Ein Wegweiser zum einfühlsamen Zuhören und Verstehen
Psychoanalyse ist ein Prozess, in dem die menschliche Seele
verstanden werden kann. Für Erich Fromm ist dies eine Kunst: die
Kunst des angstfreien, empathischen und liebevollen Zuhörens.
Sein therapeutischer Ansatz lautet: "Es gibt nicht
Menschliches, das mir fremd wäre. Alles gibt es mir. (...) Der
Patient wird nicht das Gefühl haben, dass ich über ihn rede oder zu
ihm herabspreche. Vielmehr wird er spüren, dass ich von etwas
spreche, das wir beide teilen."
Inhaltsverzeichnis:
Vorwort (Rainer Funk). 11
I. Wirkfaktoren der psychoanalytischen Behandlung. 15
1. Die therapeutischen Wirkfaktoren nach Sigmund Freud und meine
Kritik daran. 15
2. Benigne und maligne Neurosen. Mit einem Fallbeispiel für eine
gutartige Neurose. 23
3. Konstitutionelle und andere Wirkfaktoren 34
II. Therapeutische Aspekte der Psychoanalyse. 47
1. Zum Selbstverständnis und zum Menschenbild der Psychoanalyse.
47
a) Welches Ziel hat die Psychoanalyse? 47
b) Sigmund Freuds therapeutische Zielsetzung und ihre Kritik.
50
c) Das Freudsche Bild vom Kind und seine Kritik. 54
d) Der Stellenwert der Kindheitserfahrungen im therapeutischen
Prozeß. 61
e) Die Rezeption der Psychoanalyse in der therapeutischen Praxis.
65
f) Der Beitrag Harry Stack Sullivans zum Menschenbild der
Psychoanalyse. 69
g) Die Krankheit unserer Zeit als Herausforderung für die
Psychoanalyse. 72
2. Voraussetzungen der psychoanalytischen Therapie. 78
a) Die Fähigkeit zu psychischem Wachstum. 78
b) Die Verantwortung jedes einzelnen für sein psychisches
Wachstumspotential. 83
c) Die Fähigkeit zur subjektiven Wirklichkeitswahrnehmung. 88
d) Die prägende Kraft von Gesellschaft und Kultur. 91
e) Die Dynamik psychischer Entwicklung und die Freiheit des
Menschen. 96
3. Die Wirkfaktoren der psychoanalytischen Therapie. 102
4. Die therapeutische Beziehung im psychoanalytischen Prozeß.
108
a) Das Geschehen zwischen Psychoanalytiker und Analysand. 108
b) Voraussetzungen beim Psychoanalytiker 113
c) Fragen des Umgangs mit dem Analysanden. 118
5. Aufgaben und Methoden des psychoanalytischen Prozesses.
123
a) Die Mobilisierung unbewußter Kräfte und das Aufzeigen von
Alternativen. 123
b) Sublimierung, Triebbefriedigung und Triebverzicht am Beispiel
sexueller Perversionen. 126
c) Die Bearbeitung des Widerstands. 132
d) Übertragung, Gegenübertragung und reale Beziehung. 136
e) Hinweise zur Arbeit mit Träumen. 140
6. Christiane. Bemerkungen zur therapeutischen Methode und zum
Traumverstehen anhand eines Fallberichts. 145
a) Die ersten drei Stunden und der erste Traum. 145
b) Der zweite Therapiemonat und der zweite Traum. 159
c) Der weitere Verlauf der Therapie und der dritte Traum. 167
d) Der vierte Traum und generelle Überlegungen zum Verlauf der
Therapie. 180
7. Besondere Methoden bei der Therapie der modernen
Charakterneurosen. 189
a) Das eigene Handeln ändern. 190
b) Interesse an der Welt entwickeln. 191
c) Kritisch denken lernen. 195
d) Sich selbst erkennen und seines Unbewußten gewahr werden.
197
e) Des eigenen Körpers gewahr werden. 203
f) Sich konzentrieren und meditieren. 206
g) Den eigenen Narzißmus entdecken. 210
h) Sich selbst analysieren. 220
8. Psychoanalytische "Technik" oder die Kunst des
Zuhörens. 225
Literatur. 227
Personen- und Sachregister. 236
Erich Fromm, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, wurde am 23. März 1900 in Frankfurt am Main geboren. Nach seiner Promotion in Soziologie 1922 in Heidelberg kam er mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds in Berührung und wurde Psychoanalytiker. 1933 emigrierte er in die USA, wo er an verschiedenen Instituten lehrte, und anschließend, von 1950 bis 1974, an der Universität von Mexiko City unterrichtete. Er starb 1980 in Locarno in der Schweiz.
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