Vertraue und lass alles los - Daehaeng

Vertraue und lass alles los

Unterweisungen der koreanischen Zen-Meisterin Daehaeng

Daehaeng 

Übersetzer: Haejjin Sunim
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Vertraue und lass alles los

Die grundlegende Zusammenfassung der Lehren der koreanischen Zen-Meisterin "Verfange dich nicht in Theorien oder Gedankenspielen - koste lieber direkt von der Wahrheit. Statt darüber zu spekulieren, ob eine Wassermelone reif ist oder nicht, schneide sie auf und probiere einen Bissen." So anschaulich und überraschend einfach sind die Lehren der Zen-Meisterin Daehaeng, aber auch so konsequent, direkt und für uns kopfgesteuerte Westler so ungewohnt.

In knappen, prägnanten Kapiteln erklärt Daehaeng die grundlegenden Prinzipien (Wer bin ich?, Was ist die Buddha-Natur?, Was ist das Wesen der Wahrheit?) und führt anhand vieler anschaulicher Beispiele in die buddhistische Praxis ein.


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 160 S.
  • Seitenzahl: 160
  • Goldmann Arkana Bd.21891
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 126mm x 17mm
  • Gewicht: 140g
  • ISBN-13: 9783442218912
  • ISBN-10: 3442218918
  • Best.Nr.: 26260480
Daehaeng Kunsunim ist eine in Korea hoch geachtete Zen-Meisterin. Sie wurde 1927 als erste Tochter eines Offiziers der kaiserlich-koreanischen Armee geboren. Während der japanischen Besatzung verlor die Familie ihren gesamten Besitz. Mit 24 Jahren wurde sie zur buddhistischen Nonne ordiniert. 1972 gründete sie in Anyang, in der Nähe von Seoul, das Hanmaum Seon Zentrum, wo sie bis heute lebt. Sie wird - nicht nur in Korea - als eine der wenigen Frauen, zu den bedeutendsten buddhistischen Meistern unserer Zeit gezählt. Seit 1996 besteht auch ein Zentrum in Kaarst bei Düsseldorf.

Leseprobe zu "Vertraue und lass alles los" von Daehaeng

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Weibliche Ordinierte haben in der Vergangenheit wichtige Beiträge zum koreanischen Buddhismus geleistet und tun dies auch heute noch. Unverständlicherweise finden sie so gut wie keine Beachtung. Die Archive der buddhistischen Tempel Koreas enthalten nur wenige Informationen über ihre Aktivitäten.

Einige erste Anzeichen für das Wirken buddhistischer Nonnen gibt es zur Zeit der Silla-Dynastie (57 v. Chr. - 935), ein wenig mehr über buddhistische Frauen im Allgemeinen findet sich während des goldenen Zeitalters des Buddhismus unter der Goryeo-Dynastie (935 - 1392), so gut wie nichts wird während der Joseon-Ära (1392 - 1910) berichtet, als Frauen unter einem tyrannischen Gesellschaftssystem litten und der Buddhismus der Verfolgung durch den Konfuzianismus ausgesetzt war.

Trotz dieser scheinbaren Unsichtbarkeit haben die buddhistischen Nonnen Koreas gerade im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts enorme Anstrengungen unternommen, ihre Situation zu verbessern und ihre Traditionen weiterzuentwickeln. Und in der jetzigen Generation von bedeutenden Nonnen strahlt kein Stern heller als der von Daehaeng Kunsunim; es gibt in der Tat keine andere Nonne, die mehr Einfluss sowohl auf den größten koreanischen Zenorden als auch auf die gesamte koreanische Gesellschaft hat.

Im zeitgenössischen koreanischen Buddhismus ist Daehaeng Kunsunim eine der berühmtesten und höchst geachteten Persönlichkeiten und zweifellos eine der einflussreichsten Nonnen, die jemals in der Tradition aktiv waren. Daehaeng Kunsunim genießt eine hohe Reputation als Zen-Meisterin, verbrachte sie doch viele Jahre ihrer Suche nach Erkenntnis tief in den Bergen Koreas, bevor sie zu lehren begann. Als eine Lehrerin von tiefer Einsicht und tiefem Mitgefühl wird sie in ganz Korea geschätzt. Tausende von Nonnen, Mönchen und Laien hat sie in der Zeit ihres Wirkens bis heute geführt. Zu ihren Schülern gehören - recht ungewöhnlich - auch zahlreiche Mönche, etwas, von dem man zuvor noch nie gehört hatte, da Nonnen in der klösterlichen Tradition den Mönchen untergeordnet sind. Die Organisation, die sie vor über drei Jahrzehnten begründet hat, das Hanmaum Zen-Zentrum, hat sich zu einer der einflussreichsten buddhistischen Institutionen Koreas entwickelt mit über 15 inländischen und zehn ausländischen Zentren.

