Spanien und der Holocaust

Bernd Rother 

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Spanien und der Holocaust

Während des Zweiten Weltkriegs lebten etwa 4.500 Juden spanischer Staatsangehörigkeit im deutschen Machtbereich. Wie die Franco-Regierung auf deren Diskriminierung und Verfolgung reagierte, ist das Thema der Arbeit, die erstmals alle relevanten spanischen und deutschen Quellen auswertet. Im Zentrum steht die "Heimschaffungsaktion", in der die deutsche Regierung eine Reihe neutraler und verbündeter Staaten ultimativ zur Repatriierung ihrer Juden aufforderte; andernfalls würden sie in die Deportationen einbezogen werden. Spanien war jedoch nur zögerlich zur Aufnahme seiner Juden bereit.


Produktinformation

  • Verlag: Niemeyer, Tübingen
  • 2001
  • Ausstattung/Bilder: VI, 359 Seiten
  • Seitenzahl: 368
  • Romania Judaica
  • Deutsch
  • Abmessung: 230mm x 155mm x 25mm
  • Gewicht: 548g
  • ISBN-13: 9783484570054
  • ISBN-10: 3484570059
  • Best.Nr.: 09546798
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.12.2001

Der Caudillo und die Antisemiten
Unter Franco brüstete sich die spanische Diktatur gern damit, im Krieg Juden gerettet zu haben
Spaniens friedlicher Übergang von der Diktatur zur stabilen Demokratie gehört zu den außerordentlichen Ereignissen der europäischen Nachkriegsgeschichte. Der Tod des ehemaligen Putschistengenerals Francisco Franco erlöste das Land 1975 aus seiner quälenden Lethargie und ebnete den Weg für längst überfällige demokratische Reformen. Binnen einer Dekade verwandelte sich das Land vom iberischen Außenseiter zum anerkannten und verlässlichen Mitglied der Europäischen Union. Dass dieser atemberaubende Wandel möglich war, dürfte viel mit der spanischen Form der „Vergangenheitsbewältigung” zu tun haben, die in den ersten Jahren der Demokratie bewusst auf jede Form historischer oder juristischer Aufarbeitung der Diktaturgeschichte verzichtete.
Die Vergangenheit sollte ruhen, die blutigen Kämpfe des Bürgerkriegs, die Jahre der politischen Verfolgung und Zensur vergessen und der Blick ganz auf die Zukunft der jungen Demokratie gerichtet werden. Das war der Preis dafür, dass sich die alten und immer noch mächtigen Eliten …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.08.2001

Rettendes Nadelöhr
Franco-Spanien, die Sepharden und die NS-Judenverfolgungen

Bernd Rother: Spanien und der Holocaust. M. Niemeyer Verlag, Tübingen 2001. 359 Seiten, 184,- Mark.

Francisco Franco, Caudillo von Spanien, galt als emotionsarm und kaltblütig. Doch der Generalísimo hatte durchaus auch Sinn für Sentimentales. Der Bürgerkrieg war kaum vorbei und der Zweite Weltkrieg schon im Gange, da schrieb Franco den schwülstigen Roman "Raza", dessen literarische Qualität kaum die eines Groschenromans übersteigt. Die Hauptfigur erhält - ebenso wie einst Franco - den militärischen Schliff auf der Akademie in Toledo und führt die zu Besuch gekommene Mutter stolz durch die traditionsreiche Stadt. Vor der einstigen Synagoge legt der Offiziersanwärter der erstaunten Frau dar, warum die hiesigen Juden besser seien als andere. So hätten sich die Juden Toledos von der Kreuzigung Jesu distanziert, den heiligen Jakobus zur Predigt ins Land gerufen und seien überhaupt durch den langen Kontakt zu den Spaniern "gereinigt".

Es handelt sich um eine der handverlesenen Äußerungen Francos über Juden. Wie er wirklich über sie gedacht hat, ist …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Das Buch des Berliner Historikers Bernd Rother beschäftigt sich mit der Rolle Spaniens während des Holocaust. Die Ergebnisse der "unanständig teuren" Studie sind "nüchtern und ausgewogen", wenn auch teilweise etwas "spröde", wie der Rezensent Dietmar Süss meint. Bemerkenswert an der Studie findet er, dass sie herausstelle, wie der Diktator Franco nach Ende des Zweiten Weltkrieges sich als Judenretter stilisiert habe, um sich vor einer außenpolitischen Isolierung zu schützen. Tatsächlich stimme es, dass die spanische Regierung 20-35.000 Juden vor der Deportation bewahrt hätte, dennoch verhinderte der traditionelle katholische Antijudaismus weitergehende Hilfe. Abschließend befindet der Rezensent, dass die Thematisierung des spanischen Antisemitismus zu kurz komme.

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