Utopie und Melancholie der vaterlosen Gesellschaft
Die mentale Evolution, die gesellschaftlichen Bedingungen und Das
Buch verleiht dem vor allem von Alexander Mitscherlich geprägten
Begriff der "vaterlosen Gesellschaft" eine zeitgemäße
Aktualität. In der Perspektive dieses Grundbegriffs
psychoanalytischer Sozialpsychologie thematisiert der Autor die
neueren Verwerfungen in der modernen Gesellschaft: Fremdenhaß,
Antisemitismus, soziokultureller Sündenbockbedarf und jugendlicher
Rechtsextremismus. Anhand literarischer Beispiele und am Leitfaden
der Vater-Sohn-Beziehung wird die Problematik des transgenerativen
Erbes des Nationalsozialismus erörtert. Über den Autor: Robert
Heim, Prof. Dr. phil., Psychoanalytiker in eigener Praxis ab 1982
in Zürich, seit 1993 in Frankfurt tätig. Er lehrt als
außerplanmäßiger Professor Psychoanalyse und Sozialpsychologie an
der Universität Hannover. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Theorie
und Praxis der Psychoanalyse. Letzte Buchpublikation: Die
Rationalität der Psychoanalyse (1993).