Romantik - Safranski, Rüdiger

Rüdiger Safranski 

Romantik

Eine deutsche Affäre

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Romantik

Die Romantik ist eine der zentralen Bewegungen der Geistesgeschichte, besonders der deutschen. Rüdiger Safranski zeichnet ihre Geschichte in seinem hochgelobten Buch nach, analysiert ihre Bedeutung, erzählt von Tieck, Novalis, Fichte, Schelling, Schleiermacher oder Dorothea Veit, und zeigt, wie die Romantik auch heute nichts von ihrer Faszination verloren hat.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
  • 2009
  • Ungek. Ausg.
  • Ausstattung/Bilder: Ungek. Ausg. 2009. 415 S.
  • Seitenzahl: 415
  • Fischer Taschenbücher Bd.18230
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 127mm x 28mm
  • Gewicht: 407g
  • ISBN-13: 9783596182305
  • ISBN-10: 3596182301
  • Best.Nr.: 25576471
""Rüdiger Safranski macht uns glanzvoll mit der Romantik und dem Romantischen vertraut. Sein grandioses Buch verbindet philosophische Analyse mit anekdotischer Anschauung derart gekonnt, dass wir Seltenes vor uns haben: spannend erzählte deutsche Geistesgeschichte." Die Zeit "Rüdiger Safranskis großes Romantikbuch beschreibt eine :deutsche Affäre9 so mitreißend, als fände sie mitten in unserer Gegenwart statt. ... Safranski ist ein Zauberkünstler", Frankfurter Allgemeine Zeitung"
Rüdiger Safranski, geboren 1945, Philosoph und Schriftsteller, lebt in Berlin. Er veröffentlichte Biographien über E. T. A. Hoffmann, Schopenhauer und Heidegger sowie den großen philosophischen Essay "Wieviel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und Lebbare". Rüdiger Safranski erhielt 2006 den "WELT-Literaturpreis" und den "Friedrich-Hölderlin-Preis", 2009 den Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für sein Lebenswerk.

Kundenbewertungen zu "Romantik" von "Rüdiger Safranski"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von H. Seewald aus Berlin am 07.03.2012 ***** sehr gut
Eines der besseren Bücher zur deutschen Romantik

Zu den Stärken des Buches gehört zweifellos, dass hier Fragen behandelt werden wie:
In welcher Hinsicht war die historische Romantik (deutsche Literatur Mitte 90er Jahre 18. Jh. bis etwa 1830) innovativ, gesellschaftskritisch, fortschrittlich – und in welcher Hinsicht war sie es nicht? Was sind die größten Leistungen dieser Literatur? (1. Teil des Buches)
Wie wurde die historische Romantik nach 1830 rezipiert? Was versteht man unter romantischer Geisteshaltung? Worin unterscheiden sich literarische und politische Romantik? (2. Teil des Buches)

Ausführlicher besprochen und analysiert werden Poetiken, einzelne Werke und Systeme eines Großteils der wichtigsten Dichter und Philosophen der Romantik und in deren Umfeld, sowie solcher, die für das Aufkommen der Romantik von Bedeutung waren. In chronologischer Reihenfolge des Buches sind dies: Herder, Schiller, Friedrich Schlegel, Fichte, Tieck, Novalis, Schleiermacher, Hölderlin, Heinrich v. Kleist, E. T. A. Hoffmann, Eichendorff, Heine. Autorinnen der Romantik – wie etwa Karoline v. Günderrode, Dorothea Veit und Caroline Schlegel – werden kaum mehr als erwähnt, leider.

Sehr gut herausgearbeitet wurde von Rüdiger Safranski auch, wie es zur unheilvollen Vermengung von Literatur und Politik kam, woraus die politische Romantik entstand mit ihren unheilvollen Wirkungen und Exzessen – vom Antisemitismus Richard Wagners und Biologismus des späten Nietzsche bis hin zur extremsten und furchtbarsten Variante, dem Nationalsozialismus. Die Nazis wussten mit der historischen Romantik, jener grandiosen Literaturepoche, nicht viel anzufangen, sie konnten sie für ihre Zwecke kaum missbrauchen, da die historische Romantik kosmopolitisch, humanistisch und individualistisch war. Goebbels propagierte eine „stählerne Romantik“, ein Gemenge aus Reichsmythos, Volksgemeinschaft, Führerkult, Antisemitismus, Rassenwahn, Größenwahn und anderen Wahnvorstellungen.

Auch in der Studentenbewegung, bei den 68ern, habe es nach Safranski eine Art von politischer Romantik gegeben, eine Vermengung von Politik und romantischer Geisteshaltung, freilich in anderer Weise als bei den Nazis. Diese Thematik wird am Ende des Buches (vor dem Resümee) weniger ausführlich als die anderen Thematiken, auf gerade einmal acht Seiten, und wohl auch deshalb weniger differenziert behandelt.

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