Unbefugtes Betreten - Barnes, Julian

Julian Barnes 

Unbefugtes Betreten

Erzählungen

Übersetzung: Krueger, Gertraude; Bodmer, Thomas
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Unbefugtes Betreten

Ob der frisch geschiedene Immobilienmakler Vernon nicht akzeptieren kann, dass seine Freundin ein Geheimnis hat, das sie nicht preisgeben möchte, ob Phil und Joanna über Sex, Krebs, die Wirtschaft oder Orangenmarmelade diskutieren, ob die Schriftstellerinnen Jane und Alice vor allem Eifersucht füreinander empfinden oder ein Garten Auslöser für eine Ehekrise wird - Julian Barnes legt die menschlichen Stärken und Schwächen, den Rhythmus, den das Leben hat, mit feinem Humor und einem klaren Blick für die alltäglichen Niederlagen und Siege bloß.Nach dem riesigen Erfolg von »Vom Ende einer Geschichte« beweist der Booker-Preisträger Julian Barnes einmal mehr, warum er einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren ist und von Kritik wie Leserschaft gleichermaßen verehrt wird.


Produktinformation

  • Abmessung: 212mm x 136mm x 32mm
  • Gewicht: 436g
  • ISBN-13: 9783462044805
  • ISBN-10: 346204480X
  • Best.Nr.: 35685403
"'Unbefugtes Betreten' vereint beißenden Humor, Scharfsinn und eine erfrischende Erzählweise." -- The Independent

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.10.2012

Geschmack beweist, wer sich verliebt

So scharfsinnig wie kurzweilig sein, das kann nur Julian Barnes: Der Erzählband "Unbefugtes Betreten" nähert sich der Liebe durch die Hintertür.

Von Oliver Jungen

Wir sind ein wenig aus dem Rhythmus gekommen, was Julian Barnes angeht, den besten Franzosen unter den Engländern. "Vom Ende einer Geschichte" wurde nach der Zusprechung des Booker-Preises vor einem Jahr blitzschnell übersetzt, die vorausliegenden Kurzgeschichten im Band "Pulse" - die deutsche Übersetzung benennt die Sammlung nach einer anderen Geschichte stimmig "Unbefugtes Betreten" - folgen erst jetzt.

Entstehungsgeschichtlich sind sie jedoch die erste literarische Reaktion des Autors auf den Tod seiner langjährigen Ehefrau (und Agentin) Patricia Kavanagh im Jahre 2008, auch wenn diese Tragödie ihre Schatten vorauswarf: "Nichts was man fürchten müsste", ein kurz vor dem Tode Pats erschienener Dialog mit der Tradition und dem eigenen Philosophen-Bruder, war eine so offenherzige wie nonchalante Reflexion über den aus Angst dämonisierten Tod. Barnes reklamierte das Sterben in seinem Aberwitz als Teil des Lebens.

Wie aber …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Kristina Maidt-Zinke freut sich sehr darüber, dass Julian Barnes' Kurzgeschichtensammlung "Pulse" jetzt auch ins Deutsche übersetzt wurde; "Unbefugtes Betreten" heißt das Buch hier. Die Rezensentin offenbart sich zunächst als Fan des "melancholischen Ironikers" und schreitet dann erst zur lobenden Tat. In "Unbefugtes Betreten" widmet sich der Autor Beziehungen in vielen Formen und mal mehr, mal weniger erbaulichen Zuständen, fasst Maidt-Zinke zusammen. Obwohl sie die Geschichten im zweiten Teil des Buches insgesamt besser gelungen findet, wo Barnes nacheinander die fünf Sinne in jeweils einer Geschichte mitinszeniert, hat sie besonders eine in der ersten Hälfte berührt: In "Beziehungsmuster" verarbeite Barnes den Verlust seiner Frau, Patricia Cavanagh, die 2008 an einem Hirntumor gestorben war. Die Rezensentin bewundert, wie diskret traumatische Ereignisse in Literatur zu übersetzen sind. Die Diskretion kann aber auch einfach die englische "emotionale Gehemmtheit" offenlegen, findet sie. Dass Barnes seinen Lesern inzwischen weniger harte Brocken vorlegt als noch mit "Flauberts Papagei", schiebt Maidt-Zinke auf die schriftstellerische Intelligenz des Autors und meint: "Die Zeiten haben sich geändert".

© Perlentaucher Medien GmbH

"Julian Barnes erzählt hier meisterhaft 14 persönliche, tragische, komische Geschichten. [...] Er hat sensible und komplexe Porträts geschaffen, in denen sich die Leser wiederfinden können.", buchnews.com, 27.08.2012

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.11.2012

Bewölkte Beziehungsmuster
Julian Barnes spielt in seinem neuen Erzählungsband „Unbefugtes Betreten“ Paarsituationen verschiedenster Art durch.
Wohl dem, der Lebenserfahrung so diskret in Kunst zu verwandeln vermag wie dieser melancholische Ironiker der britischen Literatur
VON KRISTINA MAIDT-ZINKE
Dass Julian Barnes für seinen jüngsten Roman „Vom Ende einer Geschichte“ den Booker Prize erhalten hat, wurde allgemein mit Wohlgefallen, ja Erleichterung aufgenommen. Lange genug hatten der englische Schriftsteller und seine Lesergemeinde darauf gewartet, und sein Gesamtwerk rechtfertigt die Auszeichnung auch für jene, die das preisgekrönte Buch weniger goutieren. Der Kurzgeschichtenband „Pulse“, genau wie Letzteres im Jahr 2011 erschienen, wurde erst danach ins Deutsche übersetzt und heißt bei uns „Unbefugtes Betreten“, nach einer Erzählung, deren Titel eingängiger mit dem Inhalt der Sammlung korrespondiert als der des Originals. Denn in der Tat hat man hier den Eindruck, dass Barnes, der melancholische Ironiker, mit unauffälliger Eleganz in die Intimsphäre seiner Figuren eindringt und ihr Innenleben aushorcht. Oder dass er als …

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Gertraude Krueger, 1949 geboren, lebt als Dozentin und freie Übersetzerin in Berlin. Zu ihren Übersetzungen gehören u.a. Sketche der Monty-Python-Truppe und Werke von Julian Barnes, Alice Walker, Siri Hustvedt und Jhumpa Lahiri.

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