Ist das menschliche Handeln vorbestimmt oder kann der Einzelne frei
entscheiden? In Auseinandersetzung mit den Positionen von Chrysipp,
Epikur und Karneades gelangt Cicero zur Auffassung, dass es für den
menschlichen Willen keine von außen wirkenden und vorausgehenden
Ursachen gebe, die diesen Entscheidungsprozess bestimmen. Die Mitte
44 v.Chr. begonnene und unvollendet gebliebene Schrift schließt
sich unmittelbar an "De divinatione" und "De natura
deorum" an.
Marcus Tullius Cicero (106-43 v. Chr.) römischer Staatsmann, Redner und Philosoph, studierte Recht, Rhetorik, Literatur und Philosophie in Rom. Sein Durchbruch als Anwalt und Politiker gelang ihm 70 v. Chr. im Prozess gegen Verres, 64 v. Chr. wurde er gegen Catilina zum Konsul gewählt. Als dieser einen Staatsstreich zum Sturz der Regierung organisierte, deckte Cicero die Verschwörung auf und ließ Angehörige der Gruppe hinrichten. Nach einjährigem Exil wurde er von Pompeius nach Rom zurückgerufen. Cicero wurde am 7. Dezember 43 v. Chr. ermordet.
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