
  • Seitenzahl: 188
  • Best.Nr. des Verlages: 3405
  • Deutsch
  • Abmessung: 228mm x 159mm x 20mm
  • Gewicht: 446g
  • ISBN-13: 9783937834054
  • ISBN-10: 3937834052
  • Best.Nr.: 13389772
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.08.2005

Der große Orator

WINSTON CHURCHILL. Gleich drei Churchill-Jubiläen gab es in den vergangenen Monaten: Zum vierzigsten Mal jährte sich sein Todestag (24. Januar 1965), zum fünfzigsten Mal sein Rücktritt als Premierminister (5. April 1955) und zum sechzigsten Mal seine Abwahl als Regierungschef während der Potsdamer Konferenz (26. Juli 1945). So kommen die Aufsätze von David Cannadine wie gerufen, zumal er für eine Neubewertung eintritt und "die unangenehme Seite" von Charakter und Karriere einbeziehen will. Zunächst widmet sich der Autor ausführlich dem 1874 geborenen aristokratischen Abenteurer und seinen "unappetitlichen Verwandten": vom früh verstorbenen und an Syphilis leidenden Vater Randolph über die amerikanische Mutter Jenny, die schon während der Vernunftehe mit Randolph als Verschwenderin und Seitenspringerin für Gesprächsstoff sorgte und nach dessen Tod zwei Ehen mit jeweils zwanzig Jahre jüngeren Männern einging, bis hin zu den alkoholkranken Kindern Randolph, Diana und Sarah. Aber auch Vettern und Cousinen, Onkel und Tanten trugen dazu bei, daß "die Marlboroughs ein Paradebeispiel für den Niedergang und die Degeneration einer …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Das ist nicht der Winston Churchill, den Sie aus den Geschichtsbüchern kennen, ruft Louise Brown. Sondern der Abenteurer, Schuldner, Stotterer, der er war, bevor er zum Nationalhelden wurde. Der Churchill-Kenner David Cannadine hat in drei Essays - durch Zeitzeugen abgesicherte - Anekdoten und Hintergründe etwa über Churchills "anrüchige Verwandtschaft" zusammengetragen, die sich zuweilen lesen wie "wie eine historische Ausgabe des britischen Klatsch-Blattes Hello!". In ihrer unterhaltsamen Art eröffnen sie den Blick auf den biografischen und historischen Nährboden, aus dem sich der Staatsmann Churchill entwickelte: die untergehende britische Aristokratie. Und was den Essay über Churchills Rhetorik angeht: Wussten Sie, dass "Eiserner Vorhang", "Gipfeltreffen" und "friedliche Koexistenz" von ihm stammen? Fazit: ein "faszinierendes", "sorgfältig recherchiertes" und "hervorragend übersetztes" Buch.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.05.2005

John Bull
Wie Winston Churchill erreichte, dass die Briten ihre Geschichte nicht ohne ihn verstehen konnten
Als Winston Churchill 1953 den Literaturnobelpreis bekam, hielt sich seine Freude in Grenzen. Er hatte den Friedensnobelpreis erwartet. Der Staatsmann, seit 1900 im Unterhaus, Mitglied mehrerer Regierungen und zweimaliger Premierminister, wurde für seine historischen Werke geehrt, aber nicht für den Sieg über Hitler. Gleichwohl hat es der Historiker Churchill sehr gut verstanden, es Julius Cäsar gleichzutun und die Vergangenheit als einen erstrangigen Faktor seiner Politik zu instrumentalisieren. Zeit seines Lebens befasste er sich mit ihr, ob in den Biografien seiner Vorfahren oder in den großen Darstellungen der Weltkriege. Dem Individualismus der englischen Tradition war es geschuldet, so Churchills Botschaft, die Zivilisation des Westens gegen die Diktaturen Europas verteidigen zu können. Nachdem der Faschismus niedergerungen war, stellten sich Recht und Freiheit der Demokratie gegen Stalin. Der unverwüstliche Kämpfer John Bull alias Churchill: Das verkörperte den unbeugsamen Willen der angelsächsischen Welt gegen die Melancholie der appeaser und …

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David Cannadine is Professor of British History at the University of London, UK.

4 Marktplatz-Angebote für "Winston Churchill" ab EUR 10,00

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