Daehaeng Kunsunims Fähigkeit, ein großes Publikum sowohl von ordinierten als auch von Laien-Buddhisten zu erreichen, ist in dieser Anthologie Vertraue und lass alles los hervorragend dokumentiert. Ihre Lehrmethode ist auf entwaffnende Weise einfach und zugleich bemerkenswert tief. Sie ist vielerorts bekannt für ihre Einsicht in das Wesen des Menschen und für ihre Fähigkeit, diese Einsicht so zu offenbaren, dass ihre Unterweisungen genau mit den Bedürfnissen ihrer Zuhörer in Einklang stehen. Wie traditionelle indische Sutren sind Daehaeng Kunsunims Unterweisungen in diesem Buch so aufgebaut, dass sie für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene gleichermaßen leicht zugänglich sind. Die Zen-Meisterin zeigt sich in dieser Sammlung als eine der schöpferischsten und verständlichsten buddhistischen Stimmen des heutigen Korea - fähig, selbst das Alltäglichste als Mahlgut für die Mühle buddhistischer Unterweisung und Praxis zu nutzen.

Robert Buswell Direktor des Center for Buddhist Studies University of California, Los Angeles Kurze Biografie von Daehaeng Kunsunim Daehaeng Kunsunim wurde 1927 in einer aristokratischen Familie Koreas geboren. Der Status der Familie gewährte ihr ursprünglich ein wohlhabendes Leben, doch zur Zeit von Sunims Geburt war ihre Lage äußerst unsicher. Die Bestrebungen des japanischen Kaiserreichs, Korea zu kolonialisieren, hatten 1904 zu einer militärischen Besetzung des Landes geführt, die nach und nach immer grausamer wurde und das koreanische Volk brutal unterdrückte. Sunims Vater, ein hochrangiger Offizier am Hofe des letzten koreanischen Kaisers, war am Widerstand gegen die japanischen Besatzer maßgeblich beteiligt. Infolgedessen beschlagnahmte die japanische Militärregierung, als Sunim sechs Jahre alt war, das Haus der Familie und all ihre Besitztümer und Ländereien. Sie flohen nur mit den Kleidern, die sie am Leibe trugen -wenige Minuten, bevor die japanische Geheimpolizei kam. Die Familie überquerte den Han-Fluss und baute sich eine notdürftige Hütte in den Bergen südlich von Seoul. Für lange Zeit war ihre einzige Nahrung, was sie erbetteln konnten oder was nach der Ernte auf den Feldern übrig blieb.

Die unbarmherzige Unterdrückung durch die japanische Kolonialmacht, der Zusammenbruch des koreanischen Hofes und die elende Lage der Familie erfüllten Sunims Vater mit Verzweiflung und Ohnmacht. Obwohl ihr Vater immer freundlich und hilfsbereit zu anderen war, ließ er aus irgendeinem Grund all seine Wut und Verbitterung an Sunim, seiner ältesten Tochter, aus. Verwirrt und unfähig zu verstehen, was passierte, blieb Sunim der kleinen Hütte so oft wie möglich fern. Auch wenn die Dunkelheit und die seltsamen Geräusche der Nacht sie mit Furcht erfüllten, begann sie im Wald zu schlafen. Sie bedeckte sich mit Blättern, um sich warm zu halten.

Zwei Jahre des Hungers und der Kälte waren vergangen, und Sunim war in der Zwischenzeit acht Jahre alt. Obwohl ihr Leben unverändert hart war, begann sie sich innerlich ganz anders zu fühlen. Früher machte es ihr Angst, sich nachts in den Bergen und Wäldern aufzuhalten, doch nun fühlte sich die Dunkelheit warm, gemütlich und schön an. Im Wald gab es keinen Unterschied zwischen Arm und Reich, Hoch und Niedrig; im Wald unterstützten sich alle Lebewesen gegenseitig und lebten harmonisch zusammen. Im Vergleich dazu schien die Welt draußen erfüllt von Ungleichheit und Leiden.

Wohin sie auch blickte, es schien, als wären die Menschen nur geboren, um zu leiden. Alle lebten nur für sich allein und verbrachten ihre Zeit mit scheinbar Belanglosem, bis sie krank wurden und starben. War das alles, was ein Leben ausmachte? Was für einen Sinn hatte eine solche Existenz? Intuitiv nahm sie wahr, dass da mehr war, etwas Wesentliches, das sie mit ihren Augen nicht sehen konnte. Aber was war das? Ganze Tage an einen Felsen oder einen Baum gelehnt, verbrachte sie damit, über diese Frage nachzudenken, und wünschte sehnlichst zu erkennen, wer sie - Sunim -hervorgebracht hatte.

Je älter sie wurde, umso stärker wurde ihr Verlangen, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Manchmal war ihr Verlangen so stark, dass sie dachte, es wäre besser zu sterben, als ohne eine Antwort weiterzuleben. Während dieses Fragen sie verzehrte, war der Wald eine Quelle des Friedens und der Geborgenheit, die sie am Leben erhielten.

Eines Tages fand sie urplötzlich, wonach sie gesucht hatte: Es war bereits in ihr und war immer schon in ihr gewesen.

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