September - Lehr, Thomas

September

Fata Morgana. Roman

Thomas Lehr 

 
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September

Zwei Väter und zwei Töchter, zwei parallele Lebensgeschichten in den USA und im Irak. Ihre Schauplätze sind weit entfernt, und doch verbinden sie zwei politische Ereignisse: Sabrina stirbt am 11. September 2001 im New Yorker World Trade Center, während Muna 2004 in Bagdad bei einem Bombenattentat ums Leben kommt. Thomas Lehr begibt sich in seinem grandiosen, vielschichtigen Werk auf eine literarische Grenzwanderung zwischen zwei Kulturen. In einer verdichteten, lyrischen Sprache erzählt "September" vom Islam, von Öl, Terror und Krieg und von zwei Frauen, die stellvertretend für die Opfer dieses Konflikts stehen.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 477 S.
  • Seitenzahl: 480
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23557
  • Deutsch
  • Abmessung: 196mm x 126mm x 36mm
  • Gewicht: 706g
  • ISBN-13: 9783446235571
  • ISBN-10: 3446235574
  • Best.Nr.: 29503855
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.08.2010

Babel
Thomas Lehrs erstaunlicher Roman „September“ überspannt Orient und Okzident
Thomas Lehr hat in seinen bisherigen Romanen äußerst unterschiedlich erzählt, er hat für den jeweiligen Stoff jedes Mal nach einer entsprechenden Form gesucht – vom satirischen Erzählen über die fein verästelte psychologische Innenschau bis zum fragmentarischen inneren Monolog. In „September. Fata Morgana“ geht er noch einen Schritt weiter, er verbindet die moderne, assoziativ wechselnde westliche Perspektive mit dem rhapsodisch-märchenhaften orientalischen Erzählen. Der Duktus der alten Epen, der sich vor expressivem Pathos nicht scheut, mischt sich mit der Reportage, mit minuziös aufgezeichneten Dialogen, mit der medial aufgeladenen Wirklichkeit des Jetzt.
Lehr verwendet keine Satzzeichen. Der Text gliedert sich in einzelne Absätze, in freien Rhythmen, mal in eher getragener und bilderreicher, mal in kolloquialer Rede. Man muss sich auf diesen Ton einlassen. Er ist dem geschuldet, was Lehr beschreiben will: eine Art Epochengefühl des letzten Jahrzehnts, etwas, was Welten überspannt, die früher strikt getrennt waren. Die Schauplätze sind New York und Bagdad, …

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Hinein - in die Kreuzung der Welten! Hinein in unsere tiefsten Erzählungen, hinein in jene zwei so majestätischen Metaphern Orient und Okzident." Das muss man sich erst einmal trauen, ob als blutjunge Debütantin oder als gestandener Romancier von Rang. Aber wenn es gelingt, wenn Orient und Okzident sich vermischen wie Poesie und Prosa, wie Jubel und Klage, wie Gefühl und Gedanke, Glaube und Zweifel, dann wird diese Begegnung für die Dauer der Lektüre zum Fest.

Der Nahe und der Mittlere Osten haben sich als politische Kriegsschauplätze in unserer nachrichtenfixierten Vorstellung vom märchenhaften Orient fast vollständig gelöst. Nicht einmal als touristische Ziele kommen sie derzeit ernsthaft in Betracht. Doch in diesem Herbst hat die Flaschenpost der Kulturen unverhofft gleich zwei Magnums zu Wasser gelassen, die die Entfernung in den Köpfen mit einer …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Man nehme eine an Komplexität kaum zu überbietende erzählerische Komposition, verzichte auf jede Interpunktion und thematisiere die Anschläge von 9/11 sowie den darauf folgenden "War on Terror " - und erhalte den neuen Roman von Thomas Lehr. Was sich anhört wie der furchtbar angestrengte künstlerische Kraftakt eines zu Höherem berufenen Schriftstellers, entpuppt sich schnell als einer der lesenswertesten Romane der Saison. Kunstvoll verschränkt, erzählt Thomas Lehr die Geschichte von zwei Paaren, zwei Vätern, die beide eine Tochter verlieren. Der in den USA lehrende Germanistikprofessor Martin, dessen Tochter bei den Anschlägen auf das World Trade Center ums Leben kommt, und der irakische Arzt Tarik, der zusieht, wie seine Tochter 2004 bei einem Selbstmordanschlag in Bagdad stirbt. Die Perspektiven dieser Personen vereint Thomas Lehr zu einem vielstimmigen, erzählerischen Strom ohne Punkt und Komma, der - hat man sich an den ganz eigenen Rhythmus gewöhnt - eine absolut intensive und manchmal geradezu hypnotische Wirkung entfaltet. Ein anstrengendes Buch, ja, aber gleichzeitig eines, das fasziniert, inspiriert und bereichert. (un)

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Thomas Lehrs Roman erzählt eine komplexe Geschichte, so Rezensent Helmut Böttiger, die um einen Vater und seine Tochter in den USA und um einen Vater und seine Tochter im Irak kreist. Beide Väter sind Akademiker: Germanistikprofessor der Amerikaner, Arzt der Iraker. Thematisiert werden der 11. September, moderne amerikanische Patchwork-Familien, das Leben unter Saddam Hussein und die damit einhergehende Erfahrung von Desillusionierung und Gewalt. Außerdem: Reflexionen über Goethe, über Gedichte von Whitman und Hafis, über Rückerts "Kindertotenlieder". Und das alles in einem Roman ohne Satzzeichen! Man muss sich darauf einlassen, schreibt Böttiger, der sich offensichtlich dafür voll belohnt fühlt. Denn Lehr gelingt es, "eine Art Epochengefühl" zu beschreiben und Verbindungen zwischen Welten aufzuzeigen, die man sonst getrennt betrachtet. Ein "erstaunlicher" Roman, so der sichtlich beeindruckte Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH
Thomas Lehr, geboren 1957, lebt in Berlin. Für jedes seiner Bücher erhielt er mehrere Literaturpreise, darunter den Wolfgang-Koeppen-Preis der Hansestadt Greifswald, den Kunstpreis Rheinland-Pfalz, den Rheingau Literatur-Preis. 2010 wurde Thomas Lehr mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet und 2012 mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk.

Leseprobe zu "September"

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