"Mazya schafft eine erzählerische Spannung, die so stark ist,
dass man das Buch nicht beiseite legen kann, und beschreibt
zugleich profund und detailliert jedes einzelne Gefühl."
Zeruya Shalev Ilan, Ende 40, Professor für Astrophysik an der
Universität Haifa, ist mit der wesentlich jüngeren Nomi
verheiratet. Er lebt in der ständigen Angst, seine Frau könne
seiner überdrüssig werden und sich in einen anderen verlieben. Als
er eines Tages früher nach Hause kommt und Nomi nicht da ist, wird
aus seiner Angst ein Verdacht, der sich zu allem Überfluss als wahr
herausstellt: Nomi hat einen Liebhaber. Ein Katz-und-Maus-Spiel
beginnt, denn Ilan fürchtet, seine Frau ganz zu verlieren, wenn er
nun einen Fehler macht. Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch,
Klarheit zu haben, und der Unfähigkeit, sich mit dem Gedanken an
eine mögliche Trennung auseinanderzusetzen, versucht er,
Situationen zu arrangieren, in denen der Lügenknoten platzen
könnte. Der Liebhaber bleibt tatsächlich auf der Strecke, wenn auch
anders, als erwartet, und die Einzige, die trotz aller Kapriolen
den Überblick behält, ist Ilans alte, unsentimentale Mutter, die
bar jeder Moral dem Ganzen immer noch komische Seiten abgewinnt.
Edna Mazya, geboren 1949 in Tel Aviv, eine der bekanntesten Theaterschriftstellerinnen Israels, studierte Theaterwissenschaft und Philosophie, lehrt an der Universität Tel Aviv Dramatic Writing. "Schlamassel" ist ihr erster Roman.
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