Die über tausendjährige Geschichte der Wildschützen ist eine
Geschichte der Not und des Aufbegehrens gegen den Adel, der den
Bauern sogar verbieten wollte, den Wald zu betreten. In der Gestalt
des Wildschützen erwuchs daher im Gebirge eine Heldenfigur, die bis
heute mystifiziert und romantisiert wird. Die Wilderer verstanden
es, Mut und bergsteigerisches Können einzusetzen, um den
bäuerlichen Mittagstisch durch ein Wildbret zu bereichern. Zu ihnen
gesellten sich dann die Sennerinnen, die mithalfen, die bäuerliche
Tafel mit einem Reh- oder Gamsbraten zu schmücken.
Gemeinsam mit Eva Bodingbauer hat sich Roland Girtler auf die Spur
der alten Wildererrezepte gemacht. Diese gehen von einfachen
Speisen, wie sie typisch für die Kultur der Armut im Gebirge waren,
bis zu "noblen" Menüs, wie sie bei Hochzeiten oder
ähnlichen Festivitäten der Bauern und Wildschützen im Gebirge
aufgetischt wurden. Eva Bodingbauer hat die Rezepte nachgekocht und
mit zahlreichen anschaulichen Fotos dokumentiert.
Rund um die Gerichte herum macht sich Roland Girtler Gedanken über
die Herkunft der Speisen, die alte Kultur der Wildschützen und
präsentiert Geschichten, wie sie auf Almhütten und in den
Gasthäusern erzählt wurden.
Ausstattung/Bilder: 2004. 177 S. m. zahlr. z. Tl. farb. Abb.
Seitenzahl: 175
Deutsch
Abmessung: 217mm x 144mm x 17mm
Gewicht: 400g
ISBN-13: 9783205772576
ISBN-10: 3205772571
Best.Nr.: 12922891
Dr. phil. Roland Girtler, geboren 1941 in Wien, Studium der Ethnologie, Urgeschichte, Philosophie, Soziologie an der Universität Wien, danach dort Professor am Institut für Soziologie. Zahlreiche Fachveröffentlichungen.
